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Donnerstag, 11. Juni 2009

Meinungen statt Nachrichten

Zeitungen von heute bauen meist auf traditionelle Prinzipien wie Offenheit und Ausgewogenheit.(...) hat die Zeitung keine Verpflichtung mehr zur Objektivität.

Das Internet, über alles gesehen, ist die heute höchstmögliche Form von Objektivität, weil hier alle Facetten versammelt und verfügbar sind. Diese Kulturrevolution macht den Zeitungen den Rücken frei. Sie müssen kein Forum mehr sein. Sie können quasi in ihre Vorvergangenheit zurück, als sie noch Parteiblätter waren. Sie dürfen wieder werden, was sie damals waren: polemisch, partikulär und provokativ. Wenn Zeitungen wieder Meinungsblätter werden, haben sie eine Berechtigung. Dann können sie auch künftig erfolgreich sein.
Kurt W. Zimmermann in der WW22.09, Seite 27

Donnerstag, 15. Januar 2009

"ausgewogene Berichterstattung" gefordert

Man sieht täglich, wie die westliche Medienlandschaft sich aus Angst um ihren Ruf und vor möglichen rechtlichen Konsequenzen bemüht, ein "ausgeglichenes" Bild der israelischen Offensive im Gazastreifen darzustellen. In einer dieser "ausgeglichenen Gegenüberstellungen" in NEWS war ein Bild von einer jüdischen Frau welche weggetragen wird: keine Verletzungen, kein Blut sichtbar, vielleicht lied sie unter "Stress" o.ä. auf der anderen Seite sieht man ein kleines Kind vor einem zerbombten Häuserblock.

Auf Facebook (Gründer Zuckerberg (sic!)), kann man seinen Status spenden. Dann wird angezeigt, wie viele Quassam-Raketen heute bereits auf Israel abgeschossen wurden.

Bei aller versuchten Objektivität - sie ist lächerlich: Die Sitation ist eindeutig: 10 tote Israeli, 1000 tote Palästinänser das braucht keine weiteren Erwägungen, wer der momentane Aggressor sein könnte.

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Ehud Olmert brüstet sich in der AP damit, dass ein Telephon von ihm genüge, damit Bush Rice ein Nein, anstelle eines Ja zu einer UNO-Resulution gegen Israel aufdiktiert. (.ch vom 14.1.09, Seite 6). Die Besorgnis über den Einfluss der jüdischen Lobby auf die einzige verbliebene Supermacht darf also weiter bestehen bleiben.

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An einer anti-israelischen Demonstration in Duisburg, hängte die Polizei eine israelische Fahne ab, welche an der Demo-Passage lag (Provokation). Der Zentralrat der Juden spricht von deutscher Parteinahme, Stöhlker sieht in der Israel-Fahne der neue Gessler-Hut des Westens. Ich erspare mir mal meine Parteinahme...

Mittwoch, 5. November 2008

Vatikan über eine reife Sexualität

Der Vatikan führt einen Psychotest ein, um sich über die Sexualität der Priester abzusichern und so künftige Entgleisungen zu verhindern. Interessant sind die Formulierungen:
"Viele tragische Erfahrungen wären vermieden worden, wenn Defekte früher erkannt worden wären"
impliziert: homo oder pädo=Defekt, dem stimme ich zu: check!
Männer mit "psychopathischen Störungen"
impliziert: nicht-hetero=gestört, check!
...oder "tiefsitzender homosexueller Tendenz"
impliziert, dass es verschiedene Grade der Homosexualität gibt und diese änderlich sind: check!
Haben die Seminaristen ein "positives und stabiles Gefühl zu ihrer Männlichkeit"?
impliziert, dass Homos eher labil seien und ein unsicheres, schwaches Männlichkeitsbild haben, was als negativ beurteilt wird: check!
Zur Qualifikation [Anm: für das Priesteramt] gehöre eine reife und ausgewogene Persönlichkeit, die dazu in die Lage versetze, ein keusches Leben im Zölibat zu führen.
Patricia Arnold in der NZZaS vom 2.11.08, Seite 6.
impliziert, dass Homos und Pädos nicht "reif und ausgewogen" sind.

Das Zölibat bleibt die entscheidende Ursache für sexuelle Störungen.