Ihr Schicksal war in vielen Fällen hart. Was ihnen widerfuhr, entspricht nicht unbedingt aktuellen Vorstellungen eines kindgerechten Lebens. Dennoch wirkt der nachgereichter moralische Eifer schal. Wofür werden die damaligen Behörden verdammt? Weil sie Kinder von meist armen Eltern, die als nicht fähig erachtet wurden, den Nachwuchs angemessen zu ernähren und zu erziehen, in Pflegefamilien unterbrachten - nicht zum Spielen, sondern zum Arbeiten. Oft handelte es sich um Waisen oder Scheidungskinder, die keine elterliche Obhut mehr hatten. Sie sollten der Allgemeinheit nicht zur Last fallen, sondern lernen, sich selber durchs Leben zu schlagen. Kein unvernünftiger Grundsatz.
Philipp Gut in der WeWo45.11, Seite 11.
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Sonntag, 13. November 2011
Verdingkinder
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Verdingkinder
Dienstag, 19. Oktober 2010
Anreize zur Sterilisation
Eine umstrittene Organisation aus den USA hat einem drogensüchtigen Briten 200 Pfund bezahlt, damit sich dieser sterilisieren liess. Hinter dem Angebot steht die Vereinigung Project Prevention. Die Organisation will verhindern, dass mögliche Kinder drogenabhängiger Eltern psychisch und körperlich unter den Folgen der Sucht leiden.Das dürfte wohl die günstigste Lösung sein. Und ruft man sich Idiocracy in Erinnerung, ist es auch moralisch gerechtfertigt - also nicht nur legal, sondern auch legitim.
20min vom 19.10.2010
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Dienstag, 26. Mai 2009
Dienstag, 9. Dezember 2008
unfriendly takeover der Sozis
Die Despotie beginnt auf leisen Sohlen. An kleinen Staatswesen lässt sich studieren, wie der Point of no Return überschriten wird. In Basel-Stadt, wo der Kanton 20'000 Arbeitsplätze bei 185'000 Einwohnern bietet, lebt faktisch die Hälfte der Stimmbürger von der öffentlichen Hand. Hinzu kommt die Anziehungskraft solcher Gemeinwesen für Sozialbezüger, die den Trend an der Urne unterstützen. (...) In Deutschland scheint sich die Waagschale bereits grossflächig auf diese Seite gesenkt zu haben.
Peter Ruch in der NZZaS vom 7.12.08, Seite 21.
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Montag, 8. Dezember 2008
Sozialhilfe - 60% Eigenverschulden
60 Prozent der Sozialhilfeempfänger haben etwas mit der Erwerbstätigkeit oder mit dem Status von Alleinerziehenden zu tun. Dies ist aus ökonomischer Sicht deshalb zentral, weil hier das individuelle Verhalten eine grosse Rolle spielt. Oder anders gesagt: Erwerbslosigkeit und Alleinerziehung wurden anders als Geburtsgebrechen oder Schicksalsschläge von den Betroffenen bewusst «gewählt». In der Altersgruppe zwischen 18 und 25 Jahren wurden über 1000 Einheimische und 750 Ausländer finanziell unterstützt, verglichen mit 48 Schweizern und 67 Ausländern über 65! Gerade bei den jungen Erwachsenen besteht die Gefahr, dass sie mit der Sozialhilfe in eine mentale und finanzielle Falle gelockt werden, aus der sie sich später nur schwer wieder befreien können.Eine bewusste Entscheidung, der Gesellschaft zur Last zu fallen - und "wir Sozialen" ermöglichen dieses asoziale Verhalten auch noch!
Silvio Borner über das Jahrbuch 2008 über Sozialhilfe der Stadt Basel in der WW33.08, Seite 18.
Sonntag, 7. September 2008
Unabhängigkeit Bayerns
Folgende Beiträge wurden im GEO Spezial über Bayern vom Juni/Juli 2005 publiziert. Sie sind aus der hypothetischen Perspektive eines unabhängigen Bayerns formuliert.
Von 1950 bis 1986 erhielt das arme, landwirtschaftlich geprägte Bayern satte 3,4 Milliarden Euro aus dem bundesdeutschen Länderfinanzausgleich. Erst in den Folgejahren änderte sich das fundamental. Von 1987 bis 2004 musste das Land aufgrund seines enormen Erfolgs 14,3 Milliarden Euro in den Ländertopf zurückzahlen.
Roland Berger
Wir Bayern stehen im übrigen zu Deutschland wie zu Mutter und Vater - auch die muss man irgendwann verlassen, um auf eigenen Füssen stehen zu können. Insbesondere dann, wenn die Familienbande - hier die Organisationsstruktur eines Bundesstaates - wie eine Bleiweste auf den eigenen Möglichkeiten lastet.
Peter Gauweiler, CSU
Entsprechend unseren gemeinsamen Interessen und wirtschaftlichen Standards wäre es für Bayern sinnvoll, mit den beiden anderen Alpenländern Schweiz und Österreich eine Konföderation zu gründen. (...) Eine solche Konföderation hat enorme strategische Vorteile (...) Die drei reichsten Staaten Europas können dank ihrer geographischen Lage die Alpenpässe und -transversalen kontrollieren und damit entscheidenden Einfluss auf Handel und Wirtschaft in Europa ausüben. (...) wirtschaftliche Anziehungskraft (...) Damit (...) würde die Alpen-Konföderation über eine nicht unerhebliche Machtstellung in Europa verfügen. (...) Die Konföderation könnte einen wichtigen Beitrag zur Stabilität unseres Kontinents leisten.
Albert A. Stahel
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