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Mittwoch, 13. April 2011

Vereinigte Staaten der Migranten

Insgesamt stimmten zwei Drittel der Hispanics 2008 für Obama, bei den Afroamerikanern waren es 97 Prozent. Obama konnte jedoch nur 43 Prozent der Weissen nicht lateinamerikanischer Herkunft von sich überzeugen. Laut Umfragen sind heute nur noch 39 Prozent dieser Stimmbürger mit Obamas Politik zufrieden.

Andreas Mink in der NZZaS vom 10.04.2011, Seite 7.

Montag, 29. September 2008

neue Epoche der Regulierung

Die Subprimecrisis soll gezeigt haben, dass das Geschäftsmodell der Investmentbank nicht funktioniert, mehr noch, dass der freie Markt gravierende Fehler aufzeige. Entsprechend dürften sich in den USA eine Mehrheit von Befürwortern neuer Regulatorien finden lassen, was auf den globalen Finanzmarkt Einfluss haben dürfte.

Um die 40'000 Investmentbanker verlieren ihre Stelle an der Wall Street. Bei einem durchschnittlichen Lohn von 300'000 USD bedeutet dies eine Umsatzeinbusse von 12 Mrd. USD, der Staat rechnet mit 2 Mrd. USD weniger Steuereinnahmen.

Das Ende der WASPs :-(, der "Masters of the Universe", der Krönung der Schöpfung ;-)
Buchtipp dazu: Cityboy

Mittwoch, 2. Juli 2008

Rassismus in Südafrika

Die Empörungen in der Schweiz über Rassismus sind lächerlich. Richtiger Rassismus findet z.B. in Südafrika statt und dies in zweierlei Hinsicht:

1. Schwarze gegen jene mit noch schwärzeren Pigmenten (Moçambique, Malawi oder Kongo)
  • steigende Nahrungsmittelpreise, hohe Benzinkosten, Wohnungsmisere
  • Zulu-Männer in Alexandra, einem Elendsviertel von Johannesburg, erküren am 11. Mai 2008 die zuwandernden Ausländer zum Sündenbock
--> Hass, Hatz, Vertreibungen, Plünderungen, Vergewaltigungen, Mord, Zerstören der Behausungen
2. Institutionalisierter Rassismus: racial transformation (politisches Programm von Mbeki)
  • wirtschaftliche Starthilfe für Schwarze, spezielle Förderung
  • Verwaltung wurde von weissen Beamten weitgehend gesäubert
  • Schwarze bei der Anstellung und Beförderung bevorzugt
--> management by discrimination --> Monaltlich wandern 300 Weisse aus.
Pierre Heumann in der WW26.08, Seite 36ff.

Sonntag, 23. Dezember 2007

Schwarzenbewegung

Statistiken zeigen ein anderes Bild. Schwarze füllen Gefängnisse. Sie sind Täter und Opfer vieler Morde. Sie sind eher arbeitslos als Weisse. Schwarze Anführer, etwa Schauspieler Bill Cosby, schieben die Schuld zunehmend den Schwarzen selbst zu, die keine Verantwortung übernehmen.
(...) schauen Sie sich doch einmal die sozioökonomische Situation an. Es gibt keine Jobs in South Central Los Angeles. Die Schulen dort sind schlecht. Diese Leute brauchen dringend Geld.

Statt Werte zu schaffen, zelebrieren schwarze Musiker die Gewalt in Gettos wie South Central.

Hören Sie mal, wir allen kennen die Probleme unserer Kultur. Wir haben Probleme, weil wir kein Geld haben.
Was meint da bloss der Logik-Experte LKM dazu? Wo liegt genau der Hund begraben? Der Interviewer hats kapiert. Der Interviewte nicht.
Verhöhnten Weisse ihre Sklaven einst als Nigger, tun das die Schwarzen nun untereinander. Den Weissen aber verbieten sie das N-Wort.
Das ist richtig so. Das Wort ist ein Zeichen unseres Stolzes. Ich brauche dieses Wort häufig, in privaten Gesprächen. Wir haben einen Stolz, eine Kultur, eine Sprachtechnik. Ein «nigga» ist ein Homeboy. Es gibt keine weissen Homeboys. Deshalb dürfen Weisse einen Schwarzen nie «nigga» nennen. Innerhalb einer Gruppe kann uns das Wort verbinden, selbst in der Kirche.
Voraussetzung für eine Emanzipation oder Gleichstellung, wäre die Akzeptanz gleicher Massstäbe. Davon ist dieser Typ noch meilenweit entfernt. Wieso ist seine Unterscheidung zwischen Schwarz und Weiss nicht rassistisch?
Es herrscht nicht mehr Krieg zwischen Weiss und Schwarz. Schwarze bringen nun Schwarze um. Warum?
Wen sollen sie sonst töten? Weisse gehen nicht dorthin, wo Schwarze leben.
Super Gegenargumentaion! Die Schwarzenbewegung steht aus dieser Perspektive auf sehr wackligem Fundament, ts!

Tommie Smith interviewt von Peter Hossli in der Weltwoche 51/52.07, Seite 78ff.