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Mittwoch, 18. April 2012

Schulische Elternpflichten

Vorstösse an den Kantonsrat der Schwyzer Arbeitsgruppe:

  1. Bei Auffälligkeiten werden die Eltern beigezogen und im Verweigerungsfall mit bis zu 1000 CHF gebüsst.
  2. Droht Schülern ein Lehr- oder Schulabbruch werden die Eltern benachrichtigt, auch wenn die Kinder bereits volljährig sind. Schliesslich sind die Eltern gesetztlich auch verpflichtet, die Erstausbildung zu finanzieren.
  3. Schulen dürfen Informationen über Schüler einholen von vorgängigen Schulen.
Janko Skorup im 20min vom 18.4.12, Seite 8

Sonntag, 25. März 2012

Fanatische Secondos

Secondos werden viel konservativer als ihre Eltern und schockieren diese mit ihrem religiösen Fanatismus regelrecht. Ihre Radikalisierung rührt von fehlender Akzeptanz her. Die jungen Menschen wähnen sich integriert. Im Unterschied zu ihren Eltern sprechen sie Französisch, besuchen staatliche Schulen, haben französische Freunde. Doch am Ende der Pubertät erfahren sie, dass sie den falschen Namen, die falsche Postleitzahl, die falsche Hautfarbe haben.
Thierry Jobin in der NZZaS vom 25.3.12, Seite 69.

Samstag, 24. März 2012

Lehrer-Lehre

Die Vernachlässigung der Praxis-Ausbildung an den Pädagogischen Hochschulen bildet den Hauptgrund für das Versagen heutiger Lehrer-Ausbildung. Dies auch deshalb, weil sich das Studium an den Pädagogischen Hochschulen den zweifelhaften Ruf erworben hat, damit auf billigstem Weg zu einem akademischen Titel zu kommen. Wer seine AusbildungsLehrgänge den Minimalisten öffnet, darf sich nicht wundern, wenn sein Institut in Misskredit gerät. 
Die bewährten Lehrerseminare wurden geopfert. Über 150 Jahre wurden auf diesem Weg unsere Primarlehrerinnen und Primarlehrer ausgebildet: praxisnah, mit musischem Schwerpunkt und ohne akademischen Ballast, der ohnehin in der Ausübung des Berufes nicht gefragt ist. 
«Lehrer-Lehre» 
Im Zentrum dieser Ausbildung steht das Erlernen des Handwerks «Schule geben». In der Lehrer-Lehre werden angehenden Lehrkräften Klassenführung, Stoffvermittlung und Bewährung im schulischen Umfeld – etwa gegenüber disziplinarischen Problemen – vermittelt. 
Angehende Lehrer sollen je in ihren Schulhäusern während vier Wochentagen im Einsatz stehen. Dazu wird jedem angehenden Lehrer ein persönlicher Mentor aus dem Ausbildner-Team zugeteilt. Die Ausbildung der Neulehrer erfolgt an jeder Schule durch ein Team von berufserfahrenen Lehrern, die – selber weiterhin als Klassenlehrer tätig – die Verantwortung über die Ausbildung des Lehrer-Nachwuchses an ihrer Schule übernehmen. Für das nötige theoretische Wissen können im Rahmen der Lehrer-Lehre Kurse an bestehenden Hochschulen oder Fachschulen eingerichtet und besucht werden. Die Pädagogischen Hochschulen werden durch diese praxisorientierte Form der Lehrer-Ausbildung überflüssig.
Peter Keller im SVP Klartext vom März 2012

Sonntag, 29. Januar 2012

PISA offenbart keine Bildungsprobleme, sondern...

Die PISA-Studie wurde 2000 von der OECD ins Leben gerufen um das Bildungskompetenz global vergleichbar zu machen. Anfänglich sorgte man sich bereits um die Lesekompetenz der Schweizer Schüler. Nun hat sich diese aber merklich verbessert. Wurde die Ausbildung verbessert? Waren die Lehrer zur gezielten Förderung fähig? Alles nein.
In Anlehnung an mid in der NZZaS vom 29.1.12, Seite 61.

Wie in so vielen Angelegenheiten, haben wir auch in diesem Fall kein Bildungsproblem, sondern ein Migrationsproblem. 70% der schlechten Leseleistungen gehen auf das Konto der Migrantenkinder. Da wir nun mir deutsche Migranten haben, steigen auch die Sprachkompetenzen.

Also, bevor wir über Bildung, Infrastruktur, Sozialhilfe, Gesundheitswesen und v.a. über Kosten zu sprechen beginnen, sollten wir mal das Migrantenproblem angehen!

