Man mag seinen Umgang mit der Krise kritisieren, seine Salamitaktik der Entschuldigungen war wohl falsch, aber Hand aufs Herz: Ein Freiherr aus uraltem Geschlecht, der sich selber zum Denkmal der Ehrlichkeit und der Glaubwürdigkeit erklärt hat, kann nicht einfach hinstehen und den Leuten sagen, er habe seine Doktorarbeit flächendeckend abgeschrieben. Viel zu gut weg kamen bisher die deutschen Professoren, die sich wortreich über den Flunkerbaron empören durften. Zur Erinnerung: Sie gaben Guttenberg die Höchstnote «summa cum laude» für eine Dissertation, die nach dem Urteil der Süddeutschen Zeitung schwer lesbar ist und keine fassbare These formuliert. Die angeblich unbestechliche Wissenschaft liess sich von dem geborenen Strahlemann genauso blenden wie seine Fans. Auch das ist erfreulich: Künftig werden die von Titeln so leicht beeindruckbaren Deutschen mit helvetischer Nüchternheit auf ihre Doktoren und auf ihre Adeligen blicken. Guttenberg hat vielen Leuten die Augen geöffnet.
Roger Köppel in der WeWo9.11
Montag, 7. März 2011
Guttenberg entlarft den akademischen Dadaismus
Samstag, 6. Februar 2010
Asyl für deutsche Steuerflüchtlinge
Deutschland ist kein Rechtsstaat mehr. Deshalb fordere ich, dass die Schweiz den Personen auf der Steuer-CD Asyl gibt. Diese werden in ihrem Heimatland zu unrecht verfolgtWie ich schon lange fordere: Wirtschaftsflüchtlinge nein, Steuerflüchtlinge ja.
Christoph Mörgeli
Deutsche Studenten in der Schweiz
- 1997: 12'400
- 2008: 30'500
- in 10 Jahren: 25% aller Studierenden
Je höher das akademische Niveau, desto grösser der Ausländeranteil an den Schweizer Universitäten:
- Masterstudium: 20%
- Doktoranden: 50%
- Doktoranden der Naturwissenschaften ETH Lausanne: 68%
- Doktoranden der Wirtschaftswissenschaften Universität St. Gallen: 70%
- Doktoranden der Naturwissenschaften Tessin: 91%
- 187 Mio an den FHs
- 204 Mio an den Unis
- 170 Mio für Doktoranden
Studiert beispielsweise ein Aargauer an der Universität Zürich, zahlt der Kanton Aargau dem Kanton Zürich einen grossen Teil der Ausbildungskosten zurück. Studiert ein Ausländer in Zürich, zahlt niemand. Die Kosten trägt der Standortkanton. (...) Der Bund bezahlt für alle Ausländer an Schweizer Hochschulen 52 Mio. CHF. (...) Die Jahresgebühren von durchschnittlich 1500 CHF sind ein Spottpreis (vgl. MIT: 38'000 CHF).
Michael Furger in der NZZaS vom 31.01.10, Seite 18.
Wir sind nicht daran interessiert, für halb Europa die Grundausbildung zu leisten. (...) Höhere Studiengebühren für Ausländer wären eine Möglichkeit, den Zustrom zu steuern.
Dieter Wüest, Leiter des Rektorats der ETH Zürich
Ein solches System muss man sich grundsätzlich überlegen
Andreas Fischer von der Universität Zürich
Bildung sollte für einen Dienstleistungsstandort ein Exportgut sein. Zu dieser Idee würde auch gehören, dasss man das Gut Bildung zu einem adäquaten Preis im Ausland verkauft.
Thomas Bieger, Universität St. Gallen
Freitag, 22. Januar 2010
Zensur englischer Klischees über Deutsche
Der englische Werberat hat einen Radiospot auf Eis legen lassen, weil sich mehr als ein dutzend Menschen darüber beschwert hatten, dass deutsche Bürger als "streitlüsterne Tyrannen" hingestellt würden.
