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Samstag, 19. Mai 2012

Schweizer flirten wie sie tschutten

Selbstinszenierung hat natürlich damit zu tun, sich selbst an das Publikum, die Frau, den Mann zu bringen. Und ganz ehrlich, tief in ­seinem Innern ist das dem Schweizer einfach zu blöd. Dazu fühlen wir uns ein bisschen zu gut. Da werden wir bockig. Und genau so ­flirten wir. Wir sind bockig. 
Die Frauen denken: Der will ja was von mir, soll der doch rüberkommen! Richtig, bei den Brasilianern, Franzosen, Italienern, Spaniern: Bei fast allen geht diese Taktik voll auf.
Nur nicht bei den Schweizern. Nein, wie der Zufall so will, denkt der Schweizer Mann genau gleich. Nur eben umgekehrt. Plus: Ha, das habt ihr jetzt von der Emanzipation! 
Das Resultat ist dann für beide Parteien nicht sonderlich euphorisierend. Etwa so, wie wenn man sich ein Spiel der Schweizer Nati ansieht: Keiner tut was, alle stehen in der Defensive rum, und am Schluss hat man verloren, geht nach Hause und gibt allen anderen die Schuld. Spass geht anders.
Dominique Feusi in der WeWo20.12, Seite 62

Montag, 7. Mai 2012

Fussball entgeht Rüffel wegen Befangenheit

Die geilste Saison aller Zeiten!
Blick, 2011
...ein gerüttelt Mass an Zynismus...nichts zu bieten, was auch nur annähernd super ist. Im Gegenteil: Unvermögen, Pleiten, Konkurse und die ­Inhaftierung eines Klubpräsidenten prägen das Bild.

Allzu hohe Wellen werfen diese Peinlichkeiten nicht. Denn die Fans auf den Tribünen sind genauso bescheiden wie das Gekicke auf dem Platz. Und die Fans in den Redaktions­stuben sind angehalten, die Super League schönzureden und noch schöner zu schreiben. Schliesslich geht es für ihre Arbeitgeber um viel Geld.

Beispiel Schweizer Fernsehen: Es will nächste Saison 36 Spiele live übertragen und mit möglichst vielen Zuschauern hohe Werbeeinnahmen generieren. Beispiel Ringier: Dem Medienhaus gehört nicht nur der Blick, sondern auch der offizielle Vermarkter der Super League (InfrontRingier) und zum Teil auch der Pay-TV-Sender, der alle Super-League-Spiele live überträgt (Teleclub).

Marcel Siegenthaler in der WeWo18/12, Seite 14.

Samstag, 19. November 2011

Vorurteile gegen Fussballer

  • Fussballer haben nichts im Kopf ausser Überdruck, um Kopfbällen Paroli bieten zu können
  • ständig Überdruck, um das Angebot der Groupies befriedigen zu können
  • immer einen Goldschmied zur Hand, um sich neue Diamantstecker anfertigen zu lassen
  • den Coiffeur dabei für den Augenbrauentrimm,
  • den Automech für einen neuen Spoiler
  • Und als einziges Buch die Gebrauchsanweisung der Spielkonsole
rö im Blick am Abend vom 18.Nov.11, Seite 2.

Mittwoch, 16. November 2011

Simulantensport Fussball

Als sich vor 150 Jahren Fussball und Rugby trennten, wurde Rugby, das Spiel mit dem Ei und den freieren Regeln, die auch den harten Kampf Mann gegen Mann zuliessen, eine Sportart der Eliteschulen. Gewaltsame Massierungen sind eine taktische Variante des Rugby wie ein Flügellauf oder eine blitzschnelle Passkombination. Brutalität wird auf dem Platz ohne Wehleidigkeit akzeptiert, auch vom Publikum. Im Soccer, dem Spiel des neuen Industrieproletariats, hielten Fouls und Schauspielerei als taktische List Einzug und heizten das Publikum auf. Auch die überfällige Einführung des Videobeweises würde das Gewaltpotenzial entschärfen.
Peter Hartmann in der WeWo45.11, Seite 16f.

