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Donnerstag, 9. Oktober 2008

Swisscoy

Zweimal pro Jahr wird die SWISSCOY regelrecht aus dem Boden gestampft. Vom einfachen Soldaten bis zum nationalen Befehlshaber (NCC) müssen jeweils geeignete Kandidaten gefunden und überprüft werden. Kaum ein anderes Schweizer Unternehmen stellt pro Jahr rund 400Personen temporär ein, die aus so unterschiedlichen Berufsgruppen stammen.
François Furer im Swiss Peace Supporter 3/08, Seite 13f


Die Swisscoy sucht wieder mal Personal und ich bin immer noch im "Personalpool Spezialkräfte", welche im Kosovo mit Radschützenpanzern, scharfer Munition und Spliterschutzwesten auf Patroullie gehen würden. (Ich kenne den Kommandanten der infantristischen Truppen im Kosovo, Ausbildungschef Schützenpanzer 2000, Major Spring, von den Umschulungskursen.) Doch von den jeweils um die 800 Bewerbern werden nur 220 genommen. Das halbe Jahr im Kosovo wäre Arbeit und würde nicht als Dienstzeit angerechnet, jedoch die beiden Vorbereitungsmonate in Stans. Doch was bringt mir das, wenn ich nur noch 2 Diensttage zu leisten habe?

Sonntag, 19. August 2007

Meine schönste Militärwoche

Ich habe nun doch auch schon über 200 Diensttage hinter mir, doch eine so schöne Woche hatte ich noch nie im Militär. Ich war abdetachiert - als einziger Freiwilliger von unserer Kompanie - zur Verfügung der Sendung "Stunt Hero" des Schweizer Fernsehen. Die drehen da mehrere Episoden an Stunts, und diese vierte Folge befasste sich mit militärischem Häuserkampf.

Das Militär (WK-Soldaten des Pz Gren Bat 28) stand unter dem Kommando von Oberstleutnant Pellegatta, dem höchsten Verantwortlichen der Schweizer Armee betreffend Häuser- und Ortskampf (HOK). Um auf dem neusten Stand der Dinge zu sein, wurden wir an Waffen ausgebildet, die noch nicht einmal in den aktuellen Rekrutenschulen im Einsatz sind. Ich bin jetzt also up-to-date mit
  • Irritationskörpern; 1-, 2- und 9-Knall: Es knallt, blitzt und es gibt eine Druckwelle. Sie wird verwendet um einen Raum zu säubern. Im Gegensatz zur Handgranate, welche früher standardmässig zum Einsatz kam, ist dies meine erste nicht letale Waffe.
  • Kommandosturmgewehr: Eigentlich wie das normale Sturmgewehr, einfach etwas kürzer und damit handlicher im engen Häuserkampf. Vielleicht wird das zur Standardausrüstung der Pz Grens.
  • Pyranha: Dieser nur leicht gepanzerte Radschützenpanzer ist für die mechanisierte Infantrie gedacht. Bereits eine 30mm-Kanone kommt aber durch die Wand durch. Das ist nicht die Zukunft der wertvollen Pz Grens. Diese werden auch künftig in der neusten Anschaffung der Schweizer Armee transportiert: im modernen und gut gepanzerten Schützenpanzer 2000, aka CV9030.
  • Leichtes Maschinen Gewehr (LMG): Das ist die Krönung. Ist etwas schwerer als das Sturmgewehr, hat ein Magazin für 200 Schuss und Munitionsbänder, wie man sie aus Rambo kennt. Künftig wird immer einer pro Schützenpanzer mit diesem Superding unterwegs sein :-).
Nebst der interessanten und Lehrreichen Ausbildung vom Chef persönlich, hatten wir die ganze Kaserne Walenstadt für uns alleine, wir assen immer im Restaurant, hatten jeden Abend Ausgang (Bis auf Donnerstag (*) habe ich es immer auf deutlich über * gebracht. Zeiten wie an der HSG (*)!), 100m zum See (jeden Abend ein erfrischendes Bad) und bis auf Donnerstag hatten wir auch immer super Wetter. Einfach toll!

Zu Stunt-Hero schreibe ich dann auch noch was. Am 18. September beginnt die Show, jeweils Diensttags ab 20 Uhr auf SF2. Folge 4 nicht verpassen!