Der St. Galler Privatbankier Dr. Konrad Hummler wurde zum Opfer seiner ur-schweizerischen Bestimmung: Selbständig zu bleiben und vor niemand den Hut zu ziehen. Sein Lebenswerk, die Privatbank Wegelin & Co., von Schweizer Gesetzen nur unzulänglich geschützt, lief auf das Riff US-amerikanischer Ansprüche auf, gegen das es keinen Schutz gibt. Daran wird deutlich, wie schutzlos unser Land ausländischen Ansprüchen ausgesetzt ist, nicht nur amerikanischen.
Hummler, dem man den Druck der letzten Wochen angesehen hat, darf eine ehrenvolle Übergabe seines Werks zugestanden werden. Er hat als Kapitän das Schiff nicht verlassen, sondern durch den Verkauf der Bank die Ansprüche seiner Kunden wie die Arbeitsplätze seiner Mitarbeiter gesichert. Das Risiko der weiteren Auseinandersetzung mit den USA hat er auf seine Schultern genommen.
Klaus J. Stöhlker
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Montag, 30. Januar 2012
Hummlers ehrenvolle Übergabe
Donnerstag, 27. Oktober 2011
Langfristig wird der Euro nicht überleben
Griechenland produziert nichts, können also keine Schulden abbauen. Der Schuldenerlass ist deshalb die einzige Möglichkeit.
- Die Signalwirkung ist verheerend: Wer es völlig verbockt, kriegt 50% geschenkt. "Ihr müsst zwar sparen, doch wir haben auch schon Geld bereit, falls ihr nicht wollt."
- Die von der EU initiierte Finanztransaktionssteuer um spekulative Geschäfte zu verbieten findet wohl kaum auf diesem hochspekulativen Fonds Anwendung.
- Da unter keinen Umständen die führenden Politiker am ganzen Schlammassel schuld sein können, suchen sie die Schuldigen ausserhalb und verlangen von den Banken eine Kernkapitalaufstockung. Dies in einer bereits jetzt schon angespannten Situation. Dadurch werden die Banken bei der Kreditvergabe zurückhaltender, was wiederum die Wirtschatsentwicklung schwächt.
Freitag, 16. September 2011
Illegal Swiss Banking
Das Verhalten mancher Banker gereicht immer mehr zur Schande für die Schweiz. UBS und CS haben durch ein Geschäftsgebaren das im rechtlichen Graubereich liegt oder teilweise rundweg illegal ist, der Reputation unseres Landes Schaden zugefügt. Unsere Vertrauenswürdigkeit und der gute Ruf wurden langjährig und systematisch missbraucht, um gewinnbringende Geschäfte zu tätigen. Zwar war daran vermutlich nur ein kleiner Teil der Belegschaft beteiligt, doch sind die internen Kontrollen zu lasch oder man hat auf der Führungsetage weggesehen. — Allzu lange haben auch Öffentlichkeit und Politik beide Augen zugedrückt. Schliesslich waren die Banken gute Steuerzahler, wichtige Arbeitgeber und nicht zuletzt gute Lobbyisten.
Doch was wäre geschehen, wenn sich die Risiken ausgezahlt hätten und hohe Gewinne resultierten? Hätte man die Händler dann wegen des illegalen Vorgehens gerügt? Wäre ein Verfahren eingeleitet worden? Hätte die Öffentlichkeit je davon erfahren?
Vermutlich nicht. So entstand in der Bankenwelt ein Lernprozess, der in ein simples Motto mündet: Mach was Du willst, aber lass Dich nicht erwischen! Wenn Du Verluste machst, gehe noch höhere Risiken ein, um die Verluste zu decken. — Dieses Verhalten kennen wir aus dem Casino.
Hieraus folgt letztlich auch, dass wir wohl nie erfahren werden, welcher Anteil der ausgewiesenen Bankgewinne aus illegalen Aktivitäten — sei es beim Handel oder bei der Verwaltung von Kundengeldern — stammt. Denn auch für die Banken gilt: Nur wer sich erwischen lässt, wird bestraft.
