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Freitag, 17. Juli 2009
Ethisch vertretbare Löhne
Linke Kreise verreissen sich gerne den Mund darüber, wie unvertretbar und unethisch die hohen Managergehälter sind.
Schon länger überlege ich mir, wie SP-Bundesräte oder SP-Kantonsregierungsräte (und die Grünen wohl ebenso) Gehälter von über 400'000 CHF vor sich selbst rechtfertigen können. Sogar eine weniger linke (?) Bundesrätin Leuthard (CVP) findet, dass sie zuviel verdient und verzichtet auf 10% ihres Lohnes (immerhin).
Nun hat die gescheiterte Zürcher SP-Regierungsrätin und leidenschaftliche Umverteilerin Monika Stocker den "Master of Advanced Studies in Applied Ethics" an der Universität Zürich abgeschlossen. Unbestritten kostet sie nun weniger als als Regierungsrätin, v.a. wenn man die grosszügige Ausschüttung von Renten an Scheininvalide miteinbezieht. Sie verrechnet nun 250 CHF in der Stunde. Klar ist nicht jede Stunde Arbeit verrechenbar, doch rechnet man auf das Jahreseinkommen bei einem 100%-Pensum hoch, kommt man auf 493'500 CHF – ein diplomierter ethischer Lohn.
Schon länger überlege ich mir, wie SP-Bundesräte oder SP-Kantonsregierungsräte (und die Grünen wohl ebenso) Gehälter von über 400'000 CHF vor sich selbst rechtfertigen können. Sogar eine weniger linke (?) Bundesrätin Leuthard (CVP) findet, dass sie zuviel verdient und verzichtet auf 10% ihres Lohnes (immerhin).
Nun hat die gescheiterte Zürcher SP-Regierungsrätin und leidenschaftliche Umverteilerin Monika Stocker den "Master of Advanced Studies in Applied Ethics" an der Universität Zürich abgeschlossen. Unbestritten kostet sie nun weniger als als Regierungsrätin, v.a. wenn man die grosszügige Ausschüttung von Renten an Scheininvalide miteinbezieht. Sie verrechnet nun 250 CHF in der Stunde. Klar ist nicht jede Stunde Arbeit verrechenbar, doch rechnet man auf das Jahreseinkommen bei einem 100%-Pensum hoch, kommt man auf 493'500 CHF – ein diplomierter ethischer Lohn.
Mittwoch, 19. November 2008
falsche Kinderärztin
In Deutschland wurde eine 34-jährige Frau verurteilt, weil sie teilweise ihre Diplome auf dem Weg zur Ärztezulassung gefälscht hat:
Ihr Leistungsausweis "Qualifikationen":
Doch, der Stolperstein:Ihre Arbeitszeugnisse musste Cornelia E. nicht fälschen. Sie wurde überhäuft mit Lob und Anerkennung.
Cornelia E. brachte fast alle Voraussetzungen mit, eine ausgezeichnete Ärztin zu werden. Die zierliche, eloquent formulierende Frau strahlt Wärme aus. Sie war immer mit Leidenschaft bei der Sache: Menschen in Not zu helfen, am liebsten Kindern, ihnen die Angst zu nehmen und sie stattdessen zuversichtlich zu stimmen - es gibt niemanden, der mit ihr zu tun hatte, der nicht des Lobes voll wäre über ihre Arbeit und ihre Zuwendungsfähigkeit.
Sie beeindruckte Vorgesetzte mit Fachwissen und angenehmem Auftreten, sie arbeitete mit großem Fleiß und Erfolg wissenschaftlich, sie verhielt sich stets kollegial und trat medizinischem Hilfspersonal gegenüber nie anmaßend oder besserwisserisch auf. Kurz: Sie hätte eine ausgezeichnete Ärztin werden können.
In Hamburg fing sie 1994 mit dem Medizinstudium an. Ihr Abiturnoten-Durchschnitt reichte dafür erst nicht aus, doch mit dem sogenannten Medizinertest schaffte sie es. Schon an der ersten Prüfung nach vier Semestern, dem Physikum, scheiterte sie. Der nächste Versuch gelang ebenso wenig wie der dritte. "Mir lag das Multiple-Choice-Verfahren gar nicht", sagt sie heute, also das Ankreuzen der richtigen Antwort.Wegen ein paar Kreuzchen wird sie von ihrer Leidenschaft ferngehalten.
In den Medien wurde Cornelia E., als sie Sache publik wurde, als "tragischer Fall" bedauert: Sie wurde dargestellt als eine geborene geniale Ärztin, die von törichten Vorschriften zu Fall gebracht wird. Es wurde an der Prüfungsordnung gezweifelt, die gerade manchem hochtalentierten Medizin-Studenten angeblich im Wege stehe und so fort.
Gisela Friedrichsen im Spiegel
Tags:
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