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Die Schweizer sind stolz darauf, nicht in einem Umverteilungsstaat zu leben, sondern in einem Land, in dem Eigeninitiative honoriert wird und Selbstverantwortung noch etwas gilt. Ein Land, das den staatlichen Segen nicht mit der Giesskanne verteilt, sondern nur dort, wo er wirklich nötig ist. Doch die Realitäten zeigen ein weniger rosiges Bild.
Max Frenkel in der WW5.09, Seite 37
- wachsende Staatsverschuldung
- zunehmende Umverteilung durch wachsende Sozialausgaben
- Konsens wird auf Kosten der Staatskasse hergestellt (Bsp in D: defizitäre CDU/SPD-Koalition, Schweiz: IV-Steuererhöhung)
- schleichende Übernahme von EU-Recht
- etc.
Je freier die Wirtschaft, umso sozialer ist sie auch.
Ludwig Erhard, Begründer der sozialen Marktwirtschaft 1948, Vater des deutschen Wirtschaftswunders, "der Marktwirtschaft durch die Betonung des Sozialen zum Durchbruch verhelfen".
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Soziale Marktwirtschaft als eine auf dem Umlageverfahren basierende dynamische Rentenversicherung
Bundeskanzler Konrad Adenauer, 1957
Prinzip der Freiheit auf dem Markt mit dem des sozialen Ausgleichs verbinden.
Alfred Müller-Armack
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Dieses Verständnis des Sozialen als Korrektur und Reparatur des Marktes war verheerend. Es war ein Freibrief für den praktisch uferlosen Ausbau des Wohlfahrtstaates.
Der 60-jährige Weg von der Sozialen Marktwirtschaft der Eigeninitiative, der Selbstverantwortung sowie der Eigentums- und Vermögensbildung durch Leistung zum Wohlfahrtsstaat der Zwangsumverteilung und der staatlichen Fürsorge hat jedenfalls der Marktwirtschaft weder Respekt noch moralische Anerkennung geschaffen.
Seit jeher fühlen sich die Kritiker der Marktwirtschaft den Verfechtern moralisch überlegen. (...) aus einem schlechten Gewissen heraus (...) immer mehr staatliche Regulierung und Finanzierung sozialer Aufgaben (...) Illusion der kostenlosen Geschenkwirtschaft.
Gerhard Schwarz in der NZZ vom 21./22.6.08, Seite 19.