Es gibt einen tiefen kulturellen Widerstand gegen Multikulturalismus, insbesondere gegenüber nicht-europäischen Ausländern.Doudou Diène, Uno-Sonderberichterstatter gegen Rassimus, Intoleranz und Diskrimnierung.
Samstag, 30. Juli 2011
Multikultivorbehalte in der Schweiz
Mittwoch, 27. Juli 2011
staatliche Indoktrination zur Überblendung der Multikulti-Problematik?
Wir brauchen eine massive Erziehungs- und Aufklärungskampagne; schon in den Schulen müssen die Kinder lernen, was es heißt, in einer multikulturellen Gesellschaft zu leben. Und wir müssen unseren Politikern sagen: Hört auf, ständig auf Multikulti zu schimpfen. Ob es einem nun passt oder nicht: Wir leben in einer multikulturellen Gesellschaft, und ihr schadet ihr schwer, wenn ihr sie beschimpft.
Liz Fekete, Leiterin der Europaabteilung des Institute of Race Relations (IRR) in London im Interview von Andrea Dernbach auf Cicero
Dienstag, 26. Juli 2011
Norwegen-Massaker: Ohnmacht lähmt Aufarbeitung
Sein Gesicht war so emotionslos. Er wirkte wie einer, der einfach ein bisschen den Rasen mäht.
Dieses Kalkül, diese Kaltblütigkeit erschreckt viele. Sogar mehr als das, es stösst auf blankes Unverständnis, auf Schock, bewirkt bei vielen eine Ohnmacht.
Die einzige Kategorie, die auf den Massenmord in Norwegen passt, ist Wahnsinn.
Frankfurter Allgemeine
Gibt es angesichts der Unbegreifflichkeit der Mordtaten von Oslo und Utøya irgendeinen sinnvollen Gedanken, der über die ersten Reflexreaktionen hinausgehen kann? Irgendeine Forderung, nach was auch immer, schärferen Waffengesetzen, Aufklärungsarbeit gegen rechts, irgendetwas? Bitte. Irgendetwas, das wir tun können in Zukunft, damit wir uns diesem Wahnsinn nicht so hilflos ausgesetzt sehen? So hart es klingt: Leider wird das sehr schwierig sein.
"Kein Schutz vor Wahnsinn" in der Financial Times Deutschland
Es gehört zu den Tugenden eines Generalstabsoffiziers, auch in brutalsten und turbulentesten Situationen einen klaren Kopf zu behanlten. Dies sehe ich aktuell nur bei der Süddeutschen Zeitung als gegeben.
Anders Behring Breivik hinterlässt ein riesiges Manifest. Wer wissen will, warum diese Tat geschah, kann die Gründe erfahren. Breivik verfolgte die Jugendlichen auf kaltblütige Art, denn er brauchte möglichst viele Opfer, um seinem Manifest das Gewicht einer Botschaft zu geben, die niemand ignorieren kann. Die Arbeit, diesen Ernst zu verstehen, darf man sich nicht ersparen - denn dies war nicht die Tat eines Verwirrten.
"Mission Massenmord" Süddeutsche Zeitung
Breivik selber giert nach Öffentlichkeit. In seinem wirren, 1500 Seiten
langen Manifest hatte er angekündigt: Die Zeit nach einer möglichen Festnahme
will er als «Propagandaphase» nutzen. Vor dem Haftrichter wolle er die Motive
für den Kampf gegen den Multi-Kulti-Staat und die Marxisten öffentlich darlegen.
Sogar die Justiz ist gelähmt vom Ausmass dieser Tat: Sie verordnet ihm 8 Wochen Untersuchungshaft, vier davon in absoluter Isolation, weil immer noch eine Gefahr vom Täter ausginge.
Zuvor hatte der Richter entschieden, die Anhörung unter Ausschluss der Öffentlichkeit durchzuführen.
Sitzt der Täter hinter Gitter geht keine physische Gefahr mehr von ihm aus. Doch in der Ohnmacht, in der sich auch die Justiz befindet, stellen sie den Täter still, damit er seine Nachricht nicht öffentlich erläutern kann. Das ist feige: Wäre die Justiz und mit ihr unser ganzer Staatsapparat dermassen auf der richtigen Linie mit der aktuellen Politik, dürfte es ihr ein leichtes sein, die "wirren" Ideen von Breivik zu entkräften. Sie stellt sich diesem Diskurs nicht. Hoffentlich ist es lediglich eine vorübergehende Lähmungserscheinung und die Debatte wird noch stattfinden. Sie ist notwendig.
