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Donnerstag, 27. Oktober 2011

David Harding - Winton Capital

  • mit 20 Jahren Physik-Abschluss in Cambridge
  • früher pinkfarbene Haare; Lieblingsband heist Punishment of Luxury
  • begann 1987 bei einem englischen Broker
  • seit 25 Jahren dauerhafter Erfolg mit zweistelligen Renditen
  • glaubt nicht an die Theorie der effizienten Märkte
  • 100-köpfiges Forscherteam bestehend aus Computeringenieuren, Astronomen, Physiker, Mathematiker, Statistikern und nur einem Ökonomen.
  • analysieren riesige Datenmengen aus den vergangenen fünfzig Jahren und suchen nach auffälligen Mustern in den Preisentwicklungen der Finanzmärkte
  • Die Erkenntnisse werden in Algorithmen umgemünzt, mit dem Ziel, aussagekräftige Kauf- und Verkaufsignale zu bekommen.
  • 500'000 Zeilen Programmier-Code, der während 24 Stunden am Tag alle 10 Sekunden automatisch ein Kauf und ein Verkauf geneiert
  • Anlageentscheide für 25bnUSD bei Winton Capital
Markus Städeli in der NZZaS vom 23.10.2011, Seite 35.

Montag, 8. August 2011

Hoffen auf zunehmendes Bauernsterbern

Betriebsaufgaben bedeuten, dass die Betriebe von anderen übernommen werden und zu grösseren Konglomeraten zusammengeschlossen werden. Damit einher geht eine Modernisierung, der Betrieb wird effizienter und ökologischer, wovon Nutztiere und Umwelt profitieren.

Bauernhofpopulation

  • CH (2011): -1.6%
  • CH (90er): -2.7%
  • D (2011): -2.6%
  • F (2011): -3.5%

In der Schweiz geben nicht zu viele Landwirte ihre Höfe auf, sondern zu wenige.
bto in der NZZaS vom 07.08.2011, Seite 15.

Donnerstag, 20. August 2009

Mangelndes volkswirtschaftliches Denkvermögen der Deutschen

Hat es marktwirtschaftliches Denken in Deutschland schwerer als anderswo?

Ja, wir haben in Deutschland eine intellektuelle Elite, die von Goethe bis Heisenberg reicht und die Natur- und die Geisteswissenschaften umfasst. Marktwirtschaft kommt als Disziplin gar nicht vor. Journalisten, Politologen, Soziologen: Über Ökonomie wissen sie meist wenig Bescheid. Auch in der Öffentlichkeit ist wenig Verständnis da, bestenfalls für betriebswirtschaftliche Zusammenhänge, da man ja selbst in einer Firma arbeitet. Was die Grundregeln der Wirtschaft jedoch sind, dafür fehlt vielfach das Gespür.
Hans-Werner Sinn im Interview von Markus Somm in der WW26.09, SEite 34f.

Donnerstag, 15. Januar 2009

Beamte als Unternehmer?

Wenn Politiker oder Beamte erst einmal an den Sitzungstischen der privaten Unternehmen Platz genommen haben, werden sie viel Sitzleder entwickeln und die Geschäftsmodelle mit Politfantasie «anreichern». Vom Staat unterstützte Unternehmen werden unvermeidlicherweise «verpolitisiert» und daher längerfristig in ihrer unternehmerischen Dynamik und Flexibilität gebremst. Swissair, Swisscom oder die Schweizerische Post lassen grüssen.

Aber das Schlimmste an der naiven Staatsgläubigkeit ist die Illusion, dass mit Staatsgeldern und -garantien eine neue Welt ohne Risiken geschaffen werde – eine Art Wirtschaftsparadies auf Erden. Religionen sind klug genug, das Paradies erst für das «Jenseits» zu versprechen. Der naive Glaube an ein risikoloses «Diesseits» wird sich jedoch schnell als staatliche Machbarkeitsillusion entlarven. Der sicherste Weg in eine zukünftige Krise ist die Leugnung der real existierenden Risiken und Unsicherheiten. Der Versuch, nicht nur die aktuelle Krise zu bewältigen, sondern gleichzeitig alle denkbaren zukünftigen zu vermeiden, ist Anmassung von Wissen und führt schnurstracks in die staatliche Planwirtschaft zurück.
Silvio Borner in der WW1/09, Seite 14.


Bevor man sich aber der pauschalen Treibjagd-Stimmung gegen Manager hingibt, sollte man bedenken, dass Staatsbeamte nicht die besseren Unternehmer sind. Die Probleme der Finanzkrise wurzeln denn auch in den staatlichen US-Hypothekargesellschaften, die nicht nach wirtschaftlichen, sondern nach politischen Gesichtspunkten handelten.
Jörg Wolle im Interview mit René Lüchinger und Roger Köppel in der WW1/09, Seite 26ff


...und bei Fannie Mae & Freddi Mac wurde bisher noch niemand entlassen...

Montag, 25. Februar 2008

undemokratisch erfolgreich

Wir haben eine flache Hierarchie und mit der Partnerschaft ein föderalistisches Führungssystem. Das funktioniert sehr gut und wir wollen das vorderhand nicht ändern. Auch bei Goldman Sachs war die Partnerschaft ein sehr erfolgreiches System.
Konrad Hummler, Partner der Bank Wegelin & Co., am 21.2.08 im Cash Daily, Seite 5.
Goldman Sachs, "der einzige Unbeschadete der Subprimekrise" - äusserst erfolgreich.
Und, demokratisch? "one share - one vote"? Nönö, "föderalistisch", wohl eher partnerschaftlich, bzw. oligarch, nicht? Das ist erfolgreich - und sicher nicht die Struktur der Schweizer Politik.
Ein politisches Amt kommt für mich aber nicht in Frage. Das wäre mir zu schwerfällig.
Konrad Hummler