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Sonntag, 7. August 2011

Freysinger zur Jugendmode

Mit seinem schwarzen Rollkoffer tritt Freysinger in die Ankunftshalle, Berlin-Tegel, ein Mann mit einer Mission. Er sucht nach einem Schild mit seinem Namen, nach einem Hinweis darauf, dass die Welt auf ihn gewartet hat und findet zwischen winkenden Kindern und vorbeieilenden Geschäftsmänner zwei junge Männer, die eine Schweizer Fahne hoch halten. „Das sind sie“, ruft er, seine Eskorte, Achim du Thorsten. Der eine arbeitet bei der Bahn, der andere arbeitet nicht, beide tragen kurze Haare, Jeans, Bomberjacke. Skinheads? „Ach was“, winkt Freysinger ab, „heute sehen die Jugendlichen alle so aus.“

Sacha Batthyany im Magazin 27/2011, Seite 12ff.

Flugplatzkontrollen dank muslimischer Terroristen

Am Flughafen in Amsterdam muss er lange anstehen, die Zeit wird knapp, er legt die Schuhe, Gürtel, Rucksack auf Förderband, „auch das haben wir den muslimischen Terroristen zu verdanken“, sagt er und läuft unter dem Metalldetektor durch, der zu piepsen beginnt, weil er sein Schweizer Taschenmesser nicht aus der Hose genommen hat.
„Ich bin Schweizer Parlamentarier“, sagt Freysinger zum Beamten, der ich mit Gummihandschuhen abtastet und das Messer in einer Box verstaut. „Ich töte doch niemanden.“
Der Beamte: „So lauten die Vorschriften in Europa.“
Freysinger: „Dann geben Sie das Messer Ihrem Sohn.“
Der Beamte: „Ich habe keinen Sohn und dürfte es ihm auch nicht geben. So lauten die Vorschriften.“
Freysinger: „In der Schweiz hat man mich durchgehen lassen.“
Der Beamte: „Hier läuft das aber nicht wie in der Schweiz.“
Freysinger: „Das ist ja das Problem.“

Sacha Batthyany im Magazin 27/2011, Seite 12ff