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Freitag, 6. Mai 2011

keine Spezialrechte aus der Einzigartigkeit des Holocaust

Für die Deutschen wurde die Frage, ob der Nationalsozialismus etwas Singuläres war, zu einer Art Glaubensbekenntnis. Ich sehe überhaupt keinen Erkenntnisgewinn darin, auf der Singularität des Nationalsozia­lismus zu bestehen. Für mich ist jedes Verbrechen einzigartig.
Karl Schlögel im Interview von Philipp Gut in der WeWo17.11, Seite 53.

Mittwoch, 9. Juli 2008

gjk und der Einbürgerungstest

Zum neuen Einbürgerungstest in Deutschland:
Es zeugt von einem seltsamen Geschichtsverständnis, wenn zwar Wissen zur Geschichte Deutschlands abgefragt wird, aber in einem 320 Fragen umfassenden Katalog das Wort 'Holocaust' nicht ein einziges Mal Erwähnung findet.
Stephan Kramer, Generalsekretär des Zentralrats der Juden
Er kritisierte zudem, dass bei der Frage danach, welche Religion die europäische und deutsche Kultur geprägt habe, Hinduismus, Christentum, Buddhismus und Islam als Antwort angeboten werden, "das Judentum aber schlicht unterschlagen wird". Dies sei "unerträglich". (AFP)

Da "stämpfelet" wieder einmal jemand auf seiner "Einzigartigkeit" herum, ts!

Freitag, 20. Juni 2008

D: Regelheft für eine Gedenkpolitik

Ein 31-seitiges Regelheft für eine Gedenkpolitik wurde am Mittwoch vom deutschen Bundeskabinett verabschiedet. Die Vorlage verfasste Kulturstaatsminister Bernd Neumann.

In mehreren Versionen wurde um die "korrekte" Formulierung und Akzentuierung geachtet. Folgende Regel, wurde von Salomon Korn vom Zentralrat der Juden gefordert und ist nun festgeschrieben:
Die Singularität des Holocaust ist deutlich markiert. "Die Erinnerung an die NS-Terrorherrschaft", heißt es, "wird durch das Wissen um die Unvergleichlichkeit des Holocaust bestimmt." (Frankfurter Rundschau)