- Die Signalwirkung ist verheerend: Wer es völlig verbockt, kriegt 50% geschenkt. "Ihr müsst zwar sparen, doch wir haben auch schon Geld bereit, falls ihr nicht wollt."
- Die von der EU initiierte Finanztransaktionssteuer um spekulative Geschäfte zu verbieten findet wohl kaum auf diesem hochspekulativen Fonds Anwendung.
- Da unter keinen Umständen die führenden Politiker am ganzen Schlammassel schuld sein können, suchen sie die Schuldigen ausserhalb und verlangen von den Banken eine Kernkapitalaufstockung. Dies in einer bereits jetzt schon angespannten Situation. Dadurch werden die Banken bei der Kreditvergabe zurückhaltender, was wiederum die Wirtschatsentwicklung schwächt.
Posts mit dem Label Abschreiber werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Abschreiber werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Donnerstag, 27. Oktober 2011
Langfristig wird der Euro nicht überleben
Griechenland produziert nichts, können also keine Schulden abbauen. Der Schuldenerlass ist deshalb die einzige Möglichkeit.
Montag, 24. Oktober 2011
Griechischer Schuldenschnitt längst überfällig
Herr Minsch, wird es am Mittwoch am EU-Schuldengipfel zum grossen Wurf kommen? Leider nicht, wie ich befürchte. Die Regierungschefs werden ihre bisherige Politik beibehalten – nämlich diejenige der kleinen Schritte und Notwendigkeiten.
Wäre ein Schuldenschnitt eine gute Lösung des griechischen Schuldendebakels? Er ist die einzige Lösung. An einem Schuldenschnitt von 50 bis 60 Prozent für Griechenland führt kein Weg vorbei.
Warum zögern denn die EU-Politiker immer noch, ihn durchzusetzen – obwohl die Schuldenbombe tickt? Weil niemand die Folgewirkungen eines Schuldenschnitts genau abschätzen kann. Die Politiker haben Angst vor einem Flächenbrand und davor, dass die europäischen Banken zusammenbrechen.
Gibt es überhaupt noch Hoffnung für die Eurozone? Ja, wenn die Politik endlich die Weichen stellt und nicht mehr lange zuwartet. Dann können die Euroländer knapp am Abgrund vorbeischrammen und mit einem blauen Auge davonkommen.
Gibt es überhaupt noch Hoffnung für die Eurozone? Ja, wenn die Politik endlich die Weichen stellt und nicht mehr lange zuwartet. Dann können die Euroländer knapp am Abgrund vorbeischrammen und mit einem blauen Auge davonkommen.
Rudolf Minsch ist Chefökonom des Schweizer Wirtschaftsdachverbandes Economiesuisse im Interview von von Valeska Blank in 20min vom 24.10.2011, Seite 17.
Tags:
Abschreiber,
Bürokratie,
EU,
Euro-Krise,
Griechenland,
Schulden,
Schuldenwirtschaft,
Währung
Mittwoch, 27. Juli 2011
Jetzt Haircut bei Griechenland
Die Verluste und Abschreibungen infolge einer Schuldenumstrukturierung Griechenlands dürften geringer sein, als das Ausmass der immer grosszügigeren Rettungspakete. Ein Schuldner wird nicht kreditwürdiger, indem man ihm mehr Geld gibt. Das Argument, grössere Staaten an den Rand des Ruins zu treiben, wenn bei Griechenland ein Haircut gemacht wird, zieht nicht, weil:
Schliesslich kann der „Eintritt des Schadensfalls“ langfristig durchaus positive Signalwirkungen haben – nicht zuletzt für ein finanziell nachhaltiges Gebaren anderer Länder. In der Vergangenheit hatten die Finanzmärkte und deren Anleger nämlich fast blindlings Staatschulden aus der EU gekauft und dabei auf die Ratings von Agenturen vertraut.
Das Abschreiben von Guthaben mahnt die Märkte künftig daran, Risiken sorgfältiger abzuschätzen und risikogerechte Zinsen zu verlangen. Dies wiederum zwingt die Staaten zu vermehrter Finanzdisziplin. Wie wir aus vielen Beispielen der Verhaltensökonomie wissen, erfolgt eine Verhaltensänderung meist nur aufgrund eines konkreten, möglichst selbst erlebten Ereignisses. Was wir schon wussten (und auch hoffen): Aus Schaden wird man klug.
Tilman Slembeck
Mittwoch, 28. April 2010
Gold Digger vs. Investment Banker
Email example contributed by Gregory D., Oct. 11, 2007:
THIS APPEARED ON CRAIG'S LIST
THIS APPEARED ON CRAIG'S LIST
What am I doing wrong?
Okay, I'm tired of beating around the bush. I'm a beautiful (spectacularly beautiful) 25 year old girl. I'm articulate and classy. I'm not from New York. I'm looking to get married to a guy who makes at least half a million a year. I know how that sounds, but keep in mind that a million a year is middle class in New York City , so I don't think I'm overreaching at all.
