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Donnerstag, 3. Februar 2011

klug mit schulkonform verwechselt

Sind Mädchen also einfach klüger?
Nein, aber die Mädchen verhalten sich schulkonformer. Sie sind sorgfältiger, geduldiger, sie können sich besser konzentrieren. Sie wurden über Jahrhunderte angewiesen, ruhig zu sein und still zu sitzen – ganz anders als die Buben. (...) Buben sind in der Schule oft deshalb überfordert, weil von ihnen männliche Verhaltensweisen erwartet werden, die sich in der Schule eben nicht auszahlen.
Katharina Kellerhals im Interview mit Conny Schmid im Beobachter 3/11

Freitag, 12. November 2010

Die soziale Botschaft des sportlich Aktiven

Bewegung, frische Luft, Askese, Disziplin: Zwei von drei Schweizerinnen und Schweizern treiben mindestens einmal pro Woche Sport, vierzig Prozent dreimal wöchentlich.
gesund, gesund bleiben, sozial, macht Spass,
vs.
übergrosse Bewegungsdrang kann auch mit Eitelkeit, Frust und blankem Kampfwille zu tun haben kann


Der Langstreckenläufer:
Erst nach «Kilometer 35» setzt das Hirn Endorphine frei, die dem Langstreckenläufer jene Glücksgefühle vermitteln, die er im übrigen Leben offenbar nur schwer findet.

Die Spasskultur ist ihm zuwider, von anderen Oberflächlichkeiten hat er sich längst befreit. Er braucht keine Jacht, kein Pferd, keine Golfausrüstung, um seinen Status zu zelebrieren, denn er weiss: Nicht in der Sportart, sondern im Sportverhalten spiegeln sich soziale Unterschiede am deutlichsten. Gewohnt, Widerständen die Stirn zu bieten, stellt der Langstreckenläufer hohe Ansprüche an sich selbst. Er liebt es, auch in der Freizeit über sich selbst – und alle anderen – hinauszuwachsen.

Je höher die Bildung und das Einkommen sind, desto mehr Sport wird in der Deutschschweiz getrieben. Während Bauern, Akkordarbeiter und Fabrikarbeiterinnen nach Feierabend selten das Bedürfnis nach einem Wald- lauf verspüren, geben rund 47 Prozent der- jenigen, die monatlich über 8000 Franken verdienen, an, pro Woche mehrmals und mehr als drei Stunden Sport in der freien Natur zu treiben. Die höchste Kadenz ist in den Kategorien «Jogging», «Laufen» und «andere Ausdauersportarten» zu finden.

Franziska K. Müller in der WeWo39.10, Seite 50ff.

Dienstag, 17. August 2010

10 Habits of Happy Couples

  1. Go to bed at the same time
  2. Cultivate common interests
  3. Walk hand in hand or side by side
  4. Make trust and forgiveness your default mode
  5. Focus more on what your partner does right than what he or she does wrong
  6. Hug each other as soon as you see each other after work
  7. Say “I love you” and “Have a good day” every morning
  8. Say “Good night” every night, regardless of how you feel
  9. Do a “weather” check during the day
  10. Be proud to be seen with your partner

von Mark Goulston

Fünf Persönlichkeitsdimensionen - "The Big Five"

I Extraversion
gesellig, humorvoll, optimistisch, zurückhaltend, verschlossen, schweigsam, lebhaft, temperamentvoll

II Soziale Verträglichkeit
bescheiden, hilfsbereit, aufrichtig, warmherzig, rücksichtsvoll, altruistisch, mitfühlend, wohlwollend, kooperativ gutmütig, ehrlich

III Gewissenhaftigkeit
hart arbeitend, sorgfältig, zuverlässig, gewissenhaft, fleissig, pflichtbewusst, pünktlich, ordentlich

IV Neurotizismus
verlegen, nervös, traurig, ängstlich, verletzbar, launenhaft, unsicher

V Intellekt
gebildet, wissbegierig, phantasievoll, schlagfertig, einfallsreich, scharfsinnig, interessiert, intelligent, kreativ

von Marcus Knill

Und hier noch einen entsprechenden Test dazu.

Samstag, 10. April 2010

Alkohol in der Schwangerschaft --> social trash

Der Alkohol, den Jennys Mutter während der Schwangerschaft trank, hat Gehirn und Körper des Kindes schon im Mutterleib geschädigt. „Fetales Alkohol-Syndrom“ (FAS) nennt man das in besonders schweren Fällen, denen man es ansieht. Wie Jenny. Manchmal kommt noch ein Herzfehler hinzu. Bei anderen Kindern, die ins Zentrum kommen, ist die Schädigung nicht ganz so ausgeprägt. Bei ihnen spricht man allgemein von „Fetalen Alkohol-Spektrum-Störungen“ (FASD). Auch ihr Wachstum ist verzögert, ihre geistige Entwicklung gestört.

Jugendliche, deren Gehirn durch Alkohol im Mutterleib geschädigt ist, sind oft sehr aggressiv. Und sie verhalten sich auch sonst sozial auffällig, sagt Dudenhausen: „Ein großer Prozentsatz wird kriminell, weil sie nicht begreifen, wenn sie etwas verkehrt machen.“
Daniela Martens vom 29.03.2010

medikamentöse Diskriminierung der Männlichkeit

Am häufigsten wird der Ruhigsteller Ritalin an 14-jährige Knaben abgegeben: Im Jahr 2008 wurden 4,32 Prozent der männlichen Volksschüler in dieser Altersklasse mit Ritalin behandelt, wie es in der Erhebung des Zürcher Regierungsrates heisst. Bei den gleichaltrigen Mädchen waren es mit 1,87 Prozent nicht einmal die Hälfte davon.

Während viele Mädchen nur eine einzige Packung schlucken müssen, sind die Knaben oft längerfristig auf das Medikament angewiesen. Bei den Knaben im Alter zwischen 7 und 18 Jahren gibt es nur 5,1 Prozent «Einmalbezüger». Bei den Mädchen hingegen 12,3 Prozent.
NZZ vom 08.04.10
Jungs sind lebhafter. Dies wird heute als störend, unangenehm und abnormal angesehen. Die Emanzipation hat dazu geführt, dass bereits ab dem Kinderarten eine medikamentöse Diskriminierung der Männlichkeit stattfindet.

Sonntag, 10. Januar 2010

Partner macht dick

Forscher an der University of Queensland in Australien haben über 6000 australische 18- bis 23-jährige Frauen mit einem Durchschnittsgewicht von 64 Kilogramm während 10 Jahren beobachtet. Ihre Resultate wurden im American Journal of Preventive Medicine, veröffentlicht:

Das Gewicht der Frauen 10 Jahre später:
  • mit Partner und mindestens einem Kind: +9kg
  • mit Partner und ohne Kind: +7kg
  • ohne Parter, kinderlos: +5kg

Dienstag, 26. Mai 2009

homo deliricus (=ungefähr "Der Wahnsinnige")

Der kühl-rationl handelnde "homo oeconomicus" soll durch ein realistischeres Modell ersetzt werden, finden Akerlof und Shiller: In Anlehnung an John Maynard Keynes und die moderne Verhaltensökonomie glauben sie, dass Volkswirtschaften zu Exzessen, Manien und Panik neigen, wenn sie sich selbst überlassen sind. Ursache dieser Instabilitäten seien die "animal spirits", die Urinstinkte, die je nach kursierenden Geschichten einmal euphorisch sind, um darauf in depressive Grundstimmung verfallen zu können. Durch den Herdentrieb verstärke sich sowohl die Boomphase wie auch der rezessive Abschwung.
Daniel Hug in der NZZaS vom 24.5.09, Seite 43.

Donnerstag, 14. Mai 2009

Serfaus

In einem Tiroler Dorf erhielt eine jüdische Familie aus Wien kein Zimmer. Die Begründung: Das Hotel habe mit jüdischen Gästen schlechte Erfahrungen gemacht. (20min)
Jede Stewardess kann bestätigen, wie mühsam orthodoxe Juden sein können. Andere Leute kommen sehr wenig mit ihnen in Kontakt, da sie überhaupt nicht integriert und in ihrer eigenen Gesellschaft in der Gesellschaft leben.

In diesem Fall leidet ein idyllisches Tiroler Bergdorf darunter. Orthodoxe Juden erklären es zu einem antisemisischen Nest, wobei die Kritik sich nicht gegen ihren Glauben richtet (obwohl jegliche Kritik an Gläubigen legitim ist), sondern gegen ihr asoziales Verhalten, welches durch das ARG indirekt geschützt und damit erlaubt wird.