In Tunesien ist die Prostitution gesetzlich erlaubt - eine Ausnahme in der arabisch-islamischen Welt. Die Bordelle sind seit 1942 etabliert. Sie unterstehen offiziell den Diensten des Gesundheitsministeriums und der Kontrolle durch das Innenministerium, das den Preis pro Anschaffung festlegt. Gegenwärtig sind es 10 Dinare (6 Schweizer Franken). Die 238 offiziell registrierten Prostituierten haben ein Anrecht auf regelmässige Arztbesuche und besitzen einen Gesundheitsausweis.Die Unruhen in Nordafrika sind keine Demokratiebewegungen. Sie verhelfen u.a. auch den islamistischen Extremisten Vorschub. So bedrohen diese die Prostituierten und wollen Bordelle in Brand setzen. Skuril: Die arabischen Feministinnen schlagen sich auf die Seite der Prostituierten :-)
zzs in der NZZaS vom 17.7.11, Seite 4.
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Sonntag, 17. Juli 2011
Prostitution staatlich geregelt in Tunesien
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Donnerstag, 31. März 2011
gewaltfreier Sturz eines autoritären Regimes
- Protestzug --> wird durch Polizei, Tränengas, etc. niedergeschlagen, härtere Massnahmen gefordert
- grössere Demonstration als Zielscheiben - das Regime zögert ein Blutbad zu veranstalten --> die Rahmenbedingungen sind gesetzt
- Das Regime setzt auf Chaos --> Bürger müssen selbst für Sicherheit und Abfallentsorgung sorgen
Damit gelingt der Schritt von wenigen Aktivisten zu einer Volksbewegung. - Die Mächtigen entlarven, ihre Lügen aufzeigen und der Lächerlichkeit preisgeben --> damit werden sie geschwächt
- Nicht nur Proteste und Demos veranstalten, sondern auch Events und Feste, natürlich mit genügend Symbolik.
- Bewegung muss identitätsstiftend sein: Führer, Symbole, Musik, Lebensgefühl
- Befreiung der Angst, welche ein Diktator säht und pflegt - Mobilisierung der Massen
Todsünden:
1. Sich von aussen finanzieren/beeinflussen/helfen lassen
2. Gewalt - man muss die reife Zeit abwarten: "Wenn die unten nicht mehr wollen und die oben nicht mehr können" (Lenin)
Andreas Ernst in der NZZaS vom 27.03.2011, Seite 24, gestützt auf Otpor/Canvas Belgrad
Montag, 21. Februar 2011
Sonntag, 20. Februar 2011
Schweiz: beste Voraussetzungen für Revolution
Ernst Nobs begleitete Lenin eines schönen Sommernachmittages im Jahre 1916 auf einem Spaziergang am Zürichsee.
Ich glaube, die Schweiz ist das revolutionärste Land der Welt. Ich meine das ernst [...], ich habe gelesen, dass euer Staat euch Gewehre und sogar Munition nach Hause mitgibt. Das tut in der ganzen Welt keine andere Regierung. In Anbetracht der grossen Anzahl von Soldaten in Gewerkschaften, sind die Schweizer Gegebenheiten günstige Umstände, um zum sofortigen bewaffneten Aufstand und gewaltsamen Umsturz aufzurufen.Lenin, erwähnt von Michail Schischkin in der WeWo vom 10.2.2011, Sonderheft der russischen Kultur in der Schweiz 2011, Seite 10f.
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Dienstag, 15. Februar 2011
Youth Bulge
--> Unzufriedneheit, Enttäuschung, Frustration, GewaltEin youth bulge liegt überall dort vor, wo die 15-24-Jährigen mindestens 20 Prozent, bzw. die 0- 15-Jährigen mindestens 30 Prozent der Gesamtgesellschaft ausmachen.Gary Fuller
Zu viele Junge sind ein grundlegendes Strukturelement kollektiver Aggressivität.
Gaston Bouthoul
rückständige wirtschaftliche Strukturen (z.B. in Form hoher Arbeitslosigkeit)in Kombination mit grossem Jugendanteil mit mangelnden Zukunftsaussichten und einem schwachen politischen System stellen eine explosive Mischung dar.
Henrik Urdal
Wenn große Teile der männlichen Jugend zwar ausreichend ernährt sind, aber keine Aussicht haben, eine angemessene Position in der Gesellschaft zu finden, stehe ihnen als einziger Weg die Gewalt offen.--> Voraussetzungen für Bürgerkrieg, Völkermord, Imperialismus und Terrorismus
Gunnar Heinsohn
Klassischerweise schweift unser Blick diesbezüglich auf islamistische und afrikanische Staaten. Darin leben 2 Mrd. Menschen, wovon 300 Millionen junge Männer im Alter von 15 bis 30 Jahren sind.
Wikipedia
Das grosse Töten bei Revolutionen setzt erst nach dem Sieg ein. Wenn nicht genug gesellschaftliche Positionen frei werden für die jungen Revolutionäre, wenn die obsiegende Jugend merkt, dass man freie Wahlen nicht essen kann. Tatsächlich liegt da ein grosses Potenzial für Enttäuschungen. Bereits schwellen die Flüchtlingsströme aus Tunesion an.
Thomas Isler in der NZZaS vom 13.02.2011.
Skopje, Mazedonien Harte Jungs im Dooflauf. Albaner und Mazedonier nehmen den Streit um den Bau eines Museums zum Anlass für eine Art Gang-Krieg. Der Rüpel links hat ein Messer, jener rechts einen Schlagstock in der Hand. (Keystone, Blick)
Donnerstag, 23. April 2009
Mittelmass statt Querdenker
Unsere politische Kultur begrenzt sich selbst, durch die Tendenz, für bedeutende Ämter die pragmatische Mittelmässigkeit dem revolutionärerscheinenden Querdenkertum vorzuziehen.
Tito Tettamanti in der WW16.09, Seite 34.
Mittwoch, 15. Oktober 2008
treibende Kraft
Die technische Entwicklung der Massenmedien ist untrennbar mit der Pornographie verbunden. Von der Erfindung des Buchdrucks über die Fotographie bis zum Internet - die Darstellung sexueller Handlungen ist eine der treibenden Kräfte der medialen Evolution.
Lukas Egli im NZZ Folio 10/2008, Seite 51f.
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Samstag, 4. Oktober 2008
68er als Symptom, nicht die Ursache
Auch die Vorstellung, die 68er hättn freizügige Lebensverhältnisse installiert, ist abwegig. (...) Die Studenten haben immer schon freizügiger gelebt als der Rest. Die Reformwelle der sechziger Jahre läuft in einem Land ab, das Mängel hat, aber sehr reformwillig ist. Und die 68er sind ein Symptom dieser Veränderungswelle und nicht die Ursache. (...) Mir kamen die 68er, mal ganz ehrlich, wie eine postpubertäre Reaktion vor, der man mit Geduld begegnen musste.
Hans-Ulrich Wehler im Interview mit Philipp Gut und Peer Teuwsen in der WW38.08, Seite 54ff.
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