Tilman Slembeck
Samstag, 16. Juli 2011
Armeebeförderungen nur für kämpfende Truppen – und sicher nicht für Frauen
Je grösser die Wahrscheinlichkeit, dass eine Waffengattung, Abteilung oder Einheit in den Kampf zieht, desto geringer ist der Frauenanteil.
Es ist schon immer so gewesen: Wo Frauen sind, wird nicht geschossen, und wo geschossen wird, sind so gut wie keine Frauen.
US-ArmeeMit anderen Worten, Männer waren achtmal gefährdeter als Frauen, die die gleiche Uniform trugen und denselben Status genossen. Die Verluste bei den privaten Sicherheitsfirmen, die praktisch ausnahmslos Männer beschäftigen, sind hier noch gar nicht mitgezählt.
- 16% Frauenanteil
- 7% Frauenanteil bei den im Irak stationierten amerikanischen Truppen (2003-2010)
- 2% Frauenanteil bei den Gefallenen
Israelische ArmeeIm Ernstfall, das heisst im Gefecht, leisten Soldatinnen ihren Beitrag nicht.
- 26% Frauenanteil
- Da sehr wenige Frauen Reservedienst leisten, sinkt dieser Anteil im Kriegsfall.
- Unter den rund 130 israelischen Soldaten, die 2006 im zweiten Libanonkrieg getötet wurden, war nur eine Soldatin.
Seit der Zeit, als die Römer tapfere Kämpfer zu Zenturionen ernannten, sind solche Beförderungen fast immer denjenigen zuteilgeworden, die sich im Kampf hervorgetan haben. Man ging davon aus, dass nur derjenige, der selbst sein Leben eingesetzt hat, das Recht haben solle, andere auf dem Schlachtfeld zu befehligen.
Bis heute werden in allen modernen Steitkräften (mit Ausnahme der Schweizer Armee, die in den letzten zwei Jahrhunderten kaum einen Schuss abgegeben hat) vorzugsweise Angehörige der kämpfenden Truppe befördert. Diese Praxis erscheint sinnvoll und moralisch gerechtfertigt. Schliesslich sollte kein Kommandeur seinen Untergebenen etwas befehlen, was er nicht schon viele Male selbst getan hat.
Die Präsenz von Frauen in modernen Armeen, so eindrucksvoll sie auch jenen erscheinen mag, die mit der militärischen Realität nicht vertraut sind, ist im Grunde genommen eine Farce.
Frauen geniessen unerhörte Privilegien.
Martin van Creveld, Militärhistoriker, in der WeWo27.11, Seite 46f.
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Montag, 2. Mai 2011
Banken: Eigenkapitalvorschriften senken Rendite
Die Bilanzen der Grossbanken sind derart gross, dass sie für unser Land ein
finanzielles Grossrisiko darstellen.
Mit der Eigenkapitalrendite scherzt man nicht in der Finanzindustrie. Nur der eigene Bonus ist heiliger.
Die CS schaut voraus und bereitet sich auf die neue Realität in der Finanzwelt vor. Die UBS blickt zurück und trauert einer Epoche nach, die hoffentlich für immer vorbei ist.
Markus Städeli in der NZZaS vom 01.05.2011, Seite 17.
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Freitag, 29. April 2011
Männliches Fremdgehen ist dumm (und häufig)
Warum ist jemandem, der so weit oben ist, Fremdgehen ein so grosses Risiko wert? Sie waren dort oder auf dem Weg dorthin, wofür sie jahrelang all ihre Energie und ihren Ehrgeiz investiert hatten. Und dann trafen sie nicht etwa die Liebe ihres Lebens. Sie wollten nur Sex mit jungen Frauen, denen sie zufällig begegnet waren.
Psychologen, Soziologen, Evolutionsbiologen und Hirnforscher suchen seit Jahren nach Antworten auf die Frage, warum Männer Affären nicht widerstehen können, die sie Paarbeziehung, Familie und Vermögen kosten können.
Nichts erschüttert und gefährdet eine Beziehung auch nur annähernd so heftig wie entdeckte oder eingestandene Untreue. Dennoch gehen - je nach Umfrage, deren Ergebnissen Wissenschaftler mit Vorsicht begegnen - zwischen 40 und 70 Prozent aller liierten Männer mindestens einmal fremd. Die meisten von ihnen haben keinerlei Absicht, sich von ihrer Partnerin zu trennen.
Affären kommen in glücklichen wie in unglücklichen Beziehungen vor. Und es ist wichtig, klar zu sagen: Mit einer Affäre zündelt man. Das kann einen Flächenbrand geben, der nicht mehr zu kontrollieren ist. Man weiss es am Anfang nicht.
Ulrich Clement, deutscher Paartherapeut
Beatrice Schlag in der WeWo12.11.
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Dienstag, 26. April 2011
staatliche Risikozulagen für Nichtflieger
Je nach Amtsalter erhalten die Militär-, Transport- oder Testpiloten eine Zusatzprämie in der Höhe von 14 000 bis knapp 60 000 Franken pro Jahr. Begründet (...) mit der Gefahr, der sich die Piloten in der Luft aussetzen. (...) Auch Piloten, die altershalber oder aus medizinischen Gründen nicht mehr fliegen können, erhalten die Zulage ausbezahlt.Die Finanzdelegation des Parlaments (FinDel) fordert eine Überprüfung dieser Flugzulagen in der Höhe von jährlich rund 10 mCHF.
Daniel Friedli in der NZZaS vom 24.04.2011, Seite 11.
Freitag, 12. November 2010
Outsourcing bei Bankräubern
Kundin musste Bank überfallenGladbeck (D). Ein Bankräuber hat gestern mit einem fiesen Trick eine Bank ausgeraubt: Er kettete einer Passantin eine Bomenattrappe an den Arm und zwang sie, damit in die Bank zu gehen: So konnte er eine sechsstellige Summe Geld erpressen. Den Geldkoffer übergab die Frau einem Taxifahrer, der davonfuhr.Aus dem 20min vom 12.11.2010, Seite 13.
Samstag, 16. Oktober 2010
risikogerechte ALV
Bezüglich der unterschiedlichen Risiken war die ALV jedoch von Anfang an nicht versicherungstechnisch ausgerichtet. Branchen wie etwa das Gastgewerbe oder die Bauwirtschaft verursachen «Schäden», die zwei- bis dreimal so hoch sind wie die Prämien, die bezahlt werden.
Fussballtrainer haben ein höheres Entlassungsrisiko als Professoren. Beide zahlen aber denselben Prozentsatz. Dies führt zu einer Subventionierung von instabilen Branchen, die volkswirtschaftlich unerwünscht sind.
Silvio Borner in der WeWo39.10, Seite 23.
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Mittwoch, 28. April 2010
Staats- und Bankenkonkurs
Staatsgarantie
Banken: de facto, neuerdingsStaat: de jure - liegt im Wesen der Sache.
Beides ist schlecht und führt zu einem Moral Hazard:
Investmentbanker müssen die Verluste nicht tragen - kassieren nur die Boni im Gewinnfall. Sie gehen also höhere Risiken ein als wenn sie vollumfänglich für die Konsequenzen ihrer Entscheide einstehen müssten.
Doch leider sind die Politiker weder die besseren Menschen noch die besseren Finanzmanager als die Banker. Im Gegenteil, sie unterliegen den eher noch grösseren Fehlanreizen: Geld auszugeben, das sie nicht haben, geschweige denn selber erwirtschaftet haben. Politiker kennen auch wenig Hemmungen, wenn es darum geht, Schulden zu machen.Silvio Borner in der WeWo16.10, Seite 22.
Mittwoch, 16. Dezember 2009
Wirtschaftsuni-Bank-Kokain
An renommierten Wirtschafts-Unis wird nach Insiderinformationen bereits viel Kokain konsumiert. Kokain scheint die Risikofreude dann nach und nach zu verstärken. Wer also eine Karriere als Banker ins Auge fasst, hat gute Chancen, sich früh zum Kokain hingezogen zu fühlen.
Boris Quednow im Interview von Martin Helg in der NZZaS vom 13.12.09, Seite 75f.
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Mittwoch, 25. Februar 2009
Donnerstag, 15. Januar 2009
Beamte als Unternehmer?
Wenn Politiker oder Beamte erst einmal an den Sitzungstischen der privaten Unternehmen Platz genommen haben, werden sie viel Sitzleder entwickeln und die Geschäftsmodelle mit Politfantasie «anreichern». Vom Staat unterstützte Unternehmen werden unvermeidlicherweise «verpolitisiert» und daher längerfristig in ihrer unternehmerischen Dynamik und Flexibilität gebremst. Swissair, Swisscom oder die Schweizerische Post lassen grüssen.
Aber das Schlimmste an der naiven Staatsgläubigkeit ist die Illusion, dass mit Staatsgeldern und -garantien eine neue Welt ohne Risiken geschaffen werde – eine Art Wirtschaftsparadies auf Erden. Religionen sind klug genug, das Paradies erst für das «Jenseits» zu versprechen. Der naive Glaube an ein risikoloses «Diesseits» wird sich jedoch schnell als staatliche Machbarkeitsillusion entlarven. Der sicherste Weg in eine zukünftige Krise ist die Leugnung der real existierenden Risiken und Unsicherheiten. Der Versuch, nicht nur die aktuelle Krise zu bewältigen, sondern gleichzeitig alle denkbaren zukünftigen zu vermeiden, ist Anmassung von Wissen und führt schnurstracks in die staatliche Planwirtschaft zurück.
Silvio Borner in der WW1/09, Seite 14.
Bevor man sich aber der pauschalen Treibjagd-Stimmung gegen Manager hingibt, sollte man bedenken, dass Staatsbeamte nicht die besseren Unternehmer sind. Die Probleme der Finanzkrise wurzeln denn auch in den staatlichen US-Hypothekargesellschaften, die nicht nach wirtschaftlichen, sondern nach politischen Gesichtspunkten handelten.
Jörg Wolle im Interview mit René Lüchinger und Roger Köppel in der WW1/09, Seite 26ff
...und bei Fannie Mae & Freddi Mac wurde bisher noch niemand entlassen...
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Mittwoch, 9. Juli 2008
falsche Schlussfolgerung: Ruf nach mehr Regulierungen
Ein fantastisches Interview mit Rudolf Strahm in der Weltwoche! Er erkennt die anstehenden Probleme und deren Ursachen. Und ausnahmsweise handelt es sich bei ihm nicht um einen hochdekoriertern Militär mit Doktorwürden in Wirtschaft oder Juristerei. Noch erstaunlicher: Strahm ist SP-Mitglied! Deshalb stimme ich dann auch überhaupt nicht seinem Ruf nach mehr Regulierungen zu:
Finanzplatz, Banken
technologische Fortschritte
Kosten des Gesundheitswesens
Dahinter stecken zwei verschiedene Meschenbilder:
Finanzplatz, Banken
Von den Finanzmärkten kommen grosse Risikobelastungen auf die Realwirtschaft zu. Der Finanzplatz Schweiz ist nicht nur ein Segen und ein Wohlstandsfaktor, sondern vor allem ein hochgradiges Risiko für die Konjunktur.Falsch, neue Regeln sind hier kontraproduktiv.
-->Es braucht mehr regulatorische Eingriffe in die Finanzmärkte...
technologische Fortschritte
Weltweite technologische Entwicklungen soll man nicht bremsen, aber man muss sie sozial flankieren. Um mitzuhalten, braucht es eine Art "schöpferische Zerstörung" von Unternehmen, die zwar Arbeitsplätze vernichtet, aber im Gegenzug neue schafft.keine "soziale Flankierung", sondern Eigenverantwortung der Wirtschaftssubjekte bei Ihrer beruflichen Ausrichtung ist gefragt.
Kosten des Gesundheitswesens
Unser Gesundheitswesen ist noch immer viel teurer als im Ausland. In vielen kleinen Spitälern herrschen Überkapazitäten. Die Lohnsummen - nicht das Lohnniveau sind zu hoch, die Medikamente zu teuer, die Verkaufsmargen der Ärzte zu gross. Das Gesundheitswesen ist ein 55-Milliarden-Brocken, der dringend stärkere Preisregulierungen erfordert.Richtig, das Gesundheitswesen ist zu teuer. Doch die Preise sinken nicht mit noch mehr Regulierungen und Schutzmechanismen, sondern mit mehr Wettbewerb.
Rudolf Strahm im Interview mit Philipp Gut und Andreas Kunz in der WW27.08, Seite 46ff
Dahinter stecken zwei verschiedene Meschenbilder:
nach Bevormundung lechzend und Obrigkeitsgläugbig
vs.
selbsständig und initiativ
vs.
selbsständig und initiativ
Freitag, 20. Juni 2008
Cyberkriminalität
Mit gestohlenen Daten wird nach amerikanischen Schätzungen mehr Geld verdient als im internationalen Drogengeschäft.
Mauro Vignati, Cybercrime-Analytiker bei der Schweizer Melde- und Analysestelle für Informationssicherung (Melani)
Im virtuellen Raum können illegale Geschäfte mit viel geringerem Risiko abgewickelt werden. Nur dumme Kriminelle sind heute noch gewalttätig.
Mark A. Saxer, Leiter des Schweizer Polizei-Informatik-Kongresses (Spik)
Andreas Kunz in der WW25.08, Seite 36f.
Montag, 19. Mai 2008
forget about the USA
Gefoppt von den Wallstreet-Brokern stieg die UBS in hochriskante Märkte ein, in der Meinung, dort die grossen Gewinne einfahren zu können. Doch die UBS kann die verlorenen paar Dutzend Milliarden wohl kaum je in den USA wieder einspielen.
Währungspolitik
Währungspolitik
- enorme Handelsbilanzdefizite
- sinkende Zinsen
- laufender Dollarzerfall
- schikanöse Regulierungen
- allfällige Geschäftsmöglichkeiten unterliegen den Risiken auf dem US-Markt.
- Die Haushalte und der Staat der USA (...) "entsparen" nach Kräften und hängen von der Kreditzufuhr ab. (...) Die Geldzufur in die USA könnte versiegen.
- irritierende Sammelklagen: aufgewärmte Klagen wegen der Apartheid Südafrikas, nachdem vor fast vier Jahren die Gerichte einen Schlussstrich gezogen hatten.
- Sodann sitzt ein Schweizer UBS-Direktor in Untersuchungshaft, eher in Beugehaft, weil die USA an Steuerdaten herankommen wollen.
- Unterwürfig zahlen Banken und börsenkotierte Firmen oft Hunderte von Millionen Dollar für Vorwürfe von Staatsanwälten ohne jedes Gerichtsurteil.
Beat Kappeler in der NZZaS vom 18.5.08, Seite 41.
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Sonntag, 17. Februar 2008
Kreditmarktkrise by Wegelin
Ein ständig wachsender Aktienmarkt lässt leicht die Risiken vergessen.
Höhere erwartete Renditen erfordern das Eingehen grösserer Risiken.
Das Ausmass der Kreditkrise: riesige Abschreibungen7 Empfehlungen
Anlagepolitik für gefährliche Zeiten
- Überleben: Es geht nicht darum, ob man „das nächste Rallyverpasst“oder beim „nächsten Crash“einen Schuh voll herauszieht; das oberste Ziel heisst überleben
- Diversifikation von Gegenparteirisiken:Klumpenrisiken vermeiden und von den Banken ein präzises Gegenpartei-Reporting fordern
- Kurzlaufende Obligationen erstklassiger Schuldner; kein längeres Engagement im Bondbereich
- Liquidität hat höchste Priorität; es geht um die Sicherstellung der Handlungsfähigkeit in allen denkbaren Marktsituationen
- Aktien mit Sachwertcharakter: hochkapitalisierte, liquide Titel von Unternehmen ohne grosse Verschuldungsproblematik in der eigenen Bilanz
- Währungsrisiken nur akzessorisch, als Folge von Investitionen, nicht per se eingehen; effektives Währungsexposurekonsequent überwachen
- Eine Portion physisches Gold für Krisenfälle
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Subprime
Freitag, 7. Dezember 2007
Ich weiss, was ich werden will
Es hat 25 Jahre, 4 Monate und knapp 2 Wochen gedauert, doch jetzt weiss ich, was ich werden will: Ich sehe mich im Bereich Compliance im Spannungsfeld mit operationellen Risiken. Meine Bachelorthesis wird sich auch damit beschäftigen.
Compliance und operationelle Risiken sind für mich attraktiv, weil sie sich mit Menschen beschäftigen. Mein eigenes grosses kriminelles Potential könnte ich da wunderbar einbringen. Man beschäftigt sich den ganzen Tag damit, was erlaubt ist und was nicht - was mich auch persönlich sehr interessiert. Zudem jongliert man nicht den ganzen Tag mit Zahlen, wofür mal als Finance-Heini prädestiniert wäre. Man ist kein Sklave von irgendwelchen Kennzahlen wie "Net New Money" oder ähnliches und muss keinem quantifizierbaren Leistungsnachweis nacheifern. Man ist kein Verkäufer. Diese Stabsstellenfunktion und die Bedeutung des Risikomanagements bringen mit sich, dass man oft auf Corporate Level angesiedelt ist. Dies finde ich besonders attraktiv, weil man dabei den Überblick über die gesamte Unternehmung hat. Die Auseinandersetzung mit dem Gesetz gefällt mir. Sie beinhaltet auch eine politische Komponente, welche durch den guten Ruf, das Image, etc. motiviert ist. Zu guter Letzt ist Risikomanagement nicht lokal begrenzt, sondern von globalem Charakter, was mich ebenfalls reizt.
Auch mein Verbindungsname Crash macht im Umgang mit Risiken und Gefahren Sinn :-).
Compliance und operationelle Risiken sind für mich attraktiv, weil sie sich mit Menschen beschäftigen. Mein eigenes grosses kriminelles Potential könnte ich da wunderbar einbringen. Man beschäftigt sich den ganzen Tag damit, was erlaubt ist und was nicht - was mich auch persönlich sehr interessiert. Zudem jongliert man nicht den ganzen Tag mit Zahlen, wofür mal als Finance-Heini prädestiniert wäre. Man ist kein Sklave von irgendwelchen Kennzahlen wie "Net New Money" oder ähnliches und muss keinem quantifizierbaren Leistungsnachweis nacheifern. Man ist kein Verkäufer. Diese Stabsstellenfunktion und die Bedeutung des Risikomanagements bringen mit sich, dass man oft auf Corporate Level angesiedelt ist. Dies finde ich besonders attraktiv, weil man dabei den Überblick über die gesamte Unternehmung hat. Die Auseinandersetzung mit dem Gesetz gefällt mir. Sie beinhaltet auch eine politische Komponente, welche durch den guten Ruf, das Image, etc. motiviert ist. Zu guter Letzt ist Risikomanagement nicht lokal begrenzt, sondern von globalem Charakter, was mich ebenfalls reizt.
Auch mein Verbindungsname Crash macht im Umgang mit Risiken und Gefahren Sinn :-).
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