Mein Mandant verlangt kein Verständnis für die Taten. Er meinte, in 60 Jahren würde die Gesellschaft verstehen, was er getan hat. Er sagte, er befinde sich im Krieg.
Verteidiger Lippestad zur norwegischen Zeitung «Aftenposten»
Zitate zusammengstellt im Blick am Abend vom 25.07.2011, Seite 2-5.
Samstag, 19. März 2011
Binationale Kinder
[Binationale Kinder...] fühlen sich zerrissen zwischen zwei Kulturen, entwickeln Identitätsprobleme, leiden unter sprachlichen und schulischen Mankos, fühlen sich am Ende nirgendwo zugehörig.So sei es früher gewesen - heute ist alles anders, denn:
In Zeiten der Enttraditionalisierung gibt es kaum noch verbindliche Lebensmodelle.
Diese «Bikulturellen» sind die Kinder der Zukunft. Sie sind mehrsprachig, interkulturell geübt, flexibel, oft schon in jungen Jahren weit gereist. Anders gesagt: bestens gewappnet für eine globalisierte Welt, geprägt durch Mobilität, Migration, Multikulturalismus.Tendenziöser Artikel. Von den ca. 10 Beispielen waren zwei afrikanische mixes darunter - kein jugoslawischer Mix. Trotzdem traue ich lediglich zweien (US-CH- und China-CH-Mixes) die erhofften, projizierten Eigenschaften. Erkenntnisleitende Interessen...
David Signer in der NZZaS vom 06.03.2011, Seite 71.
Samstag, 25. Dezember 2010
grenzenlose Zuwanderung funktioniert nicht
Wir erleben, rasant, den Zusammenbruch der Multikulti-Ideologie in Europa. Es geht nicht um eingebildete Ängste und geschürte Ressentiments. Es ist ganz einfach so, dass eine einseitig auf Grenzöffnung und erleichterte Zuwanderung ausgerichtete Politik nicht funktioniert. Ihre Folgen sind seit längerem sicht- und spürbar in den Schulen, in den Sozialsystemen, in bestimmten Wohnquartieren.
Im Grunde gibt es eine einfache Regel für eine gute Ausländerpolitik: Zuwanderung in den Arbeitsmarkt ist gut und bringt Wettbewerb. Zuwanderung in die Sozialsysteme und in die Gefängnisse ist zwingend zu vermeiden.
Roger Koeppel in der WeWo41.10, Seite 5.
Samstag, 6. November 2010
aufgezwungenes Multikulti
Am Wochenende sagte Kanzlerin Merkel vor Delegierten der Jungen Union in Potsdam, «Multikulti» sei «absolut gescheitert». Immigranten müsse man nicht nur fördern, sondern auch fordern.
Ulrich Schmid in der NZZ vom 18.10.2010
Seit wenigstens fünfzehn Jahren insistiert der Westen darauf, dass im Balkan nur der multiethnische Staat eine Zukunft habe. Nach den Zerfallskriegen Jugoslawiens, die auch im Namen von ethnischen Leitkulturen geführt worden waren, trat der Westen auf den Plan. Mit den Abkommen von Dayton (1995), Ohrid (2001) und dem Ahtisaari-Plan (2007) wurden Bosnien-Herzegowina, Mazedonien und Kosovo Verfassungen vorgeben, welche die Multiethnizität zum bestimmenden Element des Staatsaufbaus machten.
Wenn westliche Politiker Sarajevo, Skopje oder Pristina besuchen, fehlt nie der Hinweis, die Einheimischen sollten die religiöse und ethnische Vielfalt ihres Landes nicht als Hypothek, sondern als wertvolles Gut betrachten.
Andreas Ernst in der NZZ vom 2X.10.2010, Seite 2.