Are there any guys who make 500K or more on this board? Any wives? Could you send me some tips? I dated a business man who makes average around 100 - 150. But that's where I seem to hit a roadblock. 150,000 won't get me to central park west. I know a woman in my yoga class who was married to an investment banker and lives in Tribeca, and she's not as pretty as I am, nor is she a great genius. So what is she doing right? How do I get to her level?
Here are my questions specifically:
- Where do you single rich men hang out? Give me specifics- bars, restaurants, gyms
-What are you looking for in a mate? Be honest guys, you won't hurt my feelings
-Is there an age range I should be targeting (I'm 25)?
- Why are some of the women living lavish lifestyles on the upper east side so plain? I've seen really 'plain jane' boring types who have nothing to offer married to incredibly wealthy guys. I've seen drop dead gorgeous girls in singles bars in the east village. What's the story there?
- Jobs I should look out for? Everyone knows - lawyer, investment banker, doctor. How much do those guys really make? And where do they hang out? Where do the hedge fund guys hang out?
- How you decide marriage vs. just a girlfriend? I am looking for MARRIAGE ONLY
Please hold your insults - I'm putting myself out there in an honest way. Most beautiful women are superficial; at least I'm being up front about it. I wouldn't be searching for these kind of guys if I wasn't able to match them - in looks, culture, sophistication, and keeping a nice home and hearth.
THE ANSWER
Dear Pers-:
I read your posting with great interest and have thought meaningfully about your dilemma. I offer the following analysis of your predicament. Firstly, I'm not wasting your time, I qualify as a guy who fits your bill; that is I make more than $500K per year. That said here's how I see it.
Your offer, from the prospective of a guy like me, is plain and simple a crappy business deal. Here's why. Cutting through all the B.S., what you suggest is a simple trade: you bring your looks to the party and I bring my money. Fine, simple. But here's the rub, your looks will fade and my money will likely continue into perpetuity...in fact, it is very likely that my income increases but it is an absolute certainty that you won't be getting any more beautiful!
So, in economic terms you are a depreciating asset and I am an earning asset. Not only are you a depreciating asset, your depreciation accelerates! Let me explain, you're 25 now and will likely stay pretty hot for the next 5 years, but less so each year. Then the fade begins in earnest. By 35 stick a fork in you!
So in Wall Street terms, we would call you a trading position, not a buy and hold...hence the rub...marriage. It doesn't make good business sense to "buy you" (which is what you're asking) so I'd rather lease. In case you think I'm being cruel, I would say the following. If my money were to go away, so would you, so when your beauty fades I need an out. It's as simple as that. So a deal that makes sense is dating, not marriage.
Separately, I was taught early in my career about efficient markets. So, I wonder why a girl as "articulate, classy and spectacularly beautiful" as you has been unable to find your sugar daddy. I find it hard tobelieve that if you are as gorgeous as you say you are that the $500K hasn't found you, if not only for a tryout.
By the way, you could always find a way to make your own money and then we wouldn't need to have this difficult conversation.
With all that said, I must say you're going about it the right way. Classic "pump and dump."
I hope this is helpful, and if you want to enter into some sort of lease, let me know.
____________
Rob Campbell
J.P.Morgan
Diversified Industrials Investment Banking
277 Park Avenue, 16/F, New York , NY 10172
Just great! A hero...
Tags:
Abschreiber,
Frauen,
Geld,
Investment,
Investment Banking,
Luxus,
Macht,
Schönheit,
verdienen
Sonntag, 10. Januar 2010
hoffnungsloses Afrika
Es handelt sich bei diesen gescheiterten Staaten um rechtsloses Gebiete, die sich leider in absehbarer Zeit auch mit viel soziologischer Ingenieursarbeit, gutem Willen, mit Hilfsgeldern und Hilfswerken nicht in stabile Staaten und schon gar nicht in Demokratien verwandeln lassen.Der Autor spricht von Jemen, Somalia und dem südlichen Maghreb. Ich ordne sämtliche afrikanischen Staaten in diese Kategorie ein und schreibe den schwarzen Planeten ab.
tis in der NZZaS vom 10.01.10, Seite 15.
Tags:
Abschreiber,
Afrika,
chaos,
Entwicklungshilfe,
Gutmenschen,
hoffnungslos,
schwarz
Dienstag, 29. April 2008
staatliche Geschenke
Auch ich bin ansatzweise darauf hineingefallen: Die "Gratis"-Rettungsmassnahmen der Notenbanken in der Höhe mehrerer hundert Milliarden USD, GBP, EUR und CHF für die kriselnden Banken.
Auf der Seite der Banken aber, wurden bis heute 270 Milliarden abgeschrieben, gemäss einer Erhebung der Commerzbank. Und es wurden 163 Milliarden Dollar neues Kapital eingeschleust. Der Aktionär hat also schlussendlich die Finanzeskapaden zu tragen, nicht der Staat.
Nicht so aber bei den immensen Zahlungen der USA und jetzt auch in Spanien an hunderttausende insolvente Hausbesitzer, um deren Hypothekenlast zu lindern.
