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Dienstag, 3. Mai 2011

Afrikakritik ist nicht rassistisch

Und immer warf man [Vidiadhar Surajprasad Naipaul] Zynismus, Überheblichkeit, Ethnozentrismus oder gar Rassismus vor – auch wenn seine Beobachtungen im Abstand von einigen Jahren meist zum Commensense wurden.

[Einer seiner Kritiker Robert Harris in der Sunday Times] ist ein typisches Beispiel für die Art politischer Moralapostel. Sie wittern überall böswillige Klischees, ohne selbst die leiseste Ahnung zu haben.

Offenbar geistert immer noch die Vorstellung herum, nur Afrikaner dürften Afrika kritisieren. Die Unterscheidungzwischen "Betroffenen" und "Aussenstehenden" ist umso bornierter, als es heute immer mehr Menschen wie Naipaul gibt, die mehreren Kulturen angehören.

David Signer in der NZZaS vom 01.05.2011, Seite 81.

Freitag, 22. Januar 2010

Zensur englischer Klischees über Deutsche

Der englische Werberat hat einen Radiospot auf Eis legen lassen, weil sich mehr als ein dutzend Menschen darüber beschwert hatten, dass deutsche Bürger als "streitlüsterne Tyrannen" hingestellt würden.

Die Werbung wurde von einer Onlinestellenbörse geschaltet. Dabei redet ein Mann mit seinem Boss, der ihn dann in deutscher Sprache anschreit. Dann folgt der Slogan der Börse: "Ist ihr Chef etwas tyrannisch? Finden Sie ihren perfekten Chef auf der größten Online-Jobbörse Großbritanniens".

Der Werberat begründete die Absetzung des Werbespots damit, dass sich einige Menschen dadurch beleidigt fühlen könnten.
shortnews

Dienstag, 3. November 2009

Barbara Schöneberger, was für ein Weib!

Sie bekam den "Champagne-Preis für Lebensfreude" - klingt schwer nach "öffentlich gelebten Exzess - das anregendste, amüsanteste und prickelndste Exportgut Deutschlands"...
Barbara Schöneberger riskiert lieber eine Niederlage, anstatt etwas auszulassen, von dem sie glaubt, es könne für ihr Leben wichtig sein.
Hellmuth Karasek, Jurypräsident

Barbara Schöneberger widerlegt das populäre Klischee von der kühlen, unnahbaren und kontrollierten deutschen Frau. Sie ist schlagfertig, singt, tanzt, macht Faxen und Grimasssen oder fällt auch einmal Schmackes auf die Nase. (...) Schöneberger beweist, dass eine Frau mit Kleidergrösse 42 und Cup 80D oft sexyer ist als ein "size zero"-Girl im Minirock.
Jeroen von Rooijen in der NZZaS vom 1.11.09, Seite 97.

Mittwoch, 2. September 2009

Erfolgreiche Politwerbung

Menschliche Gefühle und Bedürfnisse ansprechen, mit Klischees arbeiten und auf keinen Fall versuchen, rational zu argumentieren. «Wer das tut, setzt voraus, dass sich die Wähler rational mit politischer Werbung auseinandersetzen. - Doch das tun sie nicht.» Nur ein bis zwei Sekunden wird ein Werbeplakat im Schnitt betrachtet. Segert hält sich darum ans Prinzip KISS - «Keep it simple and stupid», wobei Vereinfachung nichts mit Dummheit zu tun habe. Vereinfachung sei eine intellektuelle Leistung.
Alexander Segert, Werber (u.a. von der SVP), aus Hamburg, 46jährig, geschildert von Michael Furger in der NZZaS vom 30.08.09, Seite 15.