Sonntag, 23. Oktober 2011

11 Massnahmen gegen Fussball-Chaoten

  1. Polizei im Stadion
  2. Polizeiliche Konfliktvermittler
  3. Sicherheitspersonal an Eingängen aufstocken
  4. Spielabbruch bei Pyros
  5. Sektor räumen
  6. Verbot von Fahnen
  7. Ausweispflicht
  8. Vermummungsverbot/Stadionverbot
  9. Bewilligungspflicht von Spielen 
  10. Kombitickets
  11. Schnellrichter
20min vom 22.10.11

Donnerstag, 13. Oktober 2011

Fussball kostet die Öffentlichkeit – Bsp. ZH


Sicherheit
GC und FCZ bezahlen jährlich je 500‘000 CHF für die Polizeieinsätze. Ein Einsatz kann aber von einigen Tausend bis zu einer Viertelmillion CHF kosten – bei 36 Spieltagen…

Stadion
Das Letzigrund machte 8.9 mCHF Verlust. Da die anderen Veranstaltungen profitabel waren ist dieser Betrag dem Fussball zuzuschreiben.

Öffenlicher Verkehr
Die SBB melden pro Saison 3 mCHF Schaden durch randalierende Fans in Zügen und auf Bahnhöfen. Regionale Verkehrsbetriebe nicht eingerechnet.

TV-Rechte
Die SRG (also der Gebührenzahler) bezahlt jährlich 5 mCHF an die Fussballliga.

In Anlehnung an Daniel Friedli in der NZZaS vom 9.10.11, Seite 11.

Obwohl der Fussball massive Kosten generiert – und auch hohe Einnahmen hat (Werbung, Sponsoren, private TV-Rechte), verwendet er dieses Geld für die unverhältnissmässig hohen Löhne der „spielenden“ Secondos und Migranten anstatt die verursachten Kosten zu decken. Asozial.

Samstag, 3. September 2011

Duplik auf "Kosovaren schlitzen Schweizer auf"

Die negativen Meldungen in den Medien über das Schaffen einiger Kosovaren in der Schweiz häufen sich. Die SVP passt ihre Inserate entsprechend an. Naim Malaj, Botschafter des Kosovo, meldet sich zu Wort:
Die kosovarischen Gemeinde (...) kann nicht verstehen, dass aufgrund von Einzelfällen nun eine ganze Volksgruppe angeklagt wird.
Man nennt dies "statistische Auffälligkeit"
man darf nicht Rückschlüsse auf die ganze Diaspora ziehen.
Darf man das nicht, weil das Diktat der Stunde danach politischer Korrektheit verlangt? Ist diese wichtiger, als Probleme zu lokalisieren und an der Wurzel zu beheben?
Ich finde diese Inserate inakzeptabel und gefährlich. (...) Wie sollen sich [die 200'000 Kosovaren in der Schweiz] heimisch fühlen, wenn sie immer mit den gleichen negativen Vorurteilen konfrontiert werden? (...) Mit solchen Kampagnen gibt man ihnen aber das Gefühl, ausgeschlossen zu sein. Für den sozialen Zusammenhalt im Land ist das sicherlich nicht förderlich.
Die ach so "heimischen" Kosovaren in der Schweiz tun nicht all zu viel für den sozialen Zusammenhang: sind eher unter sich, sprechen die wahrlich heimische Sprache und zelebrieren ihre fremdländischen Feste und Gebräuche auch in der Schweiz. Sie grenzen sich selbst wesentlich intensiver von der Schweiz ab, als dies ein paar SVP-Plakate zu tun vermögen.
Ich wünschte mir, dass die SVP auch einmal über die positiven Beispiele berichtet, von denen es sehr viele gibt. Denken Sie nur einmal an die Fussball-Nati, in der etwa Xherdan Shaqiri eine tragende Rolle spielt.
Fussball?! Ist das alles? Welche vielen positiven Beispiele denn noch? Ist Fussball überhaupt eine bewundernswerte Leistung?
NZZ: Trotzdem: Laut Statistik werden Kosovaren häufiger kriminell als Schweizer.Ich erachte solche Vergleiche als wenig zielführend. Ich finde es problematisch, dass man sofort Rückschlüsse auf die Nationalität zieht, wenn ein Kosovare eine Straftat begeht. 
Falsch: Ein Problem zu lokalisieren und konzentriert angehen zu können ist Voraussetzung zur Lösung. Und dies zu lösen muss das Ziel sein.
Diese Tat hat nichts mit einer kosovarischen Wertvorstellung zu tun. Ein solcher Mord wird auch in Kosovo bestraft. Es ist keineswegs so, dass man solche Verbrechen dort im Namen alter Kodizes beklatscht. 
Falsch: Historisch belegbar sind entsprechende Kodizes. Soziologisch erwiesen ist die gegenwärtige Aktualität in entsprechenden Kreisen.

