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Mittwoch, 3. Februar 2010

dürre Manager

Wer heute an die Spitze kommen will muss auf sein Gewicht achten und Sport treiben. Wer das nicht tut, gilt als träge. Personalverantwortliche befinden Eigenschaften wie Disziplin, Leistungsfähigkeit und Durchsetzungsvermögen immer mehr mit körperlicher Fitness.

Der deutsche Junge der Zukunft muss schlank und rank sein, flink wie Windhunde, zäh wie Leder und hart wie Kruppstahl.


Für 24 übergewichtige Mädchen und Jungen organisiert die Fachstelle Sport des Kantons Zürich erneut ein Jugendsportcamp. Dort lernen Sie, sich richtig zu ernähren und zu bewegen.

Damit aus den Kindern mal ordentliche Human Ressourcen werden, an denen der Human Ressources Manager sein Ware um nicht zu sagen humane Freude hat.
Peter Schneiders andere Presseschau vom 02.02.10

Samstag, 16. Januar 2010

Tauglichkeitsquoten

Es stellt sich eine Stabilisierung bei den Tauglichkeitsquoten für die Schweizer Armee ein:
35 bis 40 % sind untauglich. Einige können immer noch in den Zivilschutz, somit sind 15 bis 20% komplett untauglich.

Mittelfristig rechne ich hier mit einem leichten Anstieg. Das hängt mit den Entwicklungen der Gesellschaft zusammen. Die Jugend bewegt sich viel weniger als früher – die Sprungkraft in der virtuellen Realität überträgt sich lediglich auf die Fingerfertigkeit beim Bedienen der Spielkonsole. Es gibt eine erschreckende Zunahme der übergewichtigen Jugendlichen. Auch Allergien nehmen stark zu und haben immer häufiger UT-Entscheide zur Folge. Die zunehmende „Broken home“-Situationen führen zudem für viele Jugendliche zu einer verminderten psychischen und sozialen Belastbarkeit. Hinzu kommt, dass Individualismus und Hedonismus sich negativ auswirken auf die Bereitschaft, Militärdienst zu leisten.

Die Demonstration des Wehrwillens ist ein wichtiger Faktor für die Sicherheit unseres Landes. Wenn aber der Entsolidarisierung in der Gesellschaft entgegengewirkt werden soll, müssen Wege gesucht werden, die die Schweizer gegenüber den Ausländern beruflich nicht benachteiligen, wenn sie Dienst leisten – Wege, die auch die über 50 Prozent Schweizer Frauen mit einbinden.

Andreas Stettbacher, Oberfeldarzt der Schweizer Armee im Interview von Heidi Gmür in der NZZaS vom 10.01.10, Seite 11.

Sonntag, 10. Januar 2010

Partner macht dick

Forscher an der University of Queensland in Australien haben über 6000 australische 18- bis 23-jährige Frauen mit einem Durchschnittsgewicht von 64 Kilogramm während 10 Jahren beobachtet. Ihre Resultate wurden im American Journal of Preventive Medicine, veröffentlicht:

Das Gewicht der Frauen 10 Jahre später:
  • mit Partner und mindestens einem Kind: +9kg
  • mit Partner und ohne Kind: +7kg
  • ohne Parter, kinderlos: +5kg

Samstag, 2. Februar 2008

dick

  • 2006 gibt es 1 Mrd. Menschen, die zu dick sind und 800 Mio. die nicht genug zu essen haben. (Barry Popkin)
  • ein Teil der Verfettung westeuropäischer Gesellschaften ist eine Folge der Einwanderung aus Südosteuropa (Mediziner der Universität München)
  • Übergewicht als Ausweis für niedrigen Sozialstatus (Nirgends gibt es weniger Dicke als unter den Managern).
  • Den Grossteil der Übergewichtigen zählten die Statistiker bei Renterrn, Ausländern und bei Menschen mit geringer Schulbildung.
    Michael Miersch in der Weltwoche 3.08, Seite 24ff.

Empfehlungen
mehr Obst und Gemüse
weniger Fleisch, Dürüm, McDonalds
weniger Alkohol (ja, auch und v.a. Bier)
Nicht jede Statistik gibt aber diesen Ratschlägen recht. Unbestritten ist aber, dass mehr Bewegung vor Übergewicht schützt.

Auswuchs:
Dieser pädagogische Feldzug gegen die Dicken bleibt nicht ohne Opfer. Unverkrampft essen wird zur Sünde, die sich mit der Angst vor Sexualität vermischt. Das Ergebnis sind Magersucht, Ess-Brech-Sucht und Essstörungen aller Art, die seit einiger Zeit auch bei männlichen Jugendlichen zunehmen. Neuste Variante: Orthorexia nervosa – das krankhaft übertriebene Verlangen, sich gesund zu ernähren. (Weltwoche)