- Erziehung: Das Hef in der Hand, sein Ding durchziehen
- Integration: Kinder werden nicht mehr stigmatisiert
- Gesellschaft: Gefragt auf dem Beziehungmarkt
- Schule: Locker im Gespräch
- Arbeit: Antrieb zu Höchstleistungen, finanziell auf eigenen Beinen
- Anerkennung: Des Lobes voll, immenser Respekt und Anerkennung
- Wohnen: Angebote noch und noch, Sympathie- oder Mitleidsbonus, zuoberst auf der Warteliste
- Sex: Ab in die Kiste...
- Wochenende: Zur freien Verfügung
- Der Alte: Gute Beziehung zum Ex
- Der Neue: Ein Freund fürs Leben, irgendwann will jede Single-Mutter wieder in Feste Hände
- Kinder: Unkompliziert und selbstständig, flexibler, reifer und hilfsbereiter
- Krippe/Hort: ein Krippenplatz garantiert, zu günstigeren Konditionen
- Alltag: Action statt Langeweile, abwechslungsreich
- Verwantschaft: Bleibende Bande
Donnerstag, 26. November 2009
super Single-Mütter
Dienstag, 14. Juli 2009
Postfeminismus
Es ist geradezu paradox: Die weiblichen Singles in den Dreissigern gehören zur ersten Generation von Frauen, die alles dürfen, wofür ihre Mütter und Grossmütter gekämpft haben: wählen, studieren, verhüten, alleine am Tresen einer Bar ein Bier trinken, abtreiben, Karriere machen. Doch gerade das, worauf sie heute nicht mehr angewiesen sind, fehlt offenbar zu ihrem Glück: ein Mann, eine Familie. Die Frauen sind selbständiger, unabhängiger geworden und dadurch offenbar auch einsamer. Die Emanzipation frisst ihre Kinder.
Auch Natascha T. kann sich sehr genau an die Losung erinnern, welche die frauenbewegten Mütter den Mädchen einimpften: «Kind, lern was Anständiges, damit du nie von einem Mann abhängig wirst.» Brav haben die Töchter sich an das gutgemeinte Rezept gehalten, um heute zu erkennen, dass die Einsamkeit der Preis der Freiheit ist.
Nicole Althaus und Bettina Weber in der WW22.09, Seite 30.