Eine vor zwei Monaten im Fachblatt Journal of Personality and Social Psychology veröffent¬lichte Studie besagt, dass Frauen an Gelegenheitssex grundsätzlich genauso viel Interesse haben wie Männer. Ausschlaggebend, ob es dazu kommt, sind nach Aussagen der Forscher die sexuellen Fähigkeiten, die Frauen und Männer dem potenziellen Gegenüber zutrauen. Und da ist es mit der Gleichberechtigung auch schon wieder vorbei: Frauen winken sehr viel öfter ab als Männer, weil sie sich für intelligenter, erfolgreicher und sexuell geschickter halten als den Mann, der sich anbietet. Mit anderen Worten: schlechte Aussichten auf Vergnügen.
Beatrice Schlag in der WeWo17.11, Seite 30ff.
Dienstag, 3. Mai 2011
eingebildete Frauen führen zu Asymmetrie
Donnerstag, 31. Dezember 2009
Manager und Gefühle
Kein Manager, den ich kennengelernt habe, war dumm. Manche waren durchaus sympathisch. Aber bei allen hatte ich das Gefühl einer emotional schmalen Bandbreite, gerade bei den "erfolgreich" agierenden. Die Gefühle der Manager wirkten auf mich immer begrenzt und zielgerichtet. Seltsam kanalisiert. (...) Es werden aussschliesslich Gefühle zugelassen oder gefördert, die ökonomischen Nutzen bringen.
Urs Widmer im Interviewvon Gabriela Weiss und Daniel Hug in der NZZaS vom 27.12.09, Seite 33f.
Dienstag, 14. Juli 2009
Postfeminismus
Es ist geradezu paradox: Die weiblichen Singles in den Dreissigern gehören zur ersten Generation von Frauen, die alles dürfen, wofür ihre Mütter und Grossmütter gekämpft haben: wählen, studieren, verhüten, alleine am Tresen einer Bar ein Bier trinken, abtreiben, Karriere machen. Doch gerade das, worauf sie heute nicht mehr angewiesen sind, fehlt offenbar zu ihrem Glück: ein Mann, eine Familie. Die Frauen sind selbständiger, unabhängiger geworden und dadurch offenbar auch einsamer. Die Emanzipation frisst ihre Kinder.
Auch Natascha T. kann sich sehr genau an die Losung erinnern, welche die frauenbewegten Mütter den Mädchen einimpften: «Kind, lern was Anständiges, damit du nie von einem Mann abhängig wirst.» Brav haben die Töchter sich an das gutgemeinte Rezept gehalten, um heute zu erkennen, dass die Einsamkeit der Preis der Freiheit ist.
Nicole Althaus und Bettina Weber in der WW22.09, Seite 30.
Montag, 3. November 2008
Marina Berlusconi
Dabei hat Marina Berlusconi keinen Hochschulabschluss. Erst versuchte sie ihr Glück mit Jura, dann mit politischen Wissenschaften. Die Universität langweilte sie. Sie jobbte lieber in Mailänder Boutiquen. Dann erhielt sie eine Ausbildung ganz besonderer At. Mit Bleistift und Block in der Hand blickte sie Topmanagern ihres Vaters über die Schulter. "Dieses Training war besser als ein Master in Harvard", sagte sie später. Huete gehört Marina Berlusconi zu den 50 mächtigesten Wirtschaftsführerinnen der Welt. Auf der anerkannten "Forbes"-Rangliste steht sie auf Platz acht.
Patricia Arnold in der NZZaS vom 2.11.08, Seite 7.
Sonntag, 7. September 2008
Unabhängigkeit Bayerns
Von 1950 bis 1986 erhielt das arme, landwirtschaftlich geprägte Bayern satte 3,4 Milliarden Euro aus dem bundesdeutschen Länderfinanzausgleich. Erst in den Folgejahren änderte sich das fundamental. Von 1987 bis 2004 musste das Land aufgrund seines enormen Erfolgs 14,3 Milliarden Euro in den Ländertopf zurückzahlen.
Roland Berger
Wir Bayern stehen im übrigen zu Deutschland wie zu Mutter und Vater - auch die muss man irgendwann verlassen, um auf eigenen Füssen stehen zu können. Insbesondere dann, wenn die Familienbande - hier die Organisationsstruktur eines Bundesstaates - wie eine Bleiweste auf den eigenen Möglichkeiten lastet.
Peter Gauweiler, CSU
Entsprechend unseren gemeinsamen Interessen und wirtschaftlichen Standards wäre es für Bayern sinnvoll, mit den beiden anderen Alpenländern Schweiz und Österreich eine Konföderation zu gründen. (...) Eine solche Konföderation hat enorme strategische Vorteile (...) Die drei reichsten Staaten Europas können dank ihrer geographischen Lage die Alpenpässe und -transversalen kontrollieren und damit entscheidenden Einfluss auf Handel und Wirtschaft in Europa ausüben. (...) wirtschaftliche Anziehungskraft (...) Damit (...) würde die Alpen-Konföderation über eine nicht unerhebliche Machtstellung in Europa verfügen. (...) Die Konföderation könnte einen wichtigen Beitrag zur Stabilität unseres Kontinents leisten.