Montag, 27. September 2010
Neukölln
Multikulti ist gescheitert.Heinz Buschkowsky, Bürgermeister von Neukölln.Parallelgesellschaft...ohne Integrationswillen...eine weitere verlorene Generation...Trainingsanzug...Turnschuhe...Nachhilfestunde...Problemviertel...muslimische Zuwanderung...Arbeitslosigkeit, Jugendkriminalität, mangelnde Bildung, fehlende Deutschkenntnisse...Schlägereien, Pöbeleien, Respektlosigkeit.Das Klima ist so gewalttätig, dass sich Polizei und Jugendamt oft scheuen, das deutsche Recht durchzusetzen.Café-Häuser mit Spielautomaten und Wettbüros für Pferderennen, vor denen dunkelhaarige Männer mit schwarzen Lederjacken angespannt auf ihre Wettzettel starren. Wenn das Hartz-IV-Geld ausbezahlt wird, herrscht hier Hochbetrieb.Neukölln: 305'000 EinwohnerDie Hälfte mit Migrationshintergrundbei den unter 18-jährigen: 80%.Die Hälfte der Schülerinnen und Schüler in Neukölln brechen die Schule sogar ab oder hören nach dem Ende der Hauptschule auf."Ich werde Hartzer." Wen erstaunt's? Ihre Väter sind Hartz-IV-Empfänger. Sie leben ihnen vor, dass man nicht schuften muss, um Geld zu erhalten.Mit Hartz IV und dem Kindergeld verdienen sie mehr als ein Professor an der Uni Beirut.MengelkochDeutsche Tugenden wie Fleiss, Pflichtbewusstsein und Leistungswille scheinen nichts mehr wert. Es ist diese bildungsferne Schicht, die Neukölln zu schaffen macht. Und: Genau diese Gesellschaftsschicht wächst.Statt am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen, ziehen sich ihre Mitglieder in hierarchischeund geradezu archaische Familienstrukturen zurück, wenden sich der Religion zu, leisten Schwarzarbeit.Die sagen uns: Deutschland ist schön, nur die Deutschen stören.Heinz Buschkowsky, Bürgermeister von Neukölln.Dass Bessergestellte das Quartier verlassen, belegen auch wissenschaftliche Studien. Die Folge ist klar: Die Ghettoisierung Neuköllns schreitet voran.Druck hat auch Buschkowsky angewendet, als er als erster Bürgermeister eine Frau in Burka eingebürgert hat. "Ich habe ihr gesagt, entweder nehmen Sie die Gardine weg, oder Sie werden nicht eingebürgert und können in Frieden mit Allah weiterhin Ausländerin sein", erzählt Buschkowsky. Die Frau habe es sich gut überlegt und am Ende die Burka für die Einbürgerung abgelegt. Ein kleiner Sieg.Gordana Mijuk in der NZZaS vom 19.9.10, Seite 24f.
Donnerstag, 13. Mai 2010
Immigration entfremdet eigene Identität
Protest gegen den steten Zustrom von Ausländern unter dem Deckmantel der Asylsuche, eine Antwort auf den islamistischen Terror, (...) häufig illegale Immigranten (...) belastet in den Zuwanderungsländern die Infrastruktur, deren Ausbau von den Steuerzahlern berappt werden muss.Innerhalb der Gesellschaften machte sich ein multikultureller Relativismus nach dem Motto «Leben und leben lassen» breit.Wer sind wir? Welche Werte sind wichtig? Welche geschichtlichen Ereignisse zentral? Wie drücken wir den Stolz auf das eigene Land aus? Wo endet die Toleranz?
«Wer sind wir?» primär in der Negation gegeben wurde: «Das sind wir nicht.» Der Immigrant bildete die perfekte Folie, um sich vom andern abheben zu können.
Felix E. Müller in der NZZaS vom 9.5.10, Seite 17.
Samstag, 26. Dezember 2009
Migration zerstört Frankreich
Der Rechte tritt ohne Wenn und Aber für Assimilation ein die Einwanderer werden durch die staatliche Maschinerie zu Franzosen «gemacht». Die Linke propagiert kulturelle und ethnische Differenzierung, allgemeinverständlich «multikulti», aber auf der Basis der französischen Identitätskarte. Franzose ist, wer eine besitzt. Der Rest ist Schweigen, Überfremdung gibt es nicht.Bekenntnis zu einer bestimmten Form der Zivilisation, ihren Werten und Sitten folgend. (...) Wer das Spirituelle mit dem Irdischen verquicke, habe hier nichts zu suchen.
Hansrudolf Kamer in der WW49.09, Seite 18.
Montag, 21. Dezember 2009
Integration: „Koalition der Lösung“
Die erwähnte Koalition möchte den bestehenden Weg weiter gehen und ausbauen: nationales Integrationsgesetz, mehr Sprachkurse und Integrationsvereinbarungen. Obwohl letzteres ein „nützliches und kostensparendes Instrument“ ist (Thomas Kessler) dürfte es viel zu defensiv angewandt werden.
