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Dienstag, 23. August 2011

Selbstwahrnehmung von Politikern

Narzismus und Realitätsverlust: Der "Höhenrausch" gemäss Jürgen Leinemann


…wenn Politiker abheben, wenn sie denken, die Einladungen als Ehrengast gälten
ihrer Person und nicht dem Amt, wenn sie Privilegien vollständig in ihr privates
Leben integrieren.

Einflussfaktoren auf die Wirkung eines Politikers am TV – gemäss Kommunikationsexperten:



  • 7% Worte und Aussagen

  • 38% Stimme

  • 55% Aussehen, Gesten, Mimik und Körperhaltung

    Wäre ich nicht gewesen, hätte ein anderer meine Arbeit getan. Es ist wie in einem Theater: Der Text und die Handlung sind vorgegteben, die Rollen werden immer wieder neu besetzt. Einige spielen ihre Rolle gut, aber wenn sie nicht mehr da sind, übernimmt sie ein anderer.
    Markus Notter

    Michael Furger in der NZZaS vom 21.08.2011, Seite 28f.

Dienstag, 3. Mai 2011

eingebildete Frauen führen zu Asymmetrie

Eine vor zwei Monaten im Fachblatt Journal of Personality and Social Psychology veröffent¬lichte Studie besagt, dass Frauen an Gelegenheitssex grundsätzlich genauso viel Interesse haben wie Männer. Ausschlaggebend, ob es dazu kommt, sind nach Aussagen der Forscher die sexuellen Fähigkeiten, die Frauen und Männer dem potenziellen Gegenüber zutrauen. Und da ist es mit der Gleichberechtigung auch schon wieder vorbei: Frauen winken sehr viel öfter ab als Männer, weil sie sich für intelligenter, erfolgreicher und sexuell geschickter halten als den Mann, der sich anbietet. Mit anderen Worten: schlechte Aussichten auf Vergnügen.

Beatrice Schlag in der WeWo17.11, Seite 30ff.

Montag, 28. März 2011

Glücklich mit Kindern durch Selbstbetrug

Denn Kinderkriegen, so meinen sie den Beweis erbracht zu haben, ist irrational und unvernünftig und funktioniert nur über Selbstbetrug.

Daraus folgerten die Forscher, dass jene, die dumm genug sind, 190′000 in eine so unsicheres Gut wie Kinder zu investieren, das Elternglück umso mehr idealisieren. Klassische Kompensation. Was teuer war, muss schön geredet werden, so der Schluss der Forscher.

Ich weiss nicht. Hat eigentlich irgendwer behauptet, Kinder machen glücklich? Das tun sie nicht. Sie foltern einen mit Schlafentzug, sie nerven, sie zwingen einem ein geregeltes Leben auf und berauben einen der so hoch geschätzten individuellen Freiheit. Sie machen spiessig, sie belasten die Beziehung und bringen dich dazu, dich von deiner eigenen Liebe zu ihnen versklaven zu lassen. Und manchmal macht einen dieser Stress beinahe wahnsinnig.

Eine Studie des Max-Planck-Instituts für Demografische Forschung und der University of Pennsylvania hat nämlich herausgefunden, dass der Glückseinbruch durch Kinder nur junge Eltern betrifft. Ab dem vierzigsten Lebensjahr ist glücklicher, wer Nachwuchs hat, im Grosselternalter bedeuten mehr Kinder mehr Glück.

Michèle Binswanger

Donnerstag, 13. Mai 2010

Immigration entfremdet eigene Identität

Protest gegen den steten Zustrom von Ausländern unter dem Deckmantel der Asylsuche, eine Antwort auf den islamistischen Terror, (...) häufig illegale Immigranten (...) belastet in den Zuwanderungsländern die Infrastruktur, deren Ausbau von den Steuerzahlern berappt werden muss.

Innerhalb der Gesellschaften machte sich ein multikultureller Relativismus nach dem Motto «Leben und leben lassen» breit.

Wer sind wir? Welche Werte sind wichtig? Welche geschichtlichen Ereignisse zentral? Wie drücken wir den Stolz auf das eigene Land aus? Wo endet die Toleranz?

«Wer sind wir?» primär in der Negation gegeben wurde: «Das sind wir nicht.» Der Immigrant bildete die perfekte Folie, um sich vom andern abheben zu können.

Felix E. Müller in der NZZaS vom 9.5.10, Seite 17.