Donnerstag, 27. Oktober 2011

Durchsetzungsvermögen in Schule und Karriere

In Schulen die Rangeleien und das aggressive männliche Gewaltpotenzial und Durchsetzungsvermögen kritisieren und sich schüchternen, verschüpft, friedliebend und zurückhaltend über das Nicht-Weiter-Kommen im Geschäft beklagen. In your Face!

Samstag, 10. September 2011

Ausländeranteile in der Schweiz


  • 22.1% Ausländeranteil an der Schweizer Bevölkerung
  • 43.0% Ausländeranteil in der Schweizer Arbeitslosenversicherung
  • 71.6% Ausländeranteil in Schweizer Gefängnissen

Ausländeranteile an Schulen in Schweizer Städten:

  • 23.8% Schweizerischer Durchschnitt
  • 48.3% Genf
  • 47.3% Lausanne
  • 40.6% Freiburg
  • 35.3% Lugano
  • 34.8% Basel
  • 29.7% Biel
  • 29.5% Zürich
  • 28.6% St. Gallen
  • 26.3% Winterthur
  • 26% Bern
  • 23.8% Luzern

Aus SVP-Klartext vom Juli 2011

Mittwoch, 3. August 2011

Wünschenswerte Entwicklungen in der Schweiz

  • Vielsprachigkeit: nebst den Landessprachen auch Englisch, Chinesisch, Japanisch, Russisch oder Spanisch.
  • Berufslehre: geringe Kosten und geringe Arbeitslosigkeit
  • Einschulung: müsste früher sein, Abschluss müsste ebenfalls früher erreicht werden.
  • Pensionierung: muss ersetzt werden durch eine Flexibilisierung, ein phasenweiser Rücktritt
  • Sozialwerke: düfen nicht mehr Leistungen versprechen, als bezahlt werden können.
  • Finanz- und Steuerwettbewerb: massive Vereinfachung, Steuererklärung auf einer Postkarte, Begrenzen der Staatsquote in der Verfassung
  • Umwelt- und Energiepolitik: Internalisierung der Kosten und Risiken,

    Dr. Gerhard Schwarz, Direktor der Denkfabrik Avenir Suisse in der WeWo30/31.11, Seite 61.

Dienstag, 2. August 2011

Slutwalks: Kampf gegen freiwillige Entscheide?

Von meiner Tochter weiß ich z.B., dass in Ihrer Altersstufe die Mädchen meistens viel besser in naturwissenschaftlichen Fächern abschneiden als Jungs. Solange es um die Pflichtfächer geht. Wenn man aber zu den Wahlfächern kommt, dann werden naturwissenschaftliche Fächer von den meisten Mädels ganz schnell abgewählt... stattdessen wird für etwas „unkompliziert weibliches“ entschieden. Freiwillig! Die sexuell aufreizende Kleidung wird aber spätestens ab dem 12.Lebensjahr getragen. Ebenso freiwillig!

Wo bleibt die wahre Emanzipation? Solange meine Tochter als etwas Exotisches betrachtet wird, weil sie sich für naturwissenschaftliche Fächern entscheidet, solange sie in einigen Kursen als einziges Mädchen mit zwanzig Jungs zusammen sitzt, braucht mir keine SlutWalkerin zu erzählen, dass sie für weibliche Emanzipation kämpft.

Fahrenheit 451 auf der Freitag

Montag, 16. Mai 2011

Schweizer Leherlöhne

Aus dem Sonntag (az) vom 15.05.2011.

Donnerstag, 3. Februar 2011

10 Schulreformen

  1. Konservative Wende vollziehen: Rückbesinnung auf das Gute, Wahre, Beständige. Bildung <-- Erziehung <-- Disziplin
  2. Raus mit den 68ern: Schluss mit Wohlfühlpädagogik, Leistungsfeindlichkeit, antiautoritäre Erziehung, Schule nach dem Lustprinzip.
  3. Erziehung durch Vorbild: Pünktlichkeit, Disziplin, Leistungsbereitschaft
  4. Es geht nicht ohne Strafen: ein notwendiges und nützliches Erziehungsmittel
  5. Weniger Psychologen und Therapeuten: Psychologisierung als schwerwiegendes Grundübel. Mehr Klartext statt psychologischen Geschwafels.
  6. Besinnung auf die Kernaufgaben: Rechnen. Schreiben. Lesen.
  7. Mehr Klartext - weniger Kuschelwuschel: keine über-verständnisvolle "Kuschelpädagogen" stattdessen: Klare Ansagen.
  8. Separierung von Problemkindern: Nulltolerenz für Störefriede und Tyrannen.
  9. Das Positive sehen: Erziehung geht auch nicht ohne Humor und ohne Freundlichkeit.
  10. Nur nicht zu viele Massnahmen ergreifen