Interview von Daniel Friedli in der NZZaS vom 28.2.11, Seite 11.

Montag, 4. Juli 2011

Fussball ist v.a. viel inszeniertes herumgeliege

Beim Fussballspiel wird nur während durchschnittlich 62 Prozent der Zeit wirklich Fussball gespielt. In der übrigen Zeit wird ausgewechselt, gejubelt, oder simuliert. Die Länge dieser Unterbrechungen ist bei Männern deutlich länger als bei Frauen, melden Forscher der Technischen Universität München. Nach einer Analyse von 56 Fussballspielen fanden sie, dass das Auswechseln und der Torjubel bei Männern länger dauern. Zudem bleiben sie bei Verletzungen länger am Boden liegen. Bei Männern ist der Gedanke an die Inszenierung stärker ausgeprägt, so die Forscher.
tlu. in der NZZaS vom 03.07.2011, Seite 47.

Samstag, 14. Mai 2011

Fussballer sind über Marktwert entlöhnt

Ich störe mich schon seit Langem an den hohen Löhnen von Fussballern und deren Trainern verglichen mit der Leistung die sie erbringen. Für das Rumrennen und Herumliegen hätten sie aus meiner Sicht höchstens das Existenzminimum verdient.

Dagegen wird höchst fraglich argumentiert, dass sich mit dem erlangten "Vorbild"-Image Werbeverträge ausschlachten lassen. Aufgrund des schlechten Regelwerkes, welches Simulantentum und Irreführung des "unfehlbaren" Schiedsrichters belohnt, verhält sich fast kein erfolgreicher Fussballer vorbildlich - sondern eher wie ein weinerliches Mädchen (Im Speziellen die Südländer um Cristiano Ronaldo, am wenigsten die Rugby-nahen Engländer um Wayne Rooney).

Nun aber noch ein Wort zur vereinsinternen Vergütung. Eine vereinfachte Erfolgsrechnung:

marginal oder gar nicht berücksichtigte Aufwände:
  • Polizeiaufgebot bei Fussballspielen
  • Sachschaden infolge Randalierens der Fans im öffentlichen Raum
  • zerstörte SBB-Züge und adequate Transportkosten
Die Lösung ist eine gebräuchliche BWL/VWL-Floskel: Internalisierung von Externalitäten!
  • Gleich wie beim Umweltschutz: Wenn Umweltverschmutzung nicht gratis ist.
  • Gleich wie bei den Banken: Wenn nicht nur Gewinne sondern auch Verluste von der Bank selbst getragen werden.
Die oben aufgeführten Aufwände müssen also von den Fussballvereinen getragen werden:
  • Entweder erhöht der Verein die Einnahmen, am aussichtsreichsten bei den Eintritten: Ein Ticket für einen Fussballmatch kostet künftig 500 CHF.
  • Oder er fährt mit den sonstigen Aufwänden massiv herunter. Wo ist hier das grösste Potenzial vorhanden? Genau, bei den Gehältern.
Unter Berücksichtigung von externen Kosten kommen Fussballer näher an ihren angemessenen Lohn. Das aktuelle Niveau ist unangebracht, unverschämt und asozial der Gesellschaft, dem Steuerzahler gegenüber. q.e.d.

Freitag, 8. April 2011

FIFA steuerpflichtig, da nicht gemeinnützig


  • Jährliche Einnahmen von mehreren Millionen Franken.
  • Eigenkapital von mehreren hundert Millionen Franken.
    (Die Rückstellungen werden für Schadenersatzklagen benötigt beim Ausfall einer WM.)

