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Samstag, 14. April 2012

Deutsche Vorherrschaft

Es gibt keine Gemeinschaft von Gleiche mehr. die Deutschen haben die absolute Kontrolle des Ganzen. Deutschland ist der Architekt des neuen Regimes. 
Fakt ist, wir leben heute in einem deutsch dominierten Europa. die Völker zahlten einen hohen Blutzoll, um genau das zu verhindern. 
Die EU hat es zustande gebracht, dass wir uns wieder gegenseitig hassen. 
Nigel Farage im Interview mit Urs Gehriger in der WeWo50.11, Seite 30ff.

Mittwoch, 16. November 2011

Borkumlied

Borkum nahm im Rahmen des so genannten Bäder-Antisemitismus lange vor 1933 eine Vorreiterrolle bei der Ausgrenzung jüdischer Gäste ein und war bereits Ende des 19. Jahrhunderts eine Hochburg des Antisemitismus. Borkum warb damit, „judenfrei“ zu sein, nachzulesen zum Beispiel in einem Inselführer für Borkum aus dem Jahr 1897. An Hotels hingen Schilder mit der Aufschrift „Juden und Hunde dürfen hier nicht herein!“, innen gab es einen „Fahrplan zwischen Borkum und Jerusalem (Retourkarten werden nicht ausgegeben)“. Ein 1910 erschienener Reiseführer über die Nordseebäder riet „Israeliten“ vor allem vom Besuch Borkums ab, „da sie sonst gewärtig sein müssen, von den zum Teil sehr antisemitischen Besuchern in rücksichtslosester Weise belästigt zu werden.“ Man ersann das „Borkumlied“, das täglich von der Kurkapelle gespielt und von den Gästen gesungen wurde, und in dem es unter anderem heißt:
An Borkums Strand nur Deutschtum gilt, nur deutsch ist das Panier. Wir halten rein den Ehrenschild Germania für und für! Doch wer dir naht mit platten Füßen, mit Nasen krumm und Haaren kraus, der soll nicht deinen Strand genießen, der muß hinaus, der muß hinaus! (...) Borkum, der Nordsee schönste Zier, bleib du von Juden rein, laß Rosenthal und Levinsohn in Norderney allein.
Textstellen aus dem Borkumlied

Während das Borkumlied vor dem Ersten Weltkrieg vor allem antisemitische Klischees ohne direkte Erwähnung von Juden verwendete, wurden die Versionen nach dem Ersten Weltkrieg direkter und hetzten offen gegen Juden und verkündeten Borkum als judenfrei. Mit dem offen zur Schau getragenen Antisemitismus gewann Borkum „völkisch-nationale“ Gäste und setzte Rassenhetze im Konkurrenzkampf gegen das Seebad Norderney ein. Antisemitische Zwischenfälle häuften sich, als von 1920 an der „Borkum-Pastor“ und spätere „Reichsredner der NSDAP“ Ludwig Münchmeyer mit aggressiven Hetzreden auftrat.
wikipedia

Samstag, 27. März 2010

Kriegsvorstellungen von 5 Generationen

  1. 40er: Weltkrieg, Aktivdienst, der Vater verabschiedet sich von Heim und Familie: "Ihr müsst jetzt für Euch selber schauen. Wann ich zurückkomme, weiss ich nicht."
  2. 60er: Kalter Krieg: bipolare Welt, Kampf der verbundenen Waffen, Panzerschlachten und drohender Atomangriff
  3. 90er: Friedenssoldaten: kämpfen nicht sondern helfen, retten, schützen. Demokratie, Rechts- und Wirtschaftsordnung für kriegerische Rückständige
  4. 9/11: Bekämpfung von Terror: Fehlannahme, dass das Böse lokalisierbar und auszumerzen ist.
  5. Zukunft: Strategisches Denken in Szenarien und Möglichkeiten
Beni Gafner im Sonntag vom 21.03.2010, Seite 15.

Sonntag, 28. Februar 2010

Schädliche Entwicklungshilfe

Die internationale Gemeinschaft setzt seit Jahrzehnten unbeirrt auf Geldtransfers, deren Wirksamkeit nie erwiesen wurde. Nach wie vor gilt die OECD-Norm als Plan-soll, wonach jedes reiche Land 0,7 Prozent seines Sozialproduktes in staatliche Entwicklungsprojekte investieren soll.

