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Mittwoch, 16. Dezember 2009

Erwerbspotential "mit etwas gutem Willlen"

Das Bundesgericht hat ein Urteil des Aargauer Obergerichts als willkürlich aufgehoben: Dieses hatte ein Prostituierte zu einer Geldstrafe von 3600 Franken verurteilt, weil sie die Alimente für ihre Kinder nicht hatte bezahlen können. Es lastete ihr an, ihre Tätigkeit im Sexgewerbe nicht ausgebaut zu haben, zumal ihr der Job gefalle. Mit etwas gutem Willen wäre es ihr möglich gewesen, pro Monat 3000 Franken netto zu verdienen.
Aus 20min vom 8.12.09, Seite 9.
1. Tolle Einschätzungen der Aargauer über Erwerbspotential.
2. Falsch, dass das Bundesgericht gewisse Berufsgruppen vor dem Begleichen der eigenen Schulden befreit.

Montag, 8. Dezember 2008

Sozialhilfe - 60% Eigenverschulden

60 Prozent der Sozialhilfeempfänger haben etwas mit der Erwerbstätigkeit oder mit dem Status von Alleinerziehenden zu tun. Dies ist aus ökonomischer Sicht deshalb zentral, weil hier das individuelle Verhalten eine grosse Rolle spielt. Oder anders gesagt: Erwerbslosigkeit und Alleinerziehung wurden anders als Geburtsgebrechen oder Schicksalsschläge von den Betroffenen bewusst «gewählt». In der Altersgruppe zwischen 18 und 25 Jahren wurden über 1000 Einheimische und 750 Ausländer finanziell unterstützt, verglichen mit 48 Schweizern und 67 Ausländern über 65! Gerade bei den jungen Erwachsenen besteht die Gefahr, dass sie mit der Sozialhilfe in eine mentale und finanzielle Falle gelockt werden, aus der sie sich später nur schwer wieder befreien können.
Silvio Borner über das Jahrbuch 2008 über Sozialhilfe der Stadt Basel in der WW33.08, Seite 18.
Eine bewusste Entscheidung, der Gesellschaft zur Last zu fallen - und "wir Sozialen" ermöglichen dieses asoziale Verhalten auch noch!

Dienstag, 19. Februar 2008

Linke Argumentation zum Ausländerproblem

Bekanntlich sind unsere Gefängnisse überproportional mit Ausländern bestückt. Dies - gemäss der linken Erwägung - weil auch mehr Leute aus einem Alterssegment in die Schweiz einreisen, in dem man krimineller ist.

Interessant ist, dass dies dasselbe Alterssegment ist, in dem man eigentlich voll und ganz arbeitsfähig wäre. Doch die Erwerbslosigkeit bei Ausländern liegt bei 7.1%, im Gegensatz zu jener der Schweizer: 2.7% (Zahlen des BfS betreffend das 2. Quartal 2007).

Hier dürfte die Linke damit argumentieren, dass diese Leute schlecht integriert seien und deshalb keinen Job fänden. Doch im öffentlichen Diskurs sind wir uns doch alle einig, dass lediglich integrierte Ausländer eine längere Aufenthaltsbewilligung haben dürfen - nicht?

Was also läuft falsch? Die "Koalition der Vernünftigen" der 90er-Jahre, zu welchen sich beschähmenderweise auch grosse Teile der FDP zählten, hat die Türen in die Schweiz zu weit geöffnet. Eine Integration wurde aufgrund des grossen Zustroms verunmöglicht.