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Donnerstag, 31. März 2011

gewaltfreier Sturz eines autoritären Regimes

  1. Protestzug --> wird durch Polizei, Tränengas, etc. niedergeschlagen, härtere Massnahmen gefordert
  2. grössere Demonstration als Zielscheiben - das Regime zögert ein Blutbad zu veranstalten --> die Rahmenbedingungen sind gesetzt
  3. Das Regime setzt auf Chaos --> Bürger müssen selbst für Sicherheit und Abfallentsorgung sorgen
    Damit gelingt der Schritt von wenigen Aktivisten zu einer Volksbewegung.
  4. Die Mächtigen entlarven, ihre Lügen aufzeigen und der Lächerlichkeit preisgeben --> damit werden sie geschwächt
  5. Nicht nur Proteste und Demos veranstalten, sondern auch Events und Feste, natürlich mit genügend Symbolik.
  6. Bewegung muss identitätsstiftend sein: Führer, Symbole, Musik, Lebensgefühl
  7. Befreiung der Angst, welche ein Diktator säht und pflegt - Mobilisierung der Massen

Todsünden:
1. Sich von aussen finanzieren/beeinflussen/helfen lassen
2. Gewalt - man muss die reife Zeit abwarten: "Wenn die unten nicht mehr wollen und die oben nicht mehr können" (Lenin)
Andreas Ernst in der NZZaS vom 27.03.2011, Seite 24, gestützt auf Otpor/Canvas Belgrad

Dienstag, 15. Juni 2010

Merkmale von niedrigem sozialökonomischem Status

In Schottland pflegen praktisch alle Erwachsenen einen ungesunden Lebensstil. Zu diesem Schluss kommen Forscher der Universität Glasgow. Sie haben die Daten von 6500 Personen untersucht und fanden, dass 97,5 Prozent mindestens einen Risikofaktor aufwiesen: Entweder rauchten sie, tranken zu viel Alkohol, ernährten sich ungesund, waren übergewichtig oder körperlich inaktiv. 55 Prozent von ihnen meldeten drei Risikofaktoren oder mehr («BMC Public Health», online). Das Vorhandensein mehrerer Risikofaktoren korrelierte mit einem niedrigen sozioökonomischen Status.
tlu in der NZZaS vom 13.06.2010, Seite 61

Samstag, 2. Februar 2008

dick

  • 2006 gibt es 1 Mrd. Menschen, die zu dick sind und 800 Mio. die nicht genug zu essen haben. (Barry Popkin)
  • ein Teil der Verfettung westeuropäischer Gesellschaften ist eine Folge der Einwanderung aus Südosteuropa (Mediziner der Universität München)
  • Übergewicht als Ausweis für niedrigen Sozialstatus (Nirgends gibt es weniger Dicke als unter den Managern).
  • Den Grossteil der Übergewichtigen zählten die Statistiker bei Renterrn, Ausländern und bei Menschen mit geringer Schulbildung.
    Michael Miersch in der Weltwoche 3.08, Seite 24ff.

Empfehlungen
mehr Obst und Gemüse
weniger Fleisch, Dürüm, McDonalds
weniger Alkohol (ja, auch und v.a. Bier)
Nicht jede Statistik gibt aber diesen Ratschlägen recht. Unbestritten ist aber, dass mehr Bewegung vor Übergewicht schützt.

Auswuchs:
Dieser pädagogische Feldzug gegen die Dicken bleibt nicht ohne Opfer. Unverkrampft essen wird zur Sünde, die sich mit der Angst vor Sexualität vermischt. Das Ergebnis sind Magersucht, Ess-Brech-Sucht und Essstörungen aller Art, die seit einiger Zeit auch bei männlichen Jugendlichen zunehmen. Neuste Variante: Orthorexia nervosa – das krankhaft übertriebene Verlangen, sich gesund zu ernähren. (Weltwoche)