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Samstag, 27. März 2010

Sexualität katholischer Priester

Es ist nicht zölibatär bedingter Triebstau, der aus normalen Männern Pädosexuelle macht. Aber die zölibatäre Lebensform eines katholischen Priesters wirkt (oder wirkte) wohl für Pädosexuelle äusserst anziehend: Es ist eine Stellung mit Autorität und Kontakt zu Kindern, in der fehlendes erotisches Interesse an Erwachsenen nicht sonderbar, sondern vorbildlich erscheint.
tis. in der NZZaS vom 14.03.10, Seite 19

Samstag, 7. Februar 2009

Die Gedanken sind nicht frei

Ich glaube, es gab keine Gaskammern, ja.
Richard Williamson, Bischof in der Piusbruderschaft, in einem Interview im schwedischen Fernsehen.
Welch' Ironie, dass man in einer Glaubensgemeinschaft nicht glauben darf, was man will, sondern nur "die bewiesene Wahrheit". Tragisch, dass man in der Gegenwart der individuellen Selbstdarstellung, auch nicht mehr sagen und denken darf, was man will. Im Gegenteil - eigene Meinungen können einen Straftatbestand darstellen!

Klar, wäre es mal interessant zu erfahren, wie man auf die Anzahl getöteter Juden während des Zweiten Weltkrieges gekommen ist - das steht nicht im ordentlichen Lernplan, obwohl es eine unanfechtbare Wahrheit auch in der Rechtssprechung darstellt.

Auch klar: Dumm, den Holocaust zu leugnen. Ich wüsste auch nicht, was das bringen sollte. Das ist abgeschlossene Geschichte und heute von geringer Relevanz. Doch es ist sehr stossend, dass man heute nicht mehr eigene Gedanken haben darf. Die Initiative der Schweizer Demokraten für die freie Meinungsäusserung (aka Abschaffung des Antirassismusgesetzes) kam mit gegen 80'000 Unterschriften leider zum Stillstand.

Mittwoch, 5. November 2008

Vatikan über eine reife Sexualität

Der Vatikan führt einen Psychotest ein, um sich über die Sexualität der Priester abzusichern und so künftige Entgleisungen zu verhindern. Interessant sind die Formulierungen:
"Viele tragische Erfahrungen wären vermieden worden, wenn Defekte früher erkannt worden wären"
impliziert: homo oder pädo=Defekt, dem stimme ich zu: check!
Männer mit "psychopathischen Störungen"
impliziert: nicht-hetero=gestört, check!
...oder "tiefsitzender homosexueller Tendenz"
impliziert, dass es verschiedene Grade der Homosexualität gibt und diese änderlich sind: check!
Haben die Seminaristen ein "positives und stabiles Gefühl zu ihrer Männlichkeit"?
impliziert, dass Homos eher labil seien und ein unsicheres, schwaches Männlichkeitsbild haben, was als negativ beurteilt wird: check!
Zur Qualifikation [Anm: für das Priesteramt] gehöre eine reife und ausgewogene Persönlichkeit, die dazu in die Lage versetze, ein keusches Leben im Zölibat zu führen.
Patricia Arnold in der NZZaS vom 2.11.08, Seite 6.
impliziert, dass Homos und Pädos nicht "reif und ausgewogen" sind.

Das Zölibat bleibt die entscheidende Ursache für sexuelle Störungen.

Donnerstag, 6. Dezember 2007

Scharia setzt sich durch

Die katholische Kirche in den USA wurde in den letzten Jahren von mehreren Pädophilieskandalen erschüttert. Die betroffenen Diözesen zahlten bislang mehr als drei Milliarden Dollar an die Opfer und waren häufig gezwungen, Eigentum zu veräussern, um die Entschädigungen aufbringen zu können. (Radio Vatikan)
Nun reagiert die amerikanische Kirche und lanciert ein Malbuch für Kinder, welches vor sexuellem Missbrauch wappnen soll. Der Titel lautet: "Being Friends, Being Safe, Being Catholic". Einer Ihrer Ratschläge finde ich besonders richtungsweisend:
"Zur grösseren Sicherheit sollten ein Kind und ein Erwachsener zusammen nicht die einzigen in einem geschlossenen Raum sein." (baz)
Also setzen sich Regeln der Scharia langsam auch im Westen durch. Und ich dachte immer, dass unsere Kultur der islamischen voraus ist.