Der Mann als weibliches Produkt

Sie sprechen in Ihrer Forschung von den neuen „Muttersöhnchen“. Die sind das Gegenteil des angepassten Mannes, tragen zum häuslichen Frieden aber trotzdem nicht bei. Wen meinen Sie damit genau?
Meine Forschung hat gezeigt, dass jede fünfte Mutter ihren Sohn eigentlich zu einer besseren Ausgabe ihres Ehemannes oder Lebenspartners erzieht. Der Sohn muss weiblichen Ansprüchen gerecht werden und wird gleichzeitig zu ihrem Verbündeten. Er tröstet die Muter über den unzufriedenen Partner, der sein Vater ist. Er weiss genau, wie man mit einer Frau umgehen muss, denn von den Erwartungen seiner Mutter wurde er geformt, damit sie nicht unzufrieden ist, sich nicht vernachlässigt fühlt. Werden solche Männer erwachsen, legen sie ein gegenteiliges Verhalten an den Tag. Die Instrumentalisierung durch die Mutter bringt es mit sich, dass sie tendenziell keine Kritik durch ihre Partnerinnen zulassen und ihre Frauen nicht als gleichwertige Partnerinnen wahrnehmen können.

  • Wenn die Männer den weiblichen Ansprüchen und den Vorstellungen von Pflichterfüllung nicht entsprachen, waren auch die Chancen auf Sex und Nachwuchs gering.
  • Die Anerkennung der Frau, seit je der männliche Motor, um Dinge zu tun, die er eigentlich nicht tun will.
  • Das Selbstbild der Männer hängt erheblich von der dauerhaften weiblichen Kritik an ihnen ab.

--> der Profeminist: Die Kritik der Frauen ist berechtigt, also kann ich als Mann nur dann sinnvoll und moralisch sein, wenn ich mache, was die Frauen von mir erwarten.

Die Väter verlassen ihre Familien eher zögerlich, vielfach erst nach langen aufreibenden Auseinandersetzungen über die Besuchsregelung für die Kinder.
Gerhard Amendt im Interview mit Franziska K. Müller und Peter Rigaud in der WeWo15.10, Seite 48ff.



Zufriedenheit der Frau ist Aufgabe des Mannes?
Vielleicht sind die Ehefrauen und Partnerinnen aus gutem Grund unzufrieden?
Das kann nur sagen, wer Zufriedenheit als ständige Gabe von Männern erwartet. Unzufriedenheit ist Ausdruck von Konflikten. Die muss man eben gemeinsam lösen. Klar, die Männer machen Fehler wie die Frauen. Aber wer einen Schuldigen für alle Missstände sucht, der hält sich weder mit kritischer Selbsterforschung noch mit der Suche nach Konfliktlösungen auf.

Freitag, 19. Februar 2010

Verhältnis Frau-Busen

Der Busen ist der wunde Punkt der Frau. Dort stülpen sich Unsicherheiten im weiblichen Selbstverständnis, Zweifel und Ängste im Umgang mit dem anderen Geschlecht quasi nach aussen. Er ist das einzige Organ, bei dem man miterlebt, wie es wächst. «Brüste», schreibt Ephron in ihrem Aufsatz, «haben mehr mit Frauwerden zu tun als alles andere.» Das Verhältnis der Frau zu ihrem Busen ist so intim wie fragil. Das hat auch damit zu tun, dass er seit jeher als Projektionsfläche dient: Brüste sind ebenso zur christlichen Mystifizierung in der Darstellung der stillenden Maria geeignet wie zur Ankurbelung des Pornogeschäfts. Die Brust steht als sprudelnde Milchquelle für Leben, sie ist aber auch Herd tödlicher Krebsgeschwüre. Sie verkörpert Sex in all seinen Facetten, steht aber auch für Brutpflege und Mutterpflichten.
Doch eigentlich sitzt im Busen die weibliche Potenz. Davon zeugen die Brustfetische früher Kulturen: vielbrüstige Gottheiten oder solche mit grotesk überdimensionalen Brüsten.
Andrea Schafroth im Magazin 2010-6

Donnerstag, 28. Mai 2009

Das Selbstporträt: ein Dokument der Introspektion

[Heute ist die Digitalkamera auch ein erweiterter Spiegel.] Das Instant-Selbstporträt ist die Hightech-Version des pubertären Dressing-up-Spiels.

[Vor allem Teens und Twens posieren meist in den eigenen vier Wänden vor der eigenen Kamera.] Das eigene Zimmer war immer schon ein Ort des Rückzugs, ein Ort, an dem Identitäten probeirt und wieder abgelegt wurden.
Kathryn Montgomery, Professorin für Kommunikation an der American University in Washington D.C.

Die Türen aufgestossen hat eine Generation, die mit "Big Brother" aufgewachsen, mit öffentlicher Selbstvermarktung imprägniert worden ist. Im Kinderzimmer verkleidet und entkleidet sie sich für die ganze Welt.
Nicole Althaus im Facts 21/06