Die Uno beschloss mit der „Millenniums-Deklaration“, die Armut auf der Welt bis ins Jahr 2015 zu halbieren. Keines der Ziele wurde bislang auch nur annähernd erreicht, obwohl die Industrienationen allein im Rekordjahr 2007 gemäss OECD-Statistik 427 Milliarden Dollar an privater und staatlicher Hilfe in die armen Länder transferierten (die kleine Schweiz steuerte 35,6 Milliarden bei).

Mitleid ist das wichtigste Exportprodukt Haitis.

Im Übermass und auf die Dauer macht jede Hilfe Bedürftige zu abhängigen „Klienten“.

Am Willen zu helfen, mangelte es offenbar nicht. Für die Empfänger ist die Wirkung der Hilfe jedoch vergleichbar mit jener von Morphin: In der Not ist die Droge ein Segen, auf die Dauer aber macht sie abhängig und wird schnell zum Fluch. Was nicht nützt, schadet.

Bei den wirtschaftlich erfolgreichen Entwicklungs- und Schwellenländern in Lateinamerika (Brasilien, Chile, Peru, Mexiko) und in Asien (Indien, China, Taiwan, Südkorea, Singapur, Thailand) fällt auf, dass Entwicklungsgelder nie eine entscheidende Rolle spielen.

US-Beitrag zum Wiederaufbau Europas nach dem Zweiten Weltkrieg: 12.4 Mrd. USD
- 3.6 Mrd. für Grossbritannien
- 3.1 Mrd. für Frankreich
- 1.5 Mrd. für Italien
- 1.4 Mrd. Für Deutschland
Alex Baur in der WeWo5.10, Seite 30f
Es folgte das Wirtschaftswunder Deutschland, was zeigt, dass wirtschaftlicher Erfolg keine Frage der finanziellen Umverteilung ist, sondern eine Frage der Kultur und Mentalität, der Leistungsbereitschaft.

Mittwoch, 27. Januar 2010

Holocaustgedenktag

Der Holocaust als solcher ist eine jüdische Erfindung. Man könnte genauso gut einen Gedenktag schaffen für die zahlreichen Opfer des Kommunismus, unter dem Katholiken und Christen verfolgt worden sind.
Bischof Tadeusz Pieronek auf pontifex.roma.it
Das Thema ist seit jeher dermassen emotionalisiert und überwacht, dass man gar nicht erst versucht zu verstehen, was er gemeint haben könnte. Dabei ist es offensichtlich, dass er von einem Gedenktag spricht.
Der Holocaust werde von Israel häufig als «Propaganda-Waffe» eingesetzt, wird Pieronek weiter zitiert: «Die Juden haben eine gute Presse, weil sie von mächtigen Geldgebern in den Vereinigten Staaten unterstützt werden.» Dies führe zu «einer Art Arroganz», die er nicht hinnehmen könne, so der Bischof weiter. Scharf kritisierte er die Politik Israels gegenüber den Palästinensern, «die wie Tiere behandelt werden». Man solle auch für sie einen Gedenktag schaffen, forderte Tadeusz Pieronek weiter.
Sein Demento:
Er habe keinesfalls den Holocaust leugnen wollen. Die Bezeichnung Schoah für diese Tragödie sei von den Juden erfunden worden, versuchte Pieronek klarzustellen. Ohne Zweifel seien in den Konzentrationslagern mehrheitlich Juden ermordet worden. Auf der Liste habe es aber auch Zigeuner, Polen, Italiener und Katholiken gegeben. Also solle man diese Tragödie «nicht im Namen der Propaganda stehlen», meinte der Bischof.
pbl auf 20min
Wäre diese ganze Aufregung auch eingetroffen, wenn er explizit immer von "Holocaust-Gedenktag" und nicht nur von "Holocaust" gesprochen hätte? Wahrscheinlich ja. Verstösst es folglich gegen die Antirassismusstrafnorm, wenn man der Meinung ist, dass die penetrante Inszenierung des jährlichen Gedenktags zum Holocaust einer Minderheit dient, sich u.a. abermals als ewige Opfer ins Ramenlicht zu stellen und uneingeschränktes Mitleid zu fordern?

PS: Die Worte der geladenen israelischen Gäste (nie vergessen, nie wiederholen, Humanität über alles, etc.) sind für Millionen von Palästinenser im Gazastreifen blanker Hohn.

Mittwoch, 19. August 2009

Nazifizierung als linkes Infotainment

Um wieder ein bischen Dynamik in das Dritte-Reich-Business [Sehenswürdigkeiten und Tourismus in Deutschland] zu bringen, werden nun zunehmend auch vollständig banale Ereignisse nazifiziert.

