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Montag, 7. Mai 2012

Fussball entgeht Rüffel wegen Befangenheit

Die geilste Saison aller Zeiten!
Blick, 2011
...ein gerüttelt Mass an Zynismus...nichts zu bieten, was auch nur annähernd super ist. Im Gegenteil: Unvermögen, Pleiten, Konkurse und die ­Inhaftierung eines Klubpräsidenten prägen das Bild.

Allzu hohe Wellen werfen diese Peinlichkeiten nicht. Denn die Fans auf den Tribünen sind genauso bescheiden wie das Gekicke auf dem Platz. Und die Fans in den Redaktions­stuben sind angehalten, die Super League schönzureden und noch schöner zu schreiben. Schliesslich geht es für ihre Arbeitgeber um viel Geld.

Beispiel Schweizer Fernsehen: Es will nächste Saison 36 Spiele live übertragen und mit möglichst vielen Zuschauern hohe Werbeeinnahmen generieren. Beispiel Ringier: Dem Medienhaus gehört nicht nur der Blick, sondern auch der offizielle Vermarkter der Super League (InfrontRingier) und zum Teil auch der Pay-TV-Sender, der alle Super-League-Spiele live überträgt (Teleclub).

Marcel Siegenthaler in der WeWo18/12, Seite 14.

Samstag, 14. Mai 2011

Fussballer sind über Marktwert entlöhnt

Ich störe mich schon seit Langem an den hohen Löhnen von Fussballern und deren Trainern verglichen mit der Leistung die sie erbringen. Für das Rumrennen und Herumliegen hätten sie aus meiner Sicht höchstens das Existenzminimum verdient.

Dagegen wird höchst fraglich argumentiert, dass sich mit dem erlangten "Vorbild"-Image Werbeverträge ausschlachten lassen. Aufgrund des schlechten Regelwerkes, welches Simulantentum und Irreführung des "unfehlbaren" Schiedsrichters belohnt, verhält sich fast kein erfolgreicher Fussballer vorbildlich - sondern eher wie ein weinerliches Mädchen (Im Speziellen die Südländer um Cristiano Ronaldo, am wenigsten die Rugby-nahen Engländer um Wayne Rooney).

Nun aber noch ein Wort zur vereinsinternen Vergütung. Eine vereinfachte Erfolgsrechnung:

marginal oder gar nicht berücksichtigte Aufwände:
  • Polizeiaufgebot bei Fussballspielen
  • Sachschaden infolge Randalierens der Fans im öffentlichen Raum
  • zerstörte SBB-Züge und adequate Transportkosten
Die Lösung ist eine gebräuchliche BWL/VWL-Floskel: Internalisierung von Externalitäten!
  • Gleich wie beim Umweltschutz: Wenn Umweltverschmutzung nicht gratis ist.
  • Gleich wie bei den Banken: Wenn nicht nur Gewinne sondern auch Verluste von der Bank selbst getragen werden.
Die oben aufgeführten Aufwände müssen also von den Fussballvereinen getragen werden:
  • Entweder erhöht der Verein die Einnahmen, am aussichtsreichsten bei den Eintritten: Ein Ticket für einen Fussballmatch kostet künftig 500 CHF.
  • Oder er fährt mit den sonstigen Aufwänden massiv herunter. Wo ist hier das grösste Potenzial vorhanden? Genau, bei den Gehältern.
Unter Berücksichtigung von externen Kosten kommen Fussballer näher an ihren angemessenen Lohn. Das aktuelle Niveau ist unangebracht, unverschämt und asozial der Gesellschaft, dem Steuerzahler gegenüber. q.e.d.

Sonntag, 7. September 2008

Löhne von Fussballspielern

Löhne von Fussballspielern, "das geschätzte Jahressalär exklusive Prämien":
  • Christian Gross: 1'400'000 CHF
  • Franco Costanzo: 1'000'000 CHF
  • Scott Chipperfield, Carlitos, Ivan Ergic, Benjamin Huggel: 750'000 CHF
  • David Angel Abraham: 500'000 CHF
  • Behrang Safari, Reto Zanni: 400'000 CHF
  • Eren Derdiyok: 250'000 CHF
  • Valentin Stocker: 200'000 CHF
François Schmid-Bechtel und Ruedi Kuhn in der MZ vom 30.8.08 Seite 43.
Ja, man erkennt es an den Nachnamen: Es handelt sich hierbei um einen Schweizer Verein, den FC Basel.

Ich bin ja auf den Standpunkt, dass sämtliche Gelder über 30'000 CHF pro Jahr zuviel für die Leistung eines Fussballspielers ist. Doch es handelt sich nicht um ein Marktversagen, das solche Preise zulässt. Der Fehler ist viel mehr beim Fan zu suchen, der getrieben von Emotionen zu grössten Irrationalitäten neigt und entsprechende Löhne von Fussballspielern zulässt. Der zahlende Fussballfan ist schuld.

Montag, 10. Dezember 2007

Die Euro 08 ohne England

Das Fehlen von England macht die Euro kleiner. Engländer sind die Meister der Fanreisen. Weltweit haben sie Sportveranstaltungen in britische Um-die-Wette-Saufgelage verwandelt. Bei der EM 2004 stellten sie ein Drittel aller angereisten Zuschauer – so viele wie Deutschland, Spanien, Italien und Frankreich zusammen.
Werner Richter übersetzt Simon Kuper in der WW49.07, Seite 50f.

Mittwoch, 5. Dezember 2007

FCZ-Fans entführen GC-Fan

Rund zwölf vermummte FCZ-Fans haben am Montag vor einer Woche die Wohnung eines GC-Anhängers im Kanton Aargau gestürmt und den Mann genötigt mitzukommen. Jetzt laufen Ermittlungen gegen Unbekannt.
Unbekannte haben am Montag vor einer Woche in der Region Aarau einen Anhänger des Grasshopper-Club (GC) entführt. Am Bahnhof Aarau wurde er wieder freigelassen, nachdem die Aargauer Kantonspolizei den Entführern auf die Spur gekommen war. (20min; Details im Tagi.)
Ist Entführung wirklich so schlimm? Wenn der Entführte eh gerade nicht zu tun hat und er gut behandelt wird, dann macht er eigentlich nur ein kleines Ausfährtchen mit ein paar Kollegen. So schlimm ist das doch nicht.