"Damit sollen Gewinne privatisiert und Verluste sozialisiert werden."Das sind aber keine Geschenke: Die von den Notenbanken zur Verfügung gestellte Liquidität muss von den Banken wieder zurück bezahlt werden. Da das Interbankengeschäft zusammen brach, musste die Notenbank die Liquidität zur Verfügung stellen. Das ist ihre Aufgabe und deshalb wurde sie überhaupt gegründet, die Geldversorgung von Volkswirtschaften sicher zu stellen.
Auf der Seite der Banken aber, wurden bis heute 270 Milliarden abgeschrieben, gemäss einer Erhebung der Commerzbank. Und es wurden 163 Milliarden Dollar neues Kapital eingeschleust. Der Aktionär hat also schlussendlich die Finanzeskapaden zu tragen, nicht der Staat.
Nicht so aber bei den immensen Zahlungen der USA und jetzt auch in Spanien an hunderttausende insolvente Hausbesitzer, um deren Hypothekenlast zu lindern.
(...) hier werden keine Banken gerettet, denn diese haben die entsprechenden Hypotheken grossenteils schon abgeschrieben. Sondern hier retten ziemlich demagogische Politiker Hunderttausende wirtschaftlicher Analphabeten, welche unglaubliche Hypothekarverträge unterschrieben hatten. (...) Hier wird der insolvente untere Mittelstand gerettet, hier sozialisiert der Staat die Folgekosten privater Dummheit und Gier....und das belastet die Staatskasse direkt und ohne Gegenleistung.
Beat Kappeler in der NZZaS vom 27.4.08, Seite 45.
Sonntag, 17. Februar 2008
Kreditmarktkrise by Wegelin
Ein ständig wachsender Aktienmarkt lässt leicht die Risiken vergessen.
Höhere erwartete Renditen erfordern das Eingehen grösserer Risiken.
Das Ausmass der Kreditkrise: riesige Abschreibungen7 Empfehlungen
Anlagepolitik für gefährliche Zeiten
- Überleben: Es geht nicht darum, ob man „das nächste Rallyverpasst“oder beim „nächsten Crash“einen Schuh voll herauszieht; das oberste Ziel heisst überleben
- Diversifikation von Gegenparteirisiken:Klumpenrisiken vermeiden und von den Banken ein präzises Gegenpartei-Reporting fordern
- Kurzlaufende Obligationen erstklassiger Schuldner; kein längeres Engagement im Bondbereich
- Liquidität hat höchste Priorität; es geht um die Sicherstellung der Handlungsfähigkeit in allen denkbaren Marktsituationen
- Aktien mit Sachwertcharakter: hochkapitalisierte, liquide Titel von Unternehmen ohne grosse Verschuldungsproblematik in der eigenen Bilanz
- Währungsrisiken nur akzessorisch, als Folge von Investitionen, nicht per se eingehen; effektives Währungsexposurekonsequent überwachen
- Eine Portion physisches Gold für Krisenfälle
Tags:
Abschreiber,
Aktienmarkt,
Anlage,
Investitionen,
Risiko,
Subprime
Montag, 21. Januar 2008
aoGV der UBS
Am 27. Februar 2008 wird die UBS eine ausserordentliche GV im Hallenstadion durchführen. Sie braucht 5 bis 8 Milliarden frisches Kapital für mutmassliche weitere Abschreiber infolge der Immobilienkrise.
Dazu möchte sie das Kapital erhöhen. Damit öffnet sie die Türe für die neuen Investoren aus dem Nahen und Fernen Osten. Sie besässen nach der geplanten Kapitalerhöhung 10 Prozent der UBS und der Einfluss der bisherigen Eigentümer würde auf 90 Prozent reduziert.
Würde die GV die Kapitalerhöhung ablehnen, würde das Kreditrating der UBS herabgestuft, weil die von der EBK geforderte Kernkapitalquote von 8 Prozent unterschritten würde (vgl. meine Bachelorarbeit :-)) Ein Kurssturz wäre die Folge.
Die Alternative, welche jetzt ins Gespräch kommt:
Dazu möchte sie das Kapital erhöhen. Damit öffnet sie die Türe für die neuen Investoren aus dem Nahen und Fernen Osten. Sie besässen nach der geplanten Kapitalerhöhung 10 Prozent der UBS und der Einfluss der bisherigen Eigentümer würde auf 90 Prozent reduziert.
Würde die GV die Kapitalerhöhung ablehnen, würde das Kreditrating der UBS herabgestuft, weil die von der EBK geforderte Kernkapitalquote von 8 Prozent unterschritten würde (vgl. meine Bachelorarbeit :-)) Ein Kurssturz wäre die Folge.
Die Alternative, welche jetzt ins Gespräch kommt:
Die UBS-Banker haben 2006 Bonusleistungen von rund 10 Milliarden Franken zugesprochen erhalten. Würde das Geld nicht ausbezahlt, hätte die Bank genügend Kapital. Sie könnte sogar einen weiteren Abschreiber verkraften.
Beat Schmid in der SonntagsZeitung vom 20.1.08, Seite 59.
Tags:
Abschreiber,
aoGV,
Bonus,
EBK,
Geld,
Kapitalerhöhung,
Kernkapital,
Kreditrating,
Subprime,
UBS
Abonnieren
Posts (Atom)