Peter Keller

klug mit schulkonform verwechselt

Sind Mädchen also einfach klüger?
Nein, aber die Mädchen verhalten sich schulkonformer. Sie sind sorgfältiger, geduldiger, sie können sich besser konzentrieren. Sie wurden über Jahrhunderte angewiesen, ruhig zu sein und still zu sitzen – ganz anders als die Buben. (...) Buben sind in der Schule oft deshalb überfordert, weil von ihnen männliche Verhaltensweisen erwartet werden, die sich in der Schule eben nicht auszahlen.
Katharina Kellerhals im Interview mit Conny Schmid im Beobachter 3/11

Samstag, 25. Dezember 2010

Lehrplan 21 (LCH) vs. SVP-Lehrplan

Die aktuelle Bildungsdebatte ist mehr als ein Geplänkel. Es geht um einen Kulturkampf. Hier die konservative Volkspartei, dort die "Achtundsechziger". Die Chiffre steht stellvertretend für das, was die SVP in der Schule als Fehlentwicklung ausmacht: Disziplinlosigkeit als Folge der antiautoritären Erziehung; Leistungsfeindlichkeit als Konsequenz einer Gleichheitsideologie, die alles, was messbar ist, aus der Schule verbannen will.

Orientiert sich das Schulbild der SVP an einer längst überholten Anker-Idylle, untauglich für die moderne Wissensgesellschaft und die multikulturelle Realität in den Klassenzimmern? Oder führt gerade die Besinnung auf Disziplin und Leistungsbereitschaft die Volksschule wieder auf Erfolgskurs?

Philipp Gut und Peter Keller in der WeWo45.10, Seite 36ff.

Mittwoch, 10. November 2010

Sarrazins Thesen: Deutschland im Niedergang

Thilo Sarrazin geht davon aus, dass die Deutschen zu wenig Nachwuchs haben und deshalb mit jeder Generation ein Drittel weniger werden als in der Generation zuvor. Der Gesellschaft drohe zudem der geistige Abstieg, schreibt Sarrazin, da die bildungsfernen Schichten mehr Nachwuchs hätten und Intelligenz «zu 50 bis 80 Prozent erblich» sei.

Die Probleme einer schrumpfenden und dümmer werdenden Gesellschaft könnten auch nicht mit Einwanderung ausgeglichen werden, da Deutschland auf die falsche Art von Einwanderung setze. Die muslimischen Immigranten - in erster Linie Türken - sind laut Sarrazin überdurchschnittlich häufig arbeitslos, sie beziehen überdurchschnittlich viele Sozialleistungen, ihre Kinder sind an den Schulen unterdurchschnittlich erfolgreich. Sie seien zudem häufiger kriminell als die Deutschen und hätten mehr Kinder. Sarrazin rechnet hoch, dass in Deutschland Personen aus muslimischen Ländern bald in der Mehrzahl sein könnten.

Thilo Sarrazin schlägt vor, dass künftig nur noch «Spezialisten am oberen Ende der Qualifikationsskala» einwandern dürfen. Für Zugewanderte ohne ausreichende Sprachkenntnisse sollen Deutschkurse für obligatorisch erklärt werden. Ab dem dritten Lebensjahr sollen Kinder den Ganztageskindergarten besuchen. Der Familiennachzug soll erschwert und der Bezug von Sozialleistungen an strikte Bedingungen geknüpft werden.

Thomas Isler in der NZZaS vom 7.11.2010, Seite 24f.

Samstag, 6. November 2010

Zurück zu einer konservativen Schulpolitik

Hier bin ich der Meinung der SVP:
  • Fokussierung auf messbare Leistungen
  • Mundartunterricht, seperaten Deutschunterricht für Fremdsprachige, im Kindergarten nur Mundart.
  • Stopp bei der Integration von schwachen Schülern (Der Einbzug schwacher Schüler senkt das Klassenniveau, kein integrativer Unterricht)
Hier ist's etwas komplizierter, weshalb ich zu den schwammigen Positionen der FDP stehe:
Lehrermangel: Die SVP will Teilzeitstellen im Lehrerberuf abschaffen. FDP, SP und CVP wollen bessere Berufsperspektiven und mehr Quereinsteiger. Die SP fordert zudem höhere Lehrerlöhne. CVP und FDP kritisieren wie die SVP die Akademisierung der Lehrerbildung.

Frühe Bildung: Die SVP wehrt sich gegen die Frühförderung und gegen die Basisstufe (Verschmelzung von Kindergarten und Schule). SP und CVP setzen auf die frühe Förderung und die Basisstufe. Die FDP ist bei der Basisstufe skeptisch.
In Anlehnung an Michael Furger und Markus Häfliger in der NZZaS vom 24.10.2010, Seite 11.