Der Multikulti-Weg ist am mangelnden Integrationswillen der Migranten gescheitert. Es ist Zeit klare Grenzen zu ziehen.
Soziale und kulturelle Konflikte können nicht durch Verbote und Diskriminierungen gelöst werden.Doch, und zwar bei der Einwanderungspolitik.
Navid Kermani in der NZZaS vom 13.12.09, Seite 22f.
Mittwoch, 14. Oktober 2009
Geri Müllers kultureller Relativismus
Einmal trat Müller als Schaf verkleidet im Nationalrat ans Rednerpult. Dann verpasste er einen Termin beim deutschen Finanzminister Steinbrück. Als APK-Präsident nahm er an zwei Anti-Israel-Demonstrationen teil.Zu seinem multikulturellen Verständnis:
Statt sich auf dem blauen Weg ums Militär zu drücken, geht er den aufrechten Weg ins Gefängnis.
Dieser Ansatz des kulturellen Relativismus birgt die ständige Gefahr, dass aus dem Verstehen inhaltliches Verständnis, ja Einverständnis wird.
Pascal Hollenstein in der NZZaS vom 13.09.09, Seite 13.
Dienstag, 14. Juli 2009
Multikulti und Kulturverweigerer
Die so genannten Ehrenmorde an jungen Türkinnen oder die Prozesse gegen islamische Hassprediger zeigten zudem drastisch auf, dass mitten in den europäischen Gesellschaften Leute leben, welche die geltende Rechtsordnung nicht anerkennen: Beim Prozess gegen den "Kalifen von Köln" zum Beispiel erklärten eingebürgerte deutsche Muslime unverblümt, dass für sie im Zweifelsfall nicht das Grundgesetz, sondern die Scharia massgeblich sei.
Bis vor kurzem war es vor allem für linke und grüne Politiker tabu, von Immigranten eine Anpassung an unsere Gesellschaft zu fordern. Es galt der politisch-korrekte Imperativ des Multikulti.
Balz Spörri in der SonntagsZeitung vom 2. April 2006, Seite 19.
Montag, 9. Februar 2009
entfremdete Amerikaner in den USA
Im Jahr 2042 werden die Weissen zum ersten Mal eine Minderheit sein [in den USA]. Schwarze, Asiaten und vor allem die rasant wachsende ethnische Gruppe der Hispanics stellen in Zukunft in Amerika die Mehrheit. Der amerikanische Prototyp, weiss, protestantisch, patriotisch, angelsächsisch, hat ausgedient. „Joe the Plumber“ ist nicht mehr.
Sacha Batthyany über einen Bericht des US-Zensus vom August 2008.
Weisse Kinder empfinden heute ihre Hautfarbe als Nachteil. Wer cool sein will, ist schwarz oder am besten ein bisschen von allem, kein Wunder, imitieren weisse Kinder den Slang und den Habitus ihrer schwarzen Mitschüler. Man nennt sie Wiggers, „white niggers“, sie wohnen in weissen Vororten, doch lieber wäre ihnen, sie kämen aus Harlem.
Und sie hören nicht etwa Country-Musik oder Folk, sondern Hip-Hop. Einst die Musik einer schwarzen Subkultur, ist Hip-Hop in den letzten 30 Jahren zur alles dominierenden Jugendkultur geworden und beeinflusst nicht nur die Art zu tanzen oder sich zu kleiden, sondern die Haltung ganzer Generationen.
„Frühere Generationen von Immigranten“, sagt [Miss Ruth], „Italiener, Polen, Russen“, die hätten sich gut integriert, die waren stolz, in den USA ein neues Leben zu beginnen, „doch heute bleiben alle unter sich“, die Koreaner in Queens, die Mexikaner in Kalifornien, die Kubaner in Miami, „sie lernen nicht einmal Englisch, […] sie wollen unsere Flagge nicht, sie wollen nur unser Geld.“
Sacha Batthyany in der NZZaS vom 8.2.09, Seite 70f.
Donnerstag, 11. Dezember 2008
Rassismuskommission: zeitgemässe Inquisition
Seit einigen Jahren wacht die Eidgenössische Rassismuskommission über die rechtgläubige Auslegung multikultureller Dogmen. Diese zeitgemässe Form der Inquisition treibt mitunter sonderbare Blüten. So steht jeder Versuch schweizerischer Identitätswahrung unter Generalverdacht, während Zugewanderte ideologischen Heimatschutz geniessen. Auch dann, wenn es um offenen Nationalismus oder Gebräuche geht, die sich mit unseren Konventionen schwer vertragen.
