Man setzt auf Quantität statt auf Qualität. Dabei wird verdrängt, dass aus Sicht der Gesellschaft eine hohe Zahl Studierender noch keinen besonderen Wert darstellt. Viel mehr interessiert, ob die Steuergelder dafür sinnvoll eingesetzt werden. Und hier sind Zweifel angebracht. Heute verlassen rund 30 Prozent der Studierenden die Hochschule ohne Abschluss. Zudem sind in der Schweiz gemäss OECD 23 Prozent der 25- bis 29-jährigen mit einem Hochschulabschluss nicht ausbildungsadäquat beschäftigt. Fast die Hälfte der jungen Erwachsenen, die ein Studium beginnen, kommen also nicht bei ihrem ursprünglichen Berufsziel an.
Die im internationalen Vergleich hohe Qualität unseres tertiären Bildungssystems kann angesichts dieser Fehlanreize nicht über zusätzliche Subventionen, sondern nur mit einer grundlegenden Reform der Finanzierung gesichert werden. Wir brauchen eine Finanzierung, die Qualität und nicht Quantität belohnt, einen sinnvollen Wettbewerb zwischen staatlichen und privaten Anbietern fördert und sich an den Bedürfnissen des Arbeitsmarktes orientiert. Der Weg dazu führt über die Einführung einer nachlaufenden Studiengebühr. Dies bedeutet, dass die Absolventen einer Hochschule nach dem Abschluss oder Abbruch ihres Studiums eine Abgabe bezahlen, deren Höhe sich nach der Anzahl der absolvierten Semester bemisst.
Kurt Weigelt in der NZZaS vom 27.11.11., Seite 21.
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Sonntag, 8. Januar 2012
Nachlaufende Studiengebühren setzen neue Anreize
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Samstag, 25. September 2010
entering australia
If you are granted an eVisitor the following conditions will apply to you:
- you must not engage in any studies or training for more than three months;
- you are free from tuberculosis when you travel to, and enter, Australia; and
- you have no criminal convictions for which you have been sentenced for a total combined period of 12 months or more, whether or not the sentence/s were served.
aus den Bedingungen zur Beantragung eines Visums für Australien. So sollte dies die Schweiz auch handhaben. Die Folgen wären:
--> Keine teure Finanzierung ausländischer Studenten
--> keine Kranken, massive Reduktion der Gesundheits- und IV-Kosten
--> 80% geringere Gefängnisauslastung
Samstag, 6. Februar 2010
Deutsche Studenten in der Schweiz
- 1997: 12'400
- 2008: 30'500
- in 10 Jahren: 25% aller Studierenden
Je höher das akademische Niveau, desto grösser der Ausländeranteil an den Schweizer Universitäten:
- Masterstudium: 20%
- Doktoranden: 50%
- Doktoranden der Naturwissenschaften ETH Lausanne: 68%
- Doktoranden der Wirtschaftswissenschaften Universität St. Gallen: 70%
- Doktoranden der Naturwissenschaften Tessin: 91%
- 187 Mio an den FHs
- 204 Mio an den Unis
- 170 Mio für Doktoranden
Studiert beispielsweise ein Aargauer an der Universität Zürich, zahlt der Kanton Aargau dem Kanton Zürich einen grossen Teil der Ausbildungskosten zurück. Studiert ein Ausländer in Zürich, zahlt niemand. Die Kosten trägt der Standortkanton. (...) Der Bund bezahlt für alle Ausländer an Schweizer Hochschulen 52 Mio. CHF. (...) Die Jahresgebühren von durchschnittlich 1500 CHF sind ein Spottpreis (vgl. MIT: 38'000 CHF).
Michael Furger in der NZZaS vom 31.01.10, Seite 18.
Wir sind nicht daran interessiert, für halb Europa die Grundausbildung zu leisten. (...) Höhere Studiengebühren für Ausländer wären eine Möglichkeit, den Zustrom zu steuern.
Dieter Wüest, Leiter des Rektorats der ETH Zürich
Ein solches System muss man sich grundsätzlich überlegen
Andreas Fischer von der Universität Zürich
Bildung sollte für einen Dienstleistungsstandort ein Exportgut sein. Zu dieser Idee würde auch gehören, dasss man das Gut Bildung zu einem adäquaten Preis im Ausland verkauft.
Thomas Bieger, Universität St. Gallen
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