Die Werbung wurde von einer Onlinestellenbörse geschaltet. Dabei redet ein Mann mit seinem Boss, der ihn dann in deutscher Sprache anschreit. Dann folgt der Slogan der Börse: "Ist ihr Chef etwas tyrannisch? Finden Sie ihren perfekten Chef auf der größten Online-Jobbörse Großbritanniens".
Der Werberat begründete die Absetzung des Werbespots damit, dass sich einige Menschen dadurch beleidigt fühlen könnten.
shortnews
Samstag, 16. Januar 2010
SVP Kritik an Überzahl deutscher Professoren
Die SVP verfolgt eine rassistische und fremdenfeindliche Rhetorik, Ideologie und Politik.
Aus dem Inserat von 207 Professoren in der NZZ.
- Deutsche Professoren sind keine Rasse.
- Nicht fremdenfeindlich, höchstens skeptisch. Nichts gegen kulturelle Bereicherung solange sich keine Dominanz und damit Eintönigkeit eines Einflusses abzeichnet.
Die SVP hat ein völkisches Verständnis von Wissenschaft.Wissenschaft findet global statt und kennt folglich keine geographischen Grenzen. Bildungsbudget, Investitionen in den eigenen Bildungsmarkt, sind allerdings national koordiniert. Doch gerne verschiedenste Einflüsse auf die Schweiz, solange... (siehe oben).
Jakob Tanner, Ordinarius für Geschichte UniZH
Mittwoch, 1. April 2009
Anti-Rassismus-Gesetz in a nutshell
- Die Juden stehen unter einem zusätzlichen Diskriminierungsschutz, wegen dem erlitten Leid, welches die Deutschen ihnen im Zweiten Weltkrieg zugefügt haben.
- Die Deutschen dürfen nicht mit historischen Parallelen diskriminiert werden.
Montag, 30. März 2009
N-Wort "die Deutschen" und das ARG
Die Eidgenössische Kommission gegen Rassismus (EKR) wandte sich an die NZZaS, weil diese im Zusammenhang mit dem erfrohrenen Schwarzen auf einer Alp im Diemtigtal die Stammtischgespräche zitierte, wo von "Neger" die Rede war. Journalisten "hätten das 'N-Wort' zu unterdrücken, selbst wenn es tatsächlich von den Beizengängern verwendet wurde.
Die EKR sieht weiter eine wachsende "Fremdenfeindlichkeit gegen Deutsche" in Zeitungsartikel mit Titeln wie "Wie viele Deutsche verträgt die Schweiz?" oder "Die Deutschen kommen". Deutsche der heute lebenden Generation hätten zudem ein Anrecht darauf, nicht mit den Nazis in Vernbidung gebracht zu werden. Dies sei ein "historischer Rassismus". (...) Offenbar ist es rassistisch, künftig an gewisse historische Zusammenhänge zu erinnern.
Die "NZZ am Sonntag" wird sich nicht daran halten und auch künftig schreiben, was gesagt oder gedacht wird. Und Briefe der EKR weiterhin unbeantwortet lassen.
Felix E. Müller in der NZZaS vom 29.3.09, Seite 21.
Das macht politicalhardman schon lange ;-)
Georg Kreis, der Präsident der EKR, möchte also die Verbindung zwischen den Nazi-Verbrechen und den Deutschen in der Gegenwart aufheben.
Ob seine jüdischen Freunde, die er sonst verteidigen muss, damit einverstanden sind? Immerhin bestehen die jüdischen Organisationen darauf, dass auch die heutigen Deutschen weiterhin für die Schuld ihrer Väter jedes Jahr Millionen bezahlen.
Die Anti-Rassismus-Strafnorm führt sich selbst ad absurdum.
Sonntag, 7. September 2008
Die Weltwoche zur Streetparade
1. Techno ist so beliebt, weil noch das grösste Gstabi dazu tanzen kann. Hochfrequenzig zucken liegt beim grössten Bewegungsidioten drin. (...) 5. Techno sei die toleranteste Musikbewegung der Welt, sagt man. Darum ist es das Sammelbecken aller Loser, asymmetrisch Gewachsenen, Halbspastiker und Deutschen.
Peter Bichsel in der WW33.08, Seite 50