Die FIFA bezahlt der Stadt Zürich maximal eine Million Franken pro Jahr. Für Kosten wie die Sicherheit bei Besuchen von Fussballstars oder des feudalen FIFA-Sitzes kommt der Steuerzahler auf. In der Schweiz gilt ein Verein laut ZGB als gemeinnützig, wenn er keinen Erwerbs- oder Selbsthilfezweck aufweist. Damit eine Vereinstätigkeit als gemeinnützig bezeichnet werden kann, müssen auch folgende Bedingungen erfüllt sein: Einerseits muss die Tätigkeit von der Allgemeinheit als förderungswürdig betrachtet werden. Anderseits muss die Tätigkeit eine grosse Leistung im Dienste der Allgemeinheit darstellen. Von den Mitgliedern eines gemeinnützigen Vereins wird verlangt, dass sie persönliche oder finanzielle Opfer für die Sache erbringen.
Thomas Röthlisberger im Blick am Abend vom 07.04.2011, Seite 2f.

Freitag, 12. November 2010

gewaltbereite, nationalistische, homophobe Serben


Das Phänomen ist nicht neu. Seit den neunziger Jahren existieren eine Reihe von Jungmännerbünden, die ihre Mitglieder aus den Fangemeinden der grossen Fussballklubs rekrutieren. Sie machen nicht nur die Stadien unsicher, sondern schlagen nach Laune auch Schwule, Roma, Muslime und Ausländer zusammen. Auch die Freischar-Kommandanten, die während der Jugoslawienkriege in Bosnien oder Kosovo die Drecksarbeit machten, fischten ihre Gefolgschaft vorzugsweise aus den Stadien. Dazu kommen ultranationalistische Jugend-Bünde wie Obraz (Ehre) oder Nasi (Unsere), die sich als Verteidiger der Nation und des orthodoxen Glaubens aufspielen.

Sehr lange wurde die Gewalt von der Justiz geduldet. Die Hooligan-Prozesse wurden regelmässig verschleppt, und die Urteile sind lächerlich. Das Jugendstrafrecht ist zahnlos, und die Richter mildern die Gewalttaten als jugendlichen Übermut ab. Anders als ihre Opfer haben die Hooligans, wenn sie abends ausrücken, wenig zu befürchten.
Andreas Ernst in der NZZaS vom 17.10.2010, Seite 7.

Montag, 23. August 2010

inkonsequenter Islam

Der muslimische Fussballer Aval Isah aus Ghana, der beim serbischen Verein Roter Stern Belgrad spielt, darf im Fastenmonat Ramadan an Spieltagen essen. (...) der Belgrader Mufti Muhamed Jusufspahic hat dem Fussballer erlaubt, während der Fastenzeit etwas zu essen, wenn er sich an Spieltagen schlecht fühle.
NZZaS vom 22.08.2010, Seite 2.

Freitag, 20. August 2010

rückständiges Südafrika

Rückständigkeit - Medizinmann - abergläubische Dorfbewohner ermorden Jahr für Jahr vermeintliche "Hexen" - ländliche Gebräuche - Blechhütten.

Die Hälfte der Menschen lebt an der Armutsgrenze, zwölf Millionen beziehen Sozialhilfe, nicht einmal sechs Millionen zahlen Einkommensteuer.

In Südafrika zählt ein Menschenleben wenig (Statistik 2009):
  • 18'148 Morde
  • 12'571 Totschlags-Delikte
  • mindestens 15'000 Verkehrstote
--> durchschnittlich kommen 130 Menschen pro Tag auf gewaltsame Weise ums Leben.
Zum Vergleich Spanien, mit ähnlicher Anzahl Einwohner: 315 Morde, 1897 Verkehrstote.

Ab Montag streikt die Eisenbahner-Gewerkschaft. Andernorts kein grosses Thema, aber hierzulande führt das automatisch zu Gewaltanwendung und Brandstiftung durch frustrierte Pendler.

Jugendliche ohne Zukunftsperspektive: arm und arbeitslos - aufgeheizte Stimmung bis tötlich zornig.