Sonntag, 26. September 2010

Problem: zurückgebliebene Osteuropäer

Die Ausweisung von Roma ist blosse Symptombekämpfung.
Um die verfolgte und verarmte Minderheit der Roma ans moderne europäische Leben und dessen wirtschaftliche Chancen heranzuführen, hilft vor allem Bildung. Am besten in ihren Herkunftsländern. Das hat die EU längst erkannt. Der Europäische Sozialfonds stellt twa Rumänien allein zwischen 2007 und 2013 vier Milliarden Euro für entsprechende Projekte zur Verfügung. Das Land hat bis jetzt nur ein Prozent dieser Summe abgerufen. Da liegt das Problem.
tis. in der NZZaS vom 19.9.10, Seite 19.

Donnerstag, 16. September 2010

schwänzen führt zur Streichung des Kindergelds

Die Eltern von Schulschwänzern erhalten in Frankreich künftig kein Kindergeld mehr. Sarkozy bezeichnete den Kampf gegen das "Krebsgeschwür" Schwänzen als Priorität.
Blick am Abend vom 15.9.10 zitiert Le Temps

Freitag, 19. Februar 2010

Kosten der Schulabbrecher

In der Schweiz schmeissen jährlich rund 5000 Jugendliche die Schule hin.

4 Typen von Schulabbrechern:
  • Rebellen: 34%
  • Schulversager: 28%
  • Schulmüde: 25%
  • Aussenseiter: 13%
Die Abbrecher kosten den Staat einen gewaltigen Betrag. Gehe man davon aus, dss die Ausbildungskosten in den Sand gesetzt seien, entstehen laut Margrit Stamm (Forschungsteam Uni Freiburg) Kosten von über 400 Millionen Franken - künftige Sozialkosten noch nicht mitgerechnet.
FEB im 20min vom 10.02.10, Seite 7.

Samstag, 6. Februar 2010

Abschied von radikalen Christen

Thema Hexen im Kindergarten:
Das sollte ganz harmlos sein mit Verkleiden und Zaubersprüche-Lernen. (...) Die radikalen Freikirchen meinten, dass Hexen in enger Verbindung mit dem Teufel stehen. (...) Hexen, Feen, Zwerge, Kerzen - Mitglieder radikaler Freikirchen wollen alles verbieten.

Ein Buch durfte nicht thematisiert werden, in welchem zwei Hasen vorkommen, die verdächtigt werden, schwul zu sein.
Eine Kindergartenlehrerin
Diese sollte man los werden, analog zur Auswanderungswelle nach Amerika vor ein paar hundert Jahren:
Uwe und Hannelore Romeike wollten ihre Kinder in den eigenen vier Wänden unterrichten. Weil das in Deutschland wegen der allgemeinen Schulp licht verboten ist, lüchteten sie von Stuttgart nach Tennessee. Eine Behörde sprach ihnen nun politisches Asyl zu. Im Urteil heisst es: «Menschen, die ihre Kinder zu Hause unterrichten wollen, sind eine besondere Gruppe, die die deutsche Regierung zu unterdrücken versucht. Diese Familie hat eine gut begründete Furcht vor Verfolgung. (...) Deswegen steht ihr Asyl zu.» Die Romeikes sind evangelikale Christen. Der Vater hatte seine drei ältesten Kinder2006 aus der Grundschule genommen. Er betonte damals,er wolle seinen Kindern das «unchristliche Treiben» an deutschen Schulen nicht mehr zumuten.
Blick am Abend vom 28.01.10, Seite 32.

Zur Erinnerung an Prof. Siegenthaler

Mit einem Streifzug durch die Geschichte unter Einbezug von vielen berühmt gewordenen Siegenthalerschen Aphorismen wie dem Mayonnaise-Prinzip, dem memo-technischen Nagel oder dem Transistorradio-Modell kam Siegenthaler zum Schluss, dass das Analysieren unserer Geschichte zentral ist.
ZHAW Impact, Seite 50
Zur Abschlussvorlesung von einem der besten ZHW-Professoren (Geschichte)

Montag, 1. Februar 2010

Muslime in Österreich

Heute leben in Österreich 400'000 Muslime, 96'000 von ihnen sind österreichische Staatsbürger. (...) Der grösste Teil der in Österreich lebenden Muslime, nämlich 45 Prozent, stammt aus der Türkei.
Charles E. Ritterbrand in der NZZaS vom 31.1.10, Seite 7.

Mehr als ein Fünftel der 400 islamischen Religionslehrer, die über 50'000 muslimische Kinder unterrichten steht der Demokratie ablehnend gegenüber - und befürwortet unter anderem auch die Todesstrafe für abtrünnige Muslime.
Resultat einer Dissertation eines muslimischen Wissenschaftlers

Rund 80 Prozent der Österreicher stehen einem EU-BEitritt der Türkei ablehnend gegenüber.
Charles E. Ritterbrand in der NZZaS vom 31.1.10, Seite 7.