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Donnerstag, 3. November 2011

Liebe, Sex, Nutten und Pfarrer

Liebe besteht aus:
  • sexuellem Begehren
  • emotionaler Zuneigung
  • tiefem Vertrauen
  • uneingeschränkter Verantwortung.
Fehlt eine der Strömungen, ginge es gerade noch. Fehlten zwei, ist [die Beziehung] am Ende – sagte ihm eine weise Frau.
 
Sexuelle Dauerbeziehung  
Das Geheimnis jener Paare, die viele Jahre lang erregend miteinander verkehren, scheint darin zu liegen, dass sie durch eine milde perverse Inszenierung wirksam aufeinander bezogen und miteinander verbunden sind, am wirksamsten, wenn sie es gar nicht wissen. Erotik wäre dann die mehr oder weniger stabile Überbrückung existenzieller Abgründe mithilfe gemeinsamer Fetischisierungen. 
Prostitution
Die Verhältnisse, in denen wir leben und arbeiten, sind prostitutiver Natur: Wir sind käuflich und werden gekauft, manche körperlich, manche seelisch, viele moralisch, alle geistig. Wir bieten feil, werfen weg, nehmen, lassen nehmen. Auch deshalb werden Ekel und Abscheu auf die Huren projiziert. Ihre Arbeit aber wird benötigt; in unserer Sexualkultur sind Dauerbeziehungen nicht ohne Prostitution zu denken. Ausserdem hat jedes Triebwesen eine Leiche im Keller. Deshalb sei bigotten Heuchlern aus einem besseren Schauspiel zugerufen: Was geisselt ihr die Hure, peitscht euch selbst!
Katholische Kirche
In ihren zölibatär-männlichen Einrichtungen haben sich mehr sexuell unreife und perverse Missbrauchstäter versammelt als in jeder anderen Männer-Organisation.
 
Volkmar Sigusch, Sexualforscher, in einem Arikel von David Signer in dr NZZaS vom 30.10.2011, Seite 84.

Montag, 25. April 2011

360 mCHF für einen Marmortempel in Afrika

Während Ihr Bruder das Geschäft in Lugano hütete, reisten Sie durch die Welt. Hatten Sie Fernweh?

Nein, nie. Wir hatten einen grossen Auftrag in Genf, aus dem sich neue Aufträge ergaben. Das grösste Projekt war die ­Notre-­ Dame de la Paix, eine Kopie des ­Vatikans, die der damalige Präsident der Côte d’Ivoire, Félix Houphouët-Boigny, in seiner Heimatstadt Yamoussoukro bauen liess. Wir lieferten den Marmor und montierten diesen.

Wie war es für Sie, in Afrika zu arbeiten?

Afrika-Geschäfte sind schwierig und riskant. In diesem Fall stand der Präsident persönlich dahinter, das war etwas anderes. Er gab mir als Anzahlung einen Scheck über 200 000 Franken, ohne Vertrag. Am Anfang investierte ich 32 000 Franken, am Schluss resultierte ein Auftragsvolumen von insgesamt 360 Millionen Dollar. Das waren mehrere Projekte, zuerst kam die Residenz des Staatschefs.

Entwicklungshelfern werden die Haare zu Berge stehen, wenn sie das hören.

Afrika ist Afrika, wir können das nicht ­ändern. Die Arbeiter wurden nicht einzeln rekrutiert, sondern per Lastwagenladung, es wurde rund um die Uhr in ­Schichten gearbeitet. Um seine Projekte zu ­rea­lisieren, monopolisierte der Präsident den Zement im Land. Er wurde in Paris trotzdem stets mit höchsten Ehren empfangen. Ich gab in Afrika während vieler Jahre 7000 Menschen Arbeit. Jeder Arbeiter ernährte statistisch gesehen einen Clan mit 27 Mitgliedern. Es ist eine andere Welt. Es gibt nichts, wofür ich mich zu schämen brauchte. Aber «Heimweh» nach Afrika hatte ich nie.

Attilio Bignasca im Interview von Alex Baur in der WeWo 16.11, Seite 30ff
Ich war da. Habe das Gebäude gesehen - der grösste Sakralbau den ich je gesehen habe. Sehr prunkvoll - und daneben wohnen die nwort in Kartonschachteln: Allokation a la Afrika.

Samstag, 8. Januar 2011

7 Todsünden sind top aktuell

  • Fresslust
  • Habsucht (oder Geiz)
  • Hochmut
  • porneia (Unzucht)
  • Zorn
  • Eitelkeit
  • Dämon des Überdrusses, Mittagsdämon, Trägheit
  • Traurigkeit
Euagrios Pontikos, 345-399

Überwindung dieser Todsünden durch "Hungern, körperliche Anstrengung, Einsamkeit, das Singen von Psalmen, aber auch die intensive Beschäftigung mit der Heiligen Schrift.

Papst Gregor I. übernahm seinen Katalog und der populären Zahl wegen nur sieben Todsünden. Den achten Dämon von Pontikos, die Traurigkeit, liess er fallen.

Die Furcht vor dem Fegefeuer ist weg, die Laster sind es nicht. Zum ersten Mal in der Menschheitsgeschichte leiden mehr Menschen an Übergewicht als an Hunger. Völlerei wird zum globalen Wohlstandsboten. Pornografie steht im Internet für jeden und allzeit zur Verfügung. Die Gier der Banker nach Millionenboni ist sprichwörtlich geworden. «Eigenschaften wie Habgier, Neid oder Völlerei sind zu Triebfedern des kapitalistischen Wirtschaftssystems geworden», schreiben die Berner Ausstellungsmacher.
Peter Keller in der WeWo42.10, Seite 50ff

Samstag, 6. November 2010

katholische Kirