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Montag, 9. Februar 2009

Ungetreue Geschäftsbesorgung nach StGB 158,1,1

Rechtmässig sind Vergütungen für die oberste Geschäftsleitung nur, wenn sie sich im Rahmen dessen halten, was geschäftsmässig begründet werden kann. Ansonsten macht man sich der ungetreuen Geschäftsbesorgung schuldig, gleich, wie wenn man nicht einschreitet, wenn Mittel der Firme zweckwidrig eingesetzt werden.

Strafrechtlich erfasst wird dies aber erst, wenn die überrissenen Boni vorsätzlich, also mit Wissen und vor allem mit Willen, veranlagt werden. Doch in den seltesten Fällen kann der Vorwurf gemacht werden, dass der Manager die Unternehmung bewusst schädigen wollte. Meistens kann ihm bloss der Vorwurf gemacht werden, dass er unsorgfältig oder fahrlässig gehandelt hat. Das ist nach geltendem Recht nicht strafbar.
Daniel Jositsch und Martin Killias in der NZZaS vom 8.2.09, Seite 23.

Montag, 17. November 2008

neues UBS-Bonusmodell

  • UBS-Aktien erhalten die Topmanager erst nach drei Jahren
  • bei der variablen Barvergütung wird zunächst maximal ein Drittel ausbezahlt.
  • Der grössere Anteil der variablen Barvergütung werde in einem Sperrkonto einbehalten und bleibe den künftigen Geschäftsrisiken ausgesetzt,
  • Den Aktionären wird aber ab 2009 eine Konsultativabstimmung über die Grundlagen des Vergütungsmodells in Aussicht gestellt.
  • Ab 2009 erhält der Verwaltungsratspräsident keine variable Vergütung mehr. Er erhält stattdessen ein fixes Honorar in bar und eine fixe Zahl an Aktien, die über vier Jahre gesperrt sind.

UBS-Präsident Peter Kurer schätzt, dass zwei bis drei Prozent aller UBS-Mitarbeiter vom neuen Bonus-Malus-System betroffen sein werden.
swissinfo

Ist das die Zukunft und droht in den nächsten Jahren sämtlichen MNE?

Die Exzesse an der Spitze sind teilweise schon extrem. Doch sind sie so schwierig zu bekämpfen, wie Steuererhöhungen für die 5% reichsten US-Amerikaner durchzusetzten waren: Doch so einige träumen davon, auch mal in dieser Position sein zu können...

Freitag, 4. Januar 2008

Geldexzesse

Grosse Nationen werden niemals durch private, doch bisweilen durch öffentliche Verschwendung und Misswirtschaft ruiniert.
Adam Smith

Und die Linken sehen bei den überbordenden Managerlöhnen eine Priorität, nicht bei den ausufernden Sozialausgaben, ts!