Demonstrationen: Keine Woche vergeht, ohne dass in Südafrika die Polizei Gummikugeln und Tränengas gegen Bürger einsetzt, die bessere Stromversorgung, Abwasserleitungen, Häuser und Jobs einfordern.

Minister für Hausbau: "Wir haben es tagtäglich mit einem hausgemachten Desaster zu tun."
Es gäbe 2600 Elendssiedlungen im ganzen Land - achtmal so viele wie 1994, als die Apartheit endete und Nelson Mandelas ANC den Armen schnelle Abhilfe versprach.

Wer gehofft hatte, dass die WM-Vergabe eine Wende herbeiführen würde, sieht sich bitter enttäuscht. Statt der halben Million Fans kommt wohl nur die Hälfte. Das entspräche exakt der Zahl der Touristen aus den USA, die im vergangenen Jahr am Kap Ferien machten - ohne Fussball-WM.
Thomas Knemeyer in der NZZaS vom 9. Mai 2010, Seite 22f.

Mittwoch, 11. August 2010

wirkungslose WM im verlorenen Afrika

In ein paar Jahren, wenn die überdimensionierten Stadien ungenutzt vor sich hin motten, werden einem beim Stichwort "WM in Südafrika" wahrscheinlich vor allem die Vuvuzelas durch den Kopf gehen.

Nix "Heimspiel". Der Ivoirer kümmert sich im Allgemeinen einen Dreck darum, was in Kamerun geschieht, und die Südafrikaner halten sowieso alle anderen für Wilde. Ein Nigerianer würde es kaum wagen, mit seiner Nationalflagge durch die Strassen Johannesburgs zu kurven: Seine Landsleute gelten dort allesamt als Drogendealer und Gangster, und falls sie einer geregelten Arbeit nachgehen: Umso schlimmer, dann nehmen sie den Einheimischen den Job weg.
Das Festhalten an magischen Prozeduren und übernatürlichen Erklärungen für Sieg und Niederlage:
Wäre wirklich etwas dran an der Macht von Zauberern - Afrika müsste längst der - nicht nur sportlich - erfolgreichste Kontinent der Welt sein.

David Signer in der NZZaS vom 27. Juni 2010, Seite 73.

Samstag, 24. Juli 2010

Gläubige (dumme) Fussballer



Brasilianisches Team: tiefreligiös, Kaholizismus: Rund die Hälfte der Mannschaft gehört einer evangelikalen Freikirche an. Kaká überweist Millionen an die Religionsgemeinschaft „Renascer em Cristo“ (Wiedergeburt in Christus). Nach seiner Fussballkarriere will er Priester werden.

Auch in Europa sind unter Spitzenfussballern tiefgläubige Menschen verbreiteter als im Durchschnitt der Bevölkerung.

3 Gründe:
  • Sicherheit: „Ich weiss, ich werde beschützt. Es kann mir nichts passieren.“
    Falsch: Selbstbetrug. Klassische Verwechslung von Wissen und Glauben. Glauben heisst, nicht wissen wollen.
  • Rituale: geben Struktur, Ablauf und damit ebenfalls Sicherheit.
    Rituale sind ja gut und recht, brauchen aber überhaupt nicht religiös zu sein.
  • Mentaler Zustand: Dir richtige Balance zwischen Anspannung und Entspannung ermöglicht die optimale Leistung. In einem inneren Monolog motivieren sich die Spieler selbst. Gläubige beten dazu.
    Auch hier ist die Religion alles andere als zwingend. Bei den übersteigerten Egos der meisten, oft südländischen, Topfussballer sollte der übersteigerte Egozentrismus reichen.
Francesco Benini in der NZZaS vom 4. Juli 2010, Seite 20.