Wir erinnern uns noch an Eva Herman, die zugegebenermassen etwas eigenartige Familienvorstellungen postulierte. Ihr Pech war, dass dieses gleiche Modell auch unter den Nazis en vogue war und schon war der Skandal perfekt.

Wird nun bald die Benutzung eines Rundfunkempfängers als verdeckte Neigung zum Nationalsozialismus ausgelegt? Auch Fotoapparate kamen in den 30iger Jahre in Mode? Schrieben nicht auch die Nazis ihre Plakate mit der Frakturschrift, so wie sie heute noch bei der NZZ verwendet wird?

Diese Beispiele zeigen, dass seit den 68igern die Geschichte des Nazi-Regimes eigentlich gar nicht mehr aufgearbeitet, sondern zu einem linken Infotainment geworden ist. Alles was damals stattfand, wird demonisiert. Und je bizarrer diese Aufarbeitung ist, je unglaubwürdiger wird sie.¨
Quelle: weiss nicht mehr

Mittwoch, 1. April 2009

Anti-Rassismus-Gesetz in a nutshell

  • Die Juden stehen unter einem zusätzlichen Diskriminierungsschutz, wegen dem erlitten Leid, welches die Deutschen ihnen im Zweiten Weltkrieg zugefügt haben.
  • Die Deutschen dürfen nicht mit historischen Parallelen diskriminiert werden.
Hmmmm...?!

Samstag, 7. Februar 2009

Die Gedanken sind nicht frei

Ich glaube, es gab keine Gaskammern, ja.
Richard Williamson, Bischof in der Piusbruderschaft, in einem Interview im schwedischen Fernsehen.
Welch' Ironie, dass man in einer Glaubensgemeinschaft nicht glauben darf, was man will, sondern nur "die bewiesene Wahrheit". Tragisch, dass man in der Gegenwart der individuellen Selbstdarstellung, auch nicht mehr sagen und denken darf, was man will. Im Gegenteil - eigene Meinungen können einen Straftatbestand darstellen!

Klar, wäre es mal interessant zu erfahren, wie man auf die Anzahl getöteter Juden während des Zweiten Weltkrieges gekommen ist - das steht nicht im ordentlichen Lernplan, obwohl es eine unanfechtbare Wahrheit auch in der Rechtssprechung darstellt.

Auch klar: Dumm, den Holocaust zu leugnen. Ich wüsste auch nicht, was das bringen sollte. Das ist abgeschlossene Geschichte und heute von geringer Relevanz. Doch es ist sehr stossend, dass man heute nicht mehr eigene Gedanken haben darf. Die Initiative der Schweizer Demokraten für die freie Meinungsäusserung (aka Abschaffung des Antirassismusgesetzes) kam mit gegen 80'000 Unterschriften leider zum Stillstand.

