Im Kern der Intelligenz seht das Denkvermögen: die Fähigkeiten zum Schlussfolgern, zur Abstraktion, zu Verständnis und Einsicht. Intelligenz operiert mit Wissen: Sie erleichtert den Erwerb von Wissen und wird dadurch gleichzeitig selbst gefördert.Disziplin - von regelmässigem Schulbesuch bis zu geringen Störungen im Unterricht - fördert die Entwicklung von Kompetenzen, auf internationaler Ebene auch messbar den Wohlstand.Werden Denken, Wissen, intellektuelle Autonomie und Fleiss geschätzt? Lohnen sich Bildung und Intelligenz, oder geht der Weg zu gesellschaftlichem Erfolg auch über Beziehungen? Bürgerliche Orientierungen, der Protestantismus, der Konfuzianismus und das moderne Judentum haben Selberdenken, Anstrengung und Bildung hochgehalten. Noch heute findet man höhere Intelligenzwerte in protestantisch und konfuzianisch geprägten Gesellschaften, gefolgt von katholisch geprägten, deutlich dahinter liegen muslimisch oder animistisch dominierte.Heiner Rindermann in der NZZaS vom 12.9.2010, Seite 54f.
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Montag, 27. September 2010
Das Wesen der Intelligenz
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Mittwoch, 11. August 2010
Weshalb Deutschland undemokratisch ist
In einem deutschen Schulbuch lese ich auf die Frage, warum Deutschland keine direkte Demokratie kenne, folgende Antwort:
- Mangelnder Sachverstand
- politisches Desinteresse vieler Bürger
- Unüberschaubarkeit der politischen Prozesse
- Gefahr der Emotionalisierung.
Hoppla!Christoph Blocher in der WeWo 30./31.10.
Mittwoch, 14. Oktober 2009
Geri Müllers kultureller Relativismus
Grüner Regierungsrat der Stadt Baden, Berufspolitiker.
Einmal trat Müller als Schaf verkleidet im Nationalrat ans Rednerpult. Dann verpasste er einen Termin beim deutschen Finanzminister Steinbrück. Als APK-Präsident nahm er an zwei Anti-Israel-Demonstrationen teil.Zu seinem multikulturellen Verständnis:
Statt sich auf dem blauen Weg ums Militär zu drücken, geht er den aufrechten Weg ins Gefängnis.
Dieser Ansatz des kulturellen Relativismus birgt die ständige Gefahr, dass aus dem Verstehen inhaltliches Verständnis, ja Einverständnis wird.
Pascal Hollenstein in der NZZaS vom 13.09.09, Seite 13.
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Donnerstag, 20. August 2009
Mangelndes volkswirtschaftliches Denkvermögen der Deutschen
Hat es marktwirtschaftliches Denken in Deutschland schwerer als anderswo?
Ja, wir haben in Deutschland eine intellektuelle Elite, die von Goethe bis Heisenberg reicht und die Natur- und die Geisteswissenschaften umfasst. Marktwirtschaft kommt als Disziplin gar nicht vor. Journalisten, Politologen, Soziologen: Über Ökonomie wissen sie meist wenig Bescheid. Auch in der Öffentlichkeit ist wenig Verständnis da, bestenfalls für betriebswirtschaftliche Zusammenhänge, da man ja selbst in einer Firma arbeitet. Was die Grundregeln der Wirtschaft jedoch sind, dafür fehlt vielfach das Gespür.
Hans-Werner Sinn im Interview von Markus Somm in der WW26.09, SEite 34f.
Donnerstag, 10. Juli 2008
Keine Sonderbehandlung von Minderheiten
Darf ich aufdringliche Behinderte ohne schlechtes Gewissen unsympathisch finden?
