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Montag, 25. Juli 2011

Klare Absage an Militanz

So begeistert ich von militärischen Gefechten mit Mark-Mun bin, so klar ist meine Absage an physische Militanz. Bei allen Anliegen bleibt sie unverhältnismässig.
Wenn man auf dem politischen Weg nicht mehr weiter kommt, bleibt nur der Terrorismus.
Ein Skin in der Dokumenttion von TSR "Skin or Die" von Daniel Schweizer.
Auch das ist falsch.
[Die Tat des Norwegers Anders Behring Breivik war] kein Amoklauf im eigentlichen Sinne. Er verlor nicht die Nerven und arbeitete auch keine Todesliste ab, wie man es häufig bei solchen Taten antrifft. Vielmehr zeigt seine Tat die Typologie eines Täters auf, der für Sicherheitsbehörden einen Albtraum darstellt: Der zu allem entschlossene, politisch motivierte Einzeltäter, der „einsame Wolf“. Solche Attentäter bewegen sich nicht innerhalb einer Szene, sind nicht organisiert.

Es gibt keine Gruppierungen, in die Sicherheitsbehörden vordringen könnten, um Erkenntnisse zu erlangen und so vor bevorstehenden Gewalttaten warnen könnten. Während bei hierarchisch organisierten Gruppen bereits das Einschleusen oder Gewinnen von Informanten ausreichen kann, um die ganze Pyramide zum Zusammenbruch zu bringen oder Erkenntnisse über beabsichtigte Attentate ewonnen werden können, Kommunikation abgehört oder mitgelesen werden kann, ist beim Typus des einsamen Wolfes jede rechtzeitige Warnung illusorisch.

Ein Einzeltäter betreibt quasi einen „führerlosen Widerstand“, wie es im Handbuch der international tätigen, rechtsmilitanten Gruppierung „Blood & Honour“ als Strategiepapier aufgeführt wird.

Der Einzeltäterstrategie bedienen sich inzwischen auch radikale Islamisten, weil groß angelegte Anschläge wie vom 11. September 2001 zunehmend schwieriger werden.

André Anwar und lars Winkelsdorf auf Cicero
Doch die Eingangsfrage bleibt: Was – ausser Resignation und Enttäuschung – ist der nächste Schritt, wenn man politisch seine Anliegen nicht einbringen kann? Auswandern? Kompromisse? Ja, ich glaube das ist es: Kompromisse…

Mittwoch, 5. November 2008

Heinrich Himmler

  • Kriegsjugendgeneration der Nationalsozialisten, die in verblendeter Sehnsucht nach 1914 in den Kampf ziehen wollte, aber nicht zum Einsatz kam.
  • Sein Leitbild blieb seither die soldatische Existenz als Offizier.
  • Freikorps Oberland
  • absolvierte er ein viersemestriges Landwirtschaftsstudium, das er als diplomierter Agrarökonom abschloss.
  • gehörte einer schlagenden Verbindung in München an
  • praktizierte noch aktiv seinen katholischen Glauben
  • wendete sich auch nicht gegen jüdische Studenten, blieb schüchtern
  • Verhaltenskontrolle bis hin zu einem gequälten Zölibat bemüht - mit 27 Jahren schlief er zum ersten Mal mit einer Frau, die er unverzüglich heiratete.
Anfang 1929 wurde er zum Reichsführer SS an die Spitze dieser paramilitärischen Formation befördert, die er alsbald als elitäre, rassische Avantgarde der Hitler-Bewegung, scharf abgegrenzt von den SA-Rabauken, ausbaute.
  • 1929: 200, max. 400 Mitglieder in der SS
  • 1933: SS-Korps mit 50'000 Mitgliedern
  • 1934: 200'000 Männer und 342 000 fördernde Mitglieder
  • bis 1939: 40'000 künftige Waffen-SS-Soldaten
Seither entpuppte sich Himmler als Paladin mit ausgeprägtem Organisationstalent, mit einem kompromisslos alleinherrschenden Führungsstil, dazu mit der Fähigkeit, vorteilhafte Netzwerke aufzubauen, und unleugbarer Geschicklichkeit in der "Menschenführung", wie es im NS-Jargon hiess.


Als einer der besten Kenner des Holocaust betont Longerich erneut, dass sich nach allen möglichen Plänen, die Juden zum Beispiel in ein ostpolnisches «Reichsghetto» zusammenzuführen oder nach Madagaskar zu verschiffen, die flächendeckende, europaweit ausgeführte nackte Vernichtungspolitik ohne einen expliziten Hitler-Befehl seit Anfang 1941 bis zum Frühjahr 1942 allmählich durchsetzte.
Hans-Ulrich Wehler in der WW 44.08, Seite 76f über Peter Longerich: Heinrich Himmler: Biographie. Siedler. 1040 S., 68.90
CHF.

Er war als "Reichskommissar für die Festigung deutschen Volkstums", Betreiber der eingeleiteten "völkischen Neuordnung" und "ethnischen Flurbereinigung". Das Ziel war die "Neuordnung" Europas unter der Hegemonie des anvisierten "Grossgermanischen Reiches" bis zum Ural. Er bleibt als Vollstrecker des Willens des Führer, eine furchterregende Schlüsselfigur des Dritten Reiches.

Sonntag, 2. Dezember 2007

Entwicklungsschritt 08/11 - AAD 10

Mit dem Entwicklungsschritt 08/11 passt sich die Schweizer Armee bis am 2011 der neuen Bedrohungssituation an.
Die veraltete Fussinfantrie wird vollends motorisiert und auch so benannt bleiben. Die Panzertruppen werden in einheitlichen Bataillonen zusammengefasst. Weiter entsteht eine Spezialeinheit, vergleichbar mit dem SAS oder dem KSK, namens Armee-Aufklärungsdetachement 10 (AAD 10).


Zu den Aufträgen des AAD 10 gehören:

  • Beschaffung von Schlüsselinformationen
  • Schutz von Truppen, Personen und Einrichtungen bei erhöhter Gefährdungslage
  • Rückführung von Schweizer Bürgern aus Krisenlagen im Ausland
  • Offensive Aktionen im Rahmen der Raumsicherung und Verteidigung (wiki)
Die Einsatzbereitschaft mit Vollbestand von 91 AdAs wird ebenfalls 2011 erreicht sein. Die Selektion ist sehr streng. Die Truppe wird entsprechend ziemlich tough!

Noch ein Wort zur Milizarmee:
Bei der Abkehr vom Milizprinzip würde die Schweizer Armee massiv an Qualität verlieren. Die bisherigen Erfahrungen aus Ländern, welche die Wehrpflicht abgeschafft haben, sprechen eine deutliche Sprache: Überalterung, teures Personal, aufwendige Werbung, die Besten kommen nicht, der Ausbildungsaufwand muss massiv erhöht werden, die Sparziele werden verfehlt.
Korpskommandant Christophe Keckeis, Chef der Armee, in Armee aktuell 2/07, Seite A2.