Dienstag, 27. Januar 2009

Israel und Antisemitismus

Antisemitismus beginnt dort, wo israelische Regierungspolitik mit der jüdischen Diaspora oder der israelischen Bevölkerung als Kollektiv identifiziert wird und antijüdische Stereotype einfliessen.
Jacques Picard, in Basel lehrende Historiker
  • Es sollte eine bürgerliche Pflicht sein, in einem modernen Staat, sich gegen Krieg auszusprechen, oder wo ist genau der Added-Value - ausser bei Rüstungsfirmen?
  • Die erwünschte Trennung zwischen Israel und dem jüdischen Glauben ist realitätsfremd: 72% (mehr als das absolute Mehr) der Bevölkerung ist jüdisch. Die muslimischen Bürger werden von der Wahl ausgeschlossen. Liegt es da nicht nahe, dass die israelische Meinung schlussendlich jüdisch ist?
  • Ich liebe Stereotypen: Sie erleichtern einem das Einschätzen von Menschen. Klar kann man sich von Vorurteilen täuschen lassen - dies jedoch aber nur, wenn sie die Beurteilten plötzlich nicht mehr wie gehabt verhalten...
Wenn israelische Politik aufgrund stereotyper Vorstellungen über Juden beurteilt werde, sei die Kritik unsachlich und unfair.
Moshe Zimmermann, Jerusalemer Kollege
  • unsachlich: ja, gleich wie sämtliche religiösen Vorstellungen
  • unfair: nein, gleiches mit gleichem messen. Falls keine Parallele zu religiösen Absurditäten gezogen werden soll, soll man sich von der Religion distanzieren.
Als antisemitisch sind schliesslich auch Kritiken einzustufen, die die Kampfhandlungen in Gaza mit dem Holocaust vergleichen. Diese Gegenüberstellung ist nicht nur eine infame Verniedlichung des Massenmordes an den europäischen Juden während des Zweiten Weltkriegs. Sie ist sachlich falsch. Denn in Gaza wurden Palästinenser nicht systematisch umgebracht. Es gibt in Gaza weder Vernichtungslager noch Gaskammern, wie der Vergleich insinuiert. Wer so argumentiert, stellt Israel und Nazideutschland auf die gleiche Ebene. Und verneint das Existenzrecht Israels.
  • Kräfteverhältnis: Im Holocaust gab es eine militärische Übermacht und die wehrlosen Opfer.
  • Verniedlichung: Massenmord ist wohl nie etwas verniedlichendes. Doch wieso sollten die "europäischen Juden während des Zweiten Weltkriegs" unvergleichbar, unantastbar, etc. sein? Gibt es nichts schlimmeres, auch nicht annähernd, seit der Entstehung der Erde?
  • "systematisch umgebracht": Artillerie ist ein sogn. "zielunpräzises" Instrument, eine Zielungenauigkeit ist daher systematisch bedingt. Feuert man trotzdem, nimmt man den Tot Unbeteiligter "systematisch" in Kauf.
  • Vernichtungslager hatten eine schlechte Infrastruktur, Essen war Mangelware, die medizinische Versorgung war nicht gewährleistet, zu wenig Platz, eine Flucht unmöglich, etc.
  • Hat die Gründung Israels zum Weltfrieden beigetragen oder zumindest diesen nicht belastet? Nein, im Gegenteil. Ist es in einem aufgeklärten, sekularisierten Zeitalter zulässig, einen Staat für eine religiöse Gruppe einzurichten? Und darüber soll man sich keine Gedanken machen dürfen?!
Auch der populistische Vergleich «Gaza = Getto», wie er an Demos oft unterstellt wird, führt bewusst und boshaft in die Irre. Anders als in Gaza wurden aus den Gettos keine Raketen auf die Nachbarschaft abgefeuert
Pierre Heumann in der WW4.09, Seite 31f..
  • Dann darf man auch die Vororte von Zürich oder New York keine Ghettos nennen, weil dort keine Raketen stationiert sind?
  • Und was sind denn das für Raketen? Also bitte: selbstgebastelter Schrott, der nichts trifft. Die Raketen zu zählen ist vernachlässigbar, betrachtet man, was die beidseitigen Beschüsse tatsächlich bewirken, z.B. die Anzahl zerstörten Häuser oder den Leichenzähler...

Montag, 26. Januar 2009

Claus Schenk Graf von Stauffenberg

Der junge Offizier macht unter Hitler Militärkarriere, zieht in den Krieg gegen Polen 1939 und gegen Frankreich 1940. Überheblich schreibt er seiner Frau aus Polen: "Die Bevölkerung ist ein unglaublicher Pöbel, sehr viele Juden, sehr viel Mischvolk. Ein Volk, das sich nur unter der Knute wohl fühlt." Wegen dieses Satzes gerät Stauffenberg später in den Verdacht, ein Antisemit zu sein.
Michael Furger in der NZZaS vom 25.1.09, Seite 22f.

Seine aristokratisch-militärische Herkunft verträgt sich nicht mit der Political Correctness der Kritiker, weshalb es zu zwiespältigen Filmkritiken kam.

Roger Köppel in der WW5.09, Seite 5, sinngemäss
genau! Meine Meinung:
aristokratisch-militärisch: super
political correctness: bäähhhh

Dienstag, 8. Juli 2008

Geschichtsunfähigkeit der Deutschen


Im Wachsfiguren­kabinett von Madame Tussauds in Berlin wurde in den ersten Minuten der Eröffnung die Hitlerfigur enthauptet. Ein Aktivist schrie "Nie wieder Krieg". Die Kausalität ist fraglich. Mit dieser Motivation wäre es angebrachter, die amerikanische Botschaft zu attaktieren. Dieser Vorfall bestätigt deshalb abermals die Unfähigkeit der Deutschen, sich mit der eigenen Gesichchte auseinander zu setzten.