Albert A. Stahel
Dienstag, 27. Mai 2008
5 Persönlichkeitsdimensionen
- emotionale Stabilität
- soziale Orientierung: Geselligkeit mögen, gute und enge Freundschaften aufbauen, sich durchsetzen und auch andere führen können --> eng an ein aktives Leben und ehrgeizige Ziele gekoppelt
- Offenheit gegenüber neuen Erfahrungen
- Umgänglichkeit/soziale Kompetenz
- Gewissenhaftigkeit: Fleiss, Verantwortungsbewusstsein und Verlässlichkeit, vorausschauende Planung
Kinder, die glauben, dass sie ihre Leitung und Intelligenz durch Anstregung beeinflusse können, sind schulisch wesentlich erfolgreicher als die, die an blosse Begabung glauben.
Ulrike Stedtnitz in der NZZaS vom 25.5.08, Seite 25.
Dienstag, 8. April 2008
Träger des Erfolgs
Bei Banken erfreuen sich die Banker umfangreicher Boni, wenn das Geschäft gut läuft. Läuft es schlecht, springt die Notenbank ein (--> Geldspritze, tiefere Zinsen, Inflation, Teuerung, welche schlussendlich den Konsumenten treffen).
"Damit sollen Gewinne privatisiert und Verluste sozialisiert werden."Das Gegenteil bei der Post, der SBB und der Swisscom. Diese Staats- bzw. gemischtwirtschaftlichen Betriebe werden durch gesetzliche Monopole vor dem Wettbewerb geschützt. Läuft das Geschäft gut, darf das Management einen erfreulichen Gewinn ausweisen (als ob dies auf ihr besseres Wirtschaften zurückzuführen sei...). Erreichen diese Betriebe nicht die schwarze Null, springt der Staat (bzw. der Steuerzahler) ein.
Von den Kantonalbanken, welche sich aufgrund ihres Wesens auf eine Staatsgarantie verlassen können, hört man höchst selten solche Ansprüche. Die Staatsgarantie wirkt heute in unterschiedlich starker Ausprägung an anderen Orten.
Freitag, 4. April 2008
Frauen, Männer und Ausraster
Mit zwanzig habe ich auch noch den Fehler gemacht, Frauen vor allem beibringen zu wollen, wie toll ich bin. Dabei muss man, will man Erfolg haben, Frauen einfach nur zuhören, kein Freak sein und sie zum Lachen bringen. Nein, es braucht wenig, um Frauen zu gefallen.
Frauen sind in der Wahl ihrer Sexualpartner sorgfältiger als Männer, das ist unbestritten. Frauen sind sachlicher, Männer romantischer. Und Männer sind in Liebessachen weniger vom Verstand gesteuert als Frauen. Männer neigen dazu, durchzudrehen, was im schlechten Fall zu Sexualverbrechen, im besseren Fall zu Liebeslyrik führt.
Peter Stamm im Interview mit Peer Teuwsen in der WW14.08, Seite 54.
Freitag, 14. Dezember 2007
TV-Quoten-Rekord auf SFDRS
Die rund 100minütige Sendung aus dem Nationalrats-Saal am Morgen hatte gemäss Telecontrol einen Marktanteil von durchschnittlich 88 Prozent. Das ist ein historischer Rekord in der Geschichte des Fernsehens in der Schweiz. Noch nie, seit Marktanteile gemessen werden, hatte eine Fernsehsendung einen so hohen Marktanteil wie die Bundesratswahl von gestern. In absoluten Zahlen waren es 528 000 Zuschauerinnen und Zuschauer. Kurz nach 8 Uhr, als Eveline Widmer-Schlumpf Annahme der Wahl erklärte, waren es fast 800 000.Ich kann da nur gratulieren. Das Schweizer Fernsehen ist ihrer Pflicht hervorragend nachgekommen: Die Bundesratswahlen sind sehr spannend, v.a. wenn es solche Verzögerungen gibt. Um meiner Abneigung gegenüber Fussball auch hier noch ein Ohr zu verleihen: Fussball bringt sowas niemals hin.
Ueli Haldimann im Chefredaktor-Blog.
Montag, 26. November 2007
FDP-Vorarbeit für den SVP-Erfolg
Die FDP macht eine intelligente Analyse und trifft richtige Entscheide, distanziert sich aber wieder von diesen Grundsätzen, wenn sie konkret und hart umgesetzt werden sollten. Und was passiert? Dann kommt die SVP, macht mit den gleichen Foderungen Politik - und schlägt uns überdies unsere eigenen Beschlüsse um die Ohren.
Filippo Leutenegger im Interview mit Urs Paul Engeler und Markus Somm in der WW47.07, Seite 54.
Montag, 27. August 2007
Greis boykotiert Weltwoche
Weil es der Weltwoche gelingt, beim urbanen Mitte-links-Publikum die Ideen der SVP salonfähig zu machen. (...) Und das macht sie erfolgreich.
Greis im Interview mit Peer Teuwsen in der WW34.07, Steite 10.