"Wollen Muslime Schläge?" von Christoph Mörgeli in der WW38/03
Montag, 27. Oktober 2008
integriert, nicht nebeneinander
Der Multikulturalismus ist gescheitert, weil er eine Philosophie des Nebeneinanders war ud keine Antwort auf die Frage gab: Wie leben wir zusammen?
Integration bedeutet gegenseitige Einmischung, nicht friedliche Koexistenz.
Wir leben heute im Zeitalter der Konfrontation, und das ist gut so.
Konflicte sind also manchmal produktiv, sie können eine Gesellschaft schneller weiter bringen.
Paul Scheffer im Interview mit Eugen Sorg und Peer Teuwsen in der WW43.08, Seite 54.
Freitag, 26. September 2008
2 Arten Einwanderer
Unqualifizierte Einwanderer, z.B. aus dem Balkan, Wirtschaftsflüchtlinge: Schlechter Lohn, niedriger Beitrag zum Sozialsystem. Oft Familiennachzug mit der Absicht des längeren Verbleibens auch bei schlechterer Konjunktur. Leben in einem eigenen Kulturkreis innerhalb der Schweiz: Importierte Integrationsprobleme. Aufgrund der eigenen Perspektivenlosigkeit grosse Versuchung, das System auszunützen (80% Ausländer in den Gefängnissen, 40% bei den Sozialversicherungen, bei gut 20 % überhaupt). Grosse Belastung für die Schweiz.
Dienstag, 9. September 2008
"Klassendisziplin"
Aber in der offenen Gesellschaft gibt es ein Leiden: Es ist schwierig geworden, unter sich zu bleiben, Abstand zu anderen wahren zu können, zeitweise wenigstens, um die eigene Zugehörigkeit ungestört zu erfahren. Und sei es ganz banal in der 1. Klasse der Eisenbahn. Wir sind ungleich, als Personen, als Stamm, als Klasse. Diese Tatsache verlangt Respekt. Es ist bestimmt viel günstiger für die Humanität der Gesellschaft, wenn die Unterschiede gepflegt sind. Wie können sie sonst geachtet werden? Wie entwickelt sich sonst die Selbstverständlichkeit gegenüber der eigenen Klasse? Multikulti versucht die Unterschiede wegzuschwatzen, statt sie zu tolerieren.
Jost Auf der Maur in der NZZaS vom 7.9.08, Seite 83.
Montag, 30. Juni 2008
Johnson against political correctness
Toleranz, so scheint es, ist nicht bloss eine Mode, sondern ein politischer Imperativ - gerade im bunten London.Londons Bürgermeister Boris Johnson lehnt sich gegen diese Auswüchse der politischen Korrektheit und der "Multikulti-Bürokratie" auf.
...er mokiert sich eloquent über die Vergeudung kostbarer Polizei-Resourcen. Im selben Geiste hat der blonde Bürgermeister auch öffentlich darauf verzichtet, einen Velohelm zu tragen. Johnson hat die Frauen-Beauftragte im Rathaus abgeschafft und dekretiert, dass das sommerliche "Rise"-Festival nicht mehr der Bekämpfung des Rassismus gewidmet werden solle, sondern schlicht dem Vergnügen.
Martin Alioth in der NZZaS vom 29.6.08, Seite 6.
Freitag, 4. April 2008
Das Hip-Hop-Milieu
Die goldene Hip-Hop-Regel: Man schildert missliche Dinge, die man als Angehöriger einer sozial benachteiligter Minderheit erfährt.ma meuf, ma banlieue, ma solitude, ma haine, wie Stress rapt.
Seine angestammten Fans: viele darunter Ausländer und arbeitslose Secondos.
Zur Befindlichkeit des Landes befragt, antwortete er dem Tages-Anzeiger: «Es gibt weniger Sicherheit, mehr Multikulturalität und mehr Gewalt. Das Leben ist verwirrend geworden.» Die Antwort des Journalisten: «Jetzt tönen Sie wie ein SVP-Vertreter», fand Stress nicht lustig.Das gleiche in den USA. Darf ich jetzt nie mehr Hip-Hop hören, weil ich mich damit automatisch mit sozial benachteiligten Minderheiten sympathisieren würde?
Franziska K. Müller in der WW14.08, Seite 40ff.