Donnerstag, 19. Juni 2008

Faszinosum Krieg

Warum sind Sie freiwillig in Kriegsgebiete gegangen?
Einfach so, weil ich es wollte. Man könnte, wenn man es zynisch formuliert, sagen, die Leute meiner Generation, die sich im Frieden langweilen, können als Reporter oder Mitglied einer humanitären Organisation in diese Gebiete gehen, da haben sie, ohne jemanden töten zu müssen, viel Spannung und ein paar nette Erlebnisse und tun sogar etwas Konstruktives. Vor hundert Jahren hätte ich mich vielleicht wie Ernst Jünger verhalten, der sich freiwillig zur Front meldete, um etwas Aufregung zu haben. Im Zweiten Weltkrieg ist er dann mit einem Glas Sekt auf das Dach eines Pariser Hotels gestiegen, während die Bomben fielen. Exakt das Gleiche habe ich, bevor ich Jünger gelesen habe, in Sarajevo gemacht, nur trank ich Whiskey statt Sekt und rauchte eine Zigarre. Man kann auch mit einer Frau schlafen, während die Bomben fallen.

Haben Sie das getan?
Ich spreche nicht von mir. Aber ich hatte eine bosnische Freundin, sechzehn Jahre alt, die mir eine wunderbare Geschichte erzählte. Jedes Mal, wenn ihre Familie bei Alarm in den Keller lief, ging sie mit ihrem Freund zum Ficken in eine der leeren Wohnungen. Ich halte das für eine sehr gesunde Reaktion. Man muss sich, wenn gestorben wird, jedes Vergnügen gönnen. Die Liebe ist immer nahe am Tod.

Und erst der Krieg ermöglicht...
. . . den Frieden.

Wenn man den Zynismus auf die Spitze treibt, könnte man meinen, dass wir die sechzig Jahre Frieden in Mitteleuropa Hitler verdanken.
Absolut, in gewisser Weise.

Salman Rushdie sagte, als ich ihn interviewte, wer so denke, gehöre zu den Verdammten.
Dann gehöre ich auch dazu.
Jonathan Littell, "Die Wohlgesinnten", im Interview mit André Müller in der WW25.08

sich als einzige Opfer gebärden

Daniel Cohn-Bendit sagte mir, die Deutschen beanspruchen das Monopol, zu wissen, was es mit der Grausamkeit auf sich hat, wie übrigens auch die Juden, die sich als die einzigen Opfer gebärden, obwohl sie nicht die einzigen waren.
Jonathan Littell, "Die Wohlgesinnten", im Interview mit André Müller in der WW25.08

Montag, 10. März 2008

"Betroffenheit"

Der Zentralrat der Juden kritisiert Idee für Tapferkeitsorden. Er erinnert zu sehr an das "Eiserne Kreuz". (Spiegel.de)
Jetzt hört doch mal auf mit dem Scheiss. Langsam sind auch die letzten Überlebenden ausgestorben. Niemand hat mehr ein Problem mit dieser Geschichte - sie ist abgeschlossen. Wer jetzt noch dermassen Betroffenheit daran heuchelt, muss ein direktes finanzielles Interesse daran haben. Sind die 1200 Millionen der Schweizer Banken eigentlich jetzt langsam verteilt?

Montag, 19. November 2007

200%-Deutsche und die 68er

Die Deutschen haben die Neigung, alles 200-prozentig zu machen.
Deshalb bin ich auch davon überzeugt, dass kein anderes Volk zu solchen Taten fähig ist, wie es die Deutschen im Zweiten Weltkrieg waren.
Nach dem universalen Hass der NS-Ideologie herrscht nun schon seit Jahren das universale Verständnis für alles und jeden. Diese Gutmenschenattitüde sorgt allerdings in vielen Bereichen, sei es Straf-, Asyl- oder Schulrecht, für verheerende Ergebnisse. Auch hier ist gut gemeint eben oftmals das Gegenteil von gut.
zu den 68ern:
Ich beschreibe 1968 als Epochenbruch der deutschen Gesellschaft in Richtung Egozentrik, Faulheit, Mittelmass. Es war eine gewaltige Zäsur. Wir leiden noch immer darunter. 1968 bestimmt unser Leben bis in die letzten Fasern: Staatsgläubigkeit, kryptosozialistische Versorgungssysteme, Selbsthass, Identitätsverlust.
Roger Köppel im Gespräch mit dem Bild-Chefredaktor Kai Diekmann in der WW42.07, Seite 62.