Janette Jaiser
Unbedingt. Es ist ein Zeichen von echter Liberalität, wenn man auch einzelne Behinderte, Schwarze oder Transvestiten unsympathisch finden kann. So zu tun, als ob man jeden und jede mag, bloss weil sie zu einer Minderheit gehören, ist heuchlerisch. Nicht umsonst spricht man auch von «positivem Rassismus». Wer behauptet, er möge alle Behinderten (weil sie so sensibel, oder alle Juden, weil sie so intelligent, oder alle Schwarzen, weil sie so leidenschaftlich) seien, dem ist so wenig zu trauen wie dem unverhüllten Rassisten. Oft auch verwandelt sich Ersterer, werden seine sentimentalen Vorurteile enttäuscht, zu Letzterem. Mitleid und Idealisierung sind schlechte Berater im Umgang mit einer Minorität und oft nur kaschierte Überheblichkeit. Gerne schlagen sie in blanke Verachtung oder Schlimmeres um, falls sich das «Opfer» einmal als «undankbar» oder einfach als gewöhnlicher Mensch erweist.
David Signer in der WW28.08, Seite 66
Dienstag, 24. Juni 2008
abgehobene EU-Kommissionäre
EU-Berufspolitiker entfernen sich von den Bürgern. Bester Beweis ist das irische Unverständnis für das "kryptische" Abkommen von Lissabon: "350 mit juristischem Jargon überladene Seiten, die einhellig als unleserlich bezeichnet werden".
In Anlehnung an Reinhard Meier in der NZZ vom 21./22.6.08, Seite 1f.
btw1: Gemäss dem EU-Vertrag Art. 308 könnten die EU-Behörden sogar dort tätig werden, wo es der Vertrag nicht vorsah. Sie hätten ihre Macht also selbst festgelegt.
btw2: Die Bürokratiekosten von jährlich tausend Milliarden Franken fressen für die Wirtschaft den Vorteil des gemeinsamen Marktes auf, schätzt der "Economist"
Beat Kappeler in der NZZaS vom 22.6.08, Seite 47.
Allerdings wird die Argumentation für mehr Transparenz und die Möglichkeit direktdemokratischer Mitbestimmung bei grossen politischen oder wirtschaftlichen Entscheidungen auch in Europa nicht überall geteilt. Diese komplizierten demokratischen Prozesse seien zu schwerfällig und zeitraubend, wird eingewandt.Ich habe nichts gegen Expertenkommissionen - sind meist fähiger als der gemeine Pöbel und effizienter als die Demokratie. Doch Vorlagen, welche demokratisch gebilligt werden müssen, wie z.B. eine Verfassung, sollten inhaltlich auch für den Normalbürger verständlich sein. Damit werden sie auch mehrheitsfähig und die EU müsste nicht vor Irland-Abstimmungen bangen.
In Anlehnung an Reinhard Meier in der NZZ vom 21./22.6.08, Seite 1f.
btw1: Gemäss dem EU-Vertrag Art. 308 könnten die EU-Behörden sogar dort tätig werden, wo es der Vertrag nicht vorsah. Sie hätten ihre Macht also selbst festgelegt.
btw2: Die Bürokratiekosten von jährlich tausend Milliarden Franken fressen für die Wirtschaft den Vorteil des gemeinsamen Marktes auf, schätzt der "Economist"
Beat Kappeler in der NZZaS vom 22.6.08, Seite 47.
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Montag, 19. November 2007
200%-Deutsche und die 68er
Die Deutschen haben die Neigung, alles 200-prozentig zu machen.Deshalb bin ich auch davon überzeugt, dass kein anderes Volk zu solchen Taten fähig ist, wie es die Deutschen im Zweiten Weltkrieg waren.
Nach dem universalen Hass der NS-Ideologie herrscht nun schon seit Jahren das universale Verständnis für alles und jeden. Diese Gutmenschenattitüde sorgt allerdings in vielen Bereichen, sei es Straf-, Asyl- oder Schulrecht, für verheerende Ergebnisse. Auch hier ist gut gemeint eben oftmals das Gegenteil von gut.zu den 68ern:
Ich beschreibe 1968 als Epochenbruch der deutschen Gesellschaft in Richtung Egozentrik, Faulheit, Mittelmass. Es war eine gewaltige Zäsur. Wir leiden noch immer darunter. 1968 bestimmt unser Leben bis in die letzten Fasern: Staatsgläubigkeit, kryptosozialistische Versorgungssysteme, Selbsthass, Identitätsverlust.
Roger Köppel im Gespräch mit dem Bild-Chefredaktor Kai Diekmann in der WW42.07, Seite 62.
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