Cristiano Ronaldo – die Pfeiffe

Er kostete 135 Mio. Franken Ablöse, Real Madrid zahlt ihm rund 20 Mio. Fr. Gehalt pro Jahr, Nike rund 10 Mio. Fr. Sponsorengeld – dennoch ist Cristiano Ronaldo der Loser der WM: Nach dem Aus gegen Spanien (0:1) rotzte er wie ein pubertierender 13-Jähriger Richtung Kamera, pöbelte gegen Journalisten und Trainer Carlos Queiroz. Inzwischen ist noch Verzweiflung hinzugekommen: „Ich fühle mich am Boden zerstört, total verzweifelt und unvorstellbar traurig“, verkündete der Portugiese auf seiner Internetseite. Seine WM-Bilanz: nur ein Tor, dafür 22 Hackentricks allein beim 7:0 gegen Nordkorea. Ronaldo – nur ein Blender.
Pavo Prskalo im Blick am Abend vom 1. Juli 2010, Seite 9.

Samstag, 26. Juni 2010

Rugby vs. Fussball

Fussball: Simulanten, Spielverzögerung, melodramatische Diven wie Cristiano Ronaldo oder die gesamte italienische Mannschaft: Sie schaden dem, was man gerne als Sport bezeichnen würde.

Während der Fussball bald an obszönen Lohnsummen verdarb, hielt sich die Rugby-Familie mit einem Pint bei Laune. So hoffte man, unter sich zu bleiben.

scrum, "Gedränge": Würde sich einer der Männer aus dem Klammergriff lösen, um sich nach Fussballerart auf dem Boden zu wälzen oder das Haar zu richten, das Gedränge würde zusammensacken wie ein Käse-Soufflé. Es wäre mit krachenden Muskeln zu rechnen, vielleicht auch mit brechenden Knochen. Im Gedränge zeigt sich, dass ein Team sein Ziel nur gemeinschaftlich erreicht.

Martin Helg in der NZZaS vom 6.6.10, Seite 71.

Mittwoch, 23. Juni 2010

Fussball: für Schwarze und Migranten

Dass sich weisse Südafrikaner für Fussball begeistern, ist bemerkenswert in einem Land, in dem die Massensportarten stärker als Einkommensunterschiede die alten Rassenschranken widerspiegeln. Die Weissen interessieren sich für Rugby oder Cricket, die Schwarzen für Fussball. Laut einer Statistik des South African Institute for Race Relations (SAIRR) sind in der Equipe der Cricket-Auswahl 81 Prozent und der Rubgy-Nationalmannschaft 66 Prozent Weisse (Anteil an der Bevölkerung: 2.6 Prozent). Umgekehrt sind 70 Prozent des Fussballteams Schwarze (79 Prozent der Bevölkerung) oder Coloureds (9 Prozent).
Markus M. Haefliger in der NZZaS vom 20.06.10, Seite 7.
Und dieser Eindruck wurde mir heute bestätigt: Fussball ist ein Unterschichtensport - im übelsten Sinne: Ich war auf der Finnenbahn in Zofingen während eines Fussballtrainings. Ich habe KEINEN (sic!) gesehen, der frei von Migrationseinflüssen gewesen wäre. Im Gegenteil: Beim überwiegend grossen Teil konnte man die fremdländischen Wurzeln nicht übersehen, selbst wenn man ein Multikultiträumer wäre.

Freitag, 11. Juni 2010

Fussballschwächlinge

Nein, dieser Sport ist definitiv zu hart für mich. Ich hatte auch nicht die körperliche Voraussetzung dazu - ich war ein eher schwächlicher Junge.
Scott Chipperfield im "Sonntag" auf die Frage, ob er es in seiner Jugend auch einmal mit Australian Football versucht habe, zitiert im 20min vom 7.06.2010, Seite 3.

Montag, 12. April 2010

Sepp Blatter

  • findet Zürich "langweilig, langweilig, langweilig" und seine FIFA ist steuerbefreit in der Schweiz.
  • meint einer ernstzunehmenden Organisation vorzustehen und schanzt der Vermarkungsfirma seines Neffen Millionenaufträge zu
  • unterstreicht stehts die soziale Mission und den caritativen Charakter der FIFA und lässt sich für 240 Mio. CHF einen neuen FIFA-Sitz bauen.
  • Hat einen Marketingdirektor der lügt und Dutzende Millionen in den Sand setzt und befördert ihn, Jérôme Valeke zum Generalsekretär.
Francesco Benini in der NZZaS vom 11.4.10, Seite 18, sinngemäss.