Kundin musste Bank überfallenGladbeck (D). Ein Bankräuber hat gestern mit einem fiesen Trick eine Bank ausgeraubt: Er kettete einer Passantin eine Bomenattrappe an den Arm und zwang sie, damit in die Bank zu gehen: So konnte er eine sechsstellige Summe Geld erpressen. Den Geldkoffer übergab die Frau einem Taxifahrer, der davonfuhr.Aus dem 20min vom 12.11.2010, Seite 13.
Freitag, 12. November 2010
Outsourcing bei Bankräubern
Donnerstag, 13. Mai 2010
Goldman Sachs vernetzt mit Washington D.C.
Nur einmal geriet die Bank selbst in arge Bedrängnis. Als der Versicherer AIG am 15. September 2008 vor dem Kollaps stand, drohte Goldman ein Milliardenverlust. Bei der New Yorker Notenbank kam es zu einer Krisensitzung, die in die Geschichte eingehen dürfte. Während andere Banken nur Helfer schickten, nahmen für Goldman CEO Blankfein, Finanzchef David Viniar und Betriebschef Jon Winkelried teil. Für das Finanzministerium, das von Blankfeins Vorgänger Henry Paulson geführt wurde, sass Dan Jester im Raum - auch ein Ex-Goldman-Mitarbeiter. Man war praktisch unter sich, als eines der grössten Rettungspakete der Finanzgeschichte beschlossen wurde: AIG erhielt so viel Geld, dass er alle Schulden bei seinen Geschäftspartnern begleichen konnte. Niemand bekam so viel Geld aus der Staatskasse wie Goldman: 12,9 Mrd. $.
Die Verbindungen zwischen Wall Street und Washington waren schon immer eng. Doch auch hier hat Goldman die Nase vorn. Unter Präsident Obama hat sich das nicht geändert. Dessen oberster Wirtschaftsberater Larry Summers pflegt enge Verbindungen zur Bank. Und der Gastgeber der AIG-Krisensitzung, Timothy Geithner, wurde unter Obama Finanzminister. Kurz nach seiner Amtsübernahme in Washington kündigte Geithner vor der Presse an, die Rolle der Lobbyisten zu begrenzen. Am gleichen Tag stellte er seinen Stabschef vor: Mark Patterson, ehemaliger Lobbyist von Goldman.
griechischer Staatshaushalt frisiert
Mit einem Bilanztrick half Goldman Sachs der griechischen Regierung 2001, den Staatshaushalt schönzurechnen. Das Land tauschte Schulden, die es in Fremdwährungen aufgenommen hatte, in Euro um. Abgerechnet wurde zu einem fiktiven Wechselkurs, durch den sich das Geld auf dem Papier vermehrte. Erst Jahre später wurden die wahren Schulden Griechenlands bekannt. Goldman soll am Deal 300 Millionen Dollar verdient haben.
Sebastian Bräuer in der NZZaS vom 25.4.10, Seite 29.
Dienstag, 26. Mai 2009
Personenfreizügigkeit führt zu ausufernder Zuwanderung
Im Abstimmungskampf zur Personenfreizügigkeit wurde noch behauptet, dass die Einwanderung in Krisenzeiten praktisch auf 0 fiele. Die Personenfreizügigkeit wurde als Motor des Wachstums glorifiziert. Das ist überhaupt nicht der Fall. Das Schweizersozialsystem wirkt weiter als einladender Honigtopf.
Neuzugänge bei den Erwerbstätigen (ohne die Umwandlungen der Visa von Grenzgängen und Besitzern von Kurzaufenthaltsbewilligungen)
- 1. Juni 2007 bis 31. Mai 2008: 43'000
- 1. Juni 2008 bis 31. Mai 2009: 40'000
Zuwanderung inkl. Familiennachzug und Einwanderer ohne Erwerbstätigkeit
aus der EU in die Schweiz:
- 1998: 36'955
- 2008: 112'853 (> x3)
Gesamtzahl der jährlichen Einwanderer:
- 1998: 74'949
- 2008: 157'271 (> x2)
Wanderungsbilanz (Einwanderer minus Rückkehrer):
- 1998: 15'972
- 2008: 99'071 (> x6)
In die Schweiz kommen dürfe nur, wer einen gültigen Arbeitsvertrag besitze, hiess es im Abstimmungskampf um die Personenfreizügigkeit. Nebst gefälschten Arbeitsverträgen, welche nur in "sehr verdächtigen" Fällen überprüft und zurück gewiesen werden, ist diese Absicht auch mit einem billigen Trick umgehbar:
Immer wieder würden an sich korrekte Verträge vorgelegt, die aber noch
während der Probezeit gekündigt würden. Auch in diesem Fall darf der Zuwanderer
seine 5-Jahres-Bewilligung behalten.
Die Zuwanderung sei mit der Personenfreizügigkeit "völlig aus den Fugen geraten". Der Schweiz sind mit den bilateralen Verträgen faktisch "die Hände gebunden". Das EU-Ausländerrecht gibt eine Bleiberechtsbestimmung vor. Dadurch werden den einzelnen Staaten alle eigenständigen Steuerungsmittel entzogen. Sowohl Zuwanderer aus den EU-Ländern wie auch aus den Drittstaaten können heute nicht mehr zum Verlassen der Schweiz gezwungen werden.
Welche Migrationspolitik will die Schweiz eigentlich? Hat der Bund überhaupt eine Strategie? Ist man sich der Auswirkungen bewusst? Wann ist das Boot voll? Werden wir uns eines Tages fragen müssen: 'Was haben wir bloss gemacht?'"
So der Tenor unter Chefbeamten der kantonalen Migrationsämter
Andreas Kunz in der WW21.09, Seite 12f.