Ja, das Vergessen ist ganz wichtig. Es gehört zur Psychohygiene, dass man vergangene Zeiten in der Erinnerung etwas schönfärben oder gewisse Fehltritte und Krisen vergessen kann. Dadurch kann man sich mit Vergangenem versöhnen und Neuanfänge wagen. Der Mensch wandelt sich im Lauf seiner Biografie. Wenn alles protokollarisch festgehalten bleibt, dann besteht die Gefahr, dass man selbst, aber vor allem auch andere solche Wandlungen weniger wahrnehmen und die Biografie als strenge Addition von Einzelfakten missverstehen. Unsere Biografie entsteht aber immer wieder neu. Die Bedeutung von Ereignissen wandelt sich ständig im Lichte neuer Erlebnisse und Erkenntnisse. So gesehen erfinden wir uns ständig neu.
Daniel Süss, Medienpsychologe und Professor an der ZHAW im Interview von Reto Knobel im Tagi.
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Freitag, 2. März 2012
Vergessen ist super
Donnerstag, 3. Februar 2011
10 Schulreformen
- Konservative Wende vollziehen: Rückbesinnung auf das Gute, Wahre, Beständige. Bildung <-- Erziehung <-- Disziplin
- Raus mit den 68ern: Schluss mit Wohlfühlpädagogik, Leistungsfeindlichkeit, antiautoritäre Erziehung, Schule nach dem Lustprinzip.
- Erziehung durch Vorbild: Pünktlichkeit, Disziplin, Leistungsbereitschaft
- Es geht nicht ohne Strafen: ein notwendiges und nützliches Erziehungsmittel
- Weniger Psychologen und Therapeuten: Psychologisierung als schwerwiegendes Grundübel. Mehr Klartext statt psychologischen Geschwafels.
- Besinnung auf die Kernaufgaben: Rechnen. Schreiben. Lesen.
- Mehr Klartext - weniger Kuschelwuschel: keine über-verständnisvolle "Kuschelpädagogen" stattdessen: Klare Ansagen.
- Separierung von Problemkindern: Nulltolerenz für Störefriede und Tyrannen.
- Das Positive sehen: Erziehung geht auch nicht ohne Humor und ohne Freundlichkeit.
- Nur nicht zu viele Massnahmen ergreifen
Peter Keller
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Dienstag, 17. August 2010
Fünf Persönlichkeitsdimensionen - "The Big Five"
I Extraversion
gesellig, humorvoll, optimistisch, zurückhaltend, verschlossen, schweigsam, lebhaft, temperamentvoll
II Soziale Verträglichkeit
bescheiden, hilfsbereit, aufrichtig, warmherzig, rücksichtsvoll, altruistisch, mitfühlend, wohlwollend, kooperativ gutmütig, ehrlich
III Gewissenhaftigkeit
hart arbeitend, sorgfältig, zuverlässig, gewissenhaft, fleissig, pflichtbewusst, pünktlich, ordentlich
IV Neurotizismus
verlegen, nervös, traurig, ängstlich, verletzbar, launenhaft, unsicher
V Intellekt
gebildet, wissbegierig, phantasievoll, schlagfertig, einfallsreich, scharfsinnig, interessiert, intelligent, kreativ
von Marcus Knill
Und hier noch einen entsprechenden Test dazu.
gesellig, humorvoll, optimistisch, zurückhaltend, verschlossen, schweigsam, lebhaft, temperamentvoll
II Soziale Verträglichkeit
bescheiden, hilfsbereit, aufrichtig, warmherzig, rücksichtsvoll, altruistisch, mitfühlend, wohlwollend, kooperativ gutmütig, ehrlich
III Gewissenhaftigkeit
hart arbeitend, sorgfältig, zuverlässig, gewissenhaft, fleissig, pflichtbewusst, pünktlich, ordentlich
IV Neurotizismus
verlegen, nervös, traurig, ängstlich, verletzbar, launenhaft, unsicher
V Intellekt
gebildet, wissbegierig, phantasievoll, schlagfertig, einfallsreich, scharfsinnig, interessiert, intelligent, kreativ
von Marcus Knill
Und hier noch einen entsprechenden Test dazu.
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Mittwoch, 11. August 2010
WEIRD
Viele psychologische Studien sind nicht repräsentativ, weil sie fast nur Studenten und Gebildete untersuchen.Die Abkürzung steht für Menschen aus westlichen, gebildeten (engl. educated), industrialisierten, reichen und demokratischen Gesellschaften.96% der Teilnehmer an psychologischen Studien zwischen 2003 und 2007 stammen aus Nordamerika, Europa, Australien und Israel.Verstärkt wird dieses Problem durch den Umstand, dass innerhalb der "sonderbaren" WEIRD-Probanden eine noch speziellere Gruppe die Mehrheit bildet - nämlich junge Psychologiestudenten. "Im Journal of Personality and Social Psychology" waren gemäss Arnets Untersuchung bis zu 80 Prozent der Studienteilnehmer Studenten in den ersten Semestern.Patrick Imhasly in der NZZaS vom 4. Juli 2010, Seite 49.
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Samstag, 6. Februar 2010
positive Psychologie
Die positive Psychologie unterscheidet nach ihrem Begründer Martin Seligman und in Anlehnung an die Philosophie 6 Tugenden, denen sie 24 Charakterstärken zuordnet:
- Weisheit und Wissen mit Kreativität, Neugier, Urteilsvermögen, Liebe zum Lernen und Weisheit.
- Mut mit Tapferkeit, Ausdauer, Authentizität und Enthusiasmus.
- Menschlichkeit mit Bindungsfähigkeit, Freundlichkeit und Sozialer Intelligenz.
- Gerechtigkeit mit Teamwork, Fairness und Führungsvermögen.
- Mässigung mit Vergebungsbereitschaft, Bescheidenheit, Vorsicht und Selbstregulation.
- Transzendenz mit Sinn für das Schöne, Dankbarkeit, Optimismus, Humor und Spiritualität.
Kathrin Meier-Rust in der NZZaS vom 24.01.10, Seite 55ffTests mit individuellen Auswertungen auf charakterstaerken.org
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Mittwoch, 24. Juni 2009
6 grundlegende Tendenzen der menschlichen Natur
Autorität
Menschen neigen dazu, einer Forderung nachzugeben, wenn diese durch eine Autoritätsperson gestellt wird.
Zuneigung
Menschen neigen zur Zusammenarbeit, wenn ihnen die anfragende Person angenehm vorkommt oder ähnliche Interessen, Ansichten und Verhaltensweisen wie das Opfer hat.
Revanchieren
Wir geben möglicherweise automatisch einem Anliegen nach, wenn uns schon etwas Wertvolles gegeben oder versprochen wurde. Das Geschenk könnte etwas Materielles sein oder ein Ratschlag oder eine Hilfestellung. Wenn jemand etwas für Sie getan hat, neigen Sie dazu, sich zu revanchieren. Ein Geschenk oder eine Unterstützung impliziert meistens eine Verpflichtung.
Konsequenz
Menschen neigen zur Zusammenarbeit, wenn sie sich öffentlich für eine Sache verpflichtet oder eingesetzt haben. Wenn wir erst einmal etwas versprochen haben, wollen wir nicht unzuverlässig oder unwillig erscheinen und neigen zur Einwilligung, weil wir konsequent zu unserem Versprechen oder unserer Aussage stehen.
Soziale Bestätigung
Menschen neigen zur Zusammenarbeit, wenn sie dadurch mit dem übereinstimmen, was andere tun. Die Handlungen von anderen werden als Bestätigung oder Validation akzeptiert, dass das fragliche Verhalten die richtige und angemessene Handlung darstellt.
Mangel
Menschen neigen zur Mitarbeit, wenn sie annehmen, dass ein angebotenes Objekt Mangelware sei und andere darum Wettstreiten oder dass es nur für eine kurze Zeit verfügbar sei.
Robert B. Cialdini in der Zeitschrift Scientific American, 02/2001.
Menschen neigen dazu, einer Forderung nachzugeben, wenn diese durch eine Autoritätsperson gestellt wird.
Zuneigung
Menschen neigen zur Zusammenarbeit, wenn ihnen die anfragende Person angenehm vorkommt oder ähnliche Interessen, Ansichten und Verhaltensweisen wie das Opfer hat.
Revanchieren
Wir geben möglicherweise automatisch einem Anliegen nach, wenn uns schon etwas Wertvolles gegeben oder versprochen wurde. Das Geschenk könnte etwas Materielles sein oder ein Ratschlag oder eine Hilfestellung. Wenn jemand etwas für Sie getan hat, neigen Sie dazu, sich zu revanchieren. Ein Geschenk oder eine Unterstützung impliziert meistens eine Verpflichtung.
Konsequenz
Menschen neigen zur Zusammenarbeit, wenn sie sich öffentlich für eine Sache verpflichtet oder eingesetzt haben. Wenn wir erst einmal etwas versprochen haben, wollen wir nicht unzuverlässig oder unwillig erscheinen und neigen zur Einwilligung, weil wir konsequent zu unserem Versprechen oder unserer Aussage stehen.
Soziale Bestätigung
Menschen neigen zur Zusammenarbeit, wenn sie dadurch mit dem übereinstimmen, was andere tun. Die Handlungen von anderen werden als Bestätigung oder Validation akzeptiert, dass das fragliche Verhalten die richtige und angemessene Handlung darstellt.
Mangel
Menschen neigen zur Mitarbeit, wenn sie annehmen, dass ein angebotenes Objekt Mangelware sei und andere darum Wettstreiten oder dass es nur für eine kurze Zeit verfügbar sei.
Robert B. Cialdini in der Zeitschrift Scientific American, 02/2001.
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Dienstag, 6. Mai 2008
Blockade
Wie heisst das Phänomen, dass wenn man etwas ganz dringend tun müsste, man alles andere macht und blockiert ist im Dringendsten?
Donnerstag, 6. März 2008
Neuroökonomie
Unser Gehirn ist kein ideales Instrument, um finanzielle Entscheidungen zu treffenDies ergeben Blutstromuntersuchungen im Gehirn. Jene von erfolgreichen Börsenhändlern erinnern gar an die Aufnahmen von Drogenabhängigen, die sich auf die nächste Dosis freuen.
Jason Zweig, Finanzjournalist in seinem Buch "Gier".
Müssen wir an der Börsen eine Entscheidung treffen, überwältigen emotionale Impulse jenen Teil unseres Gehirns, der uns in rationale Investoren verwandeln würde.
Alain Zucker im Magazin 08, Seite 38.Der Anfang und die Grundlage der Erkenntnisse der Behavioral Finance...
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Mittwoch, 24. Oktober 2007
Eigenschaften von Stars
Sie reichen von beneidenswerter, keineswegs therapiebedürftiger Selbstverliebtheit bis hin zu Borderline-Störungen wie pathologischem Narzissmus, der sich durch das Gegenteil von Selbstbewusstsein definiert: Pathologische Narzissten haben sehr wenig Selbstvertrauen. Ihre Vorstellung von Grösse kann einzig durch Beachtung von aussen aufrechterhalten werden. Ob diese positiv oder negativ ausfällt, ist unwichtig. Unerträglich ist ihnen einzig die Nichtbeachtung.
Auf Verlassenwerden, für jeden Menschen eine Katastrophe, reagieren Narzissten viel häufiger als andere mit Sucht: Alkoholismus, Drogen, Tabletten. Eine US-Studie unter Sängern und Schauspielern bestätigt Bandelows Annahme: Ihr Hang zu Narzissmus ist deutlich ausgeprägter als in den meisten anderen Berufskategorien, Spitzenmanager und Politiker ausgenommen.
Beatrice Schlag in der Weltwoche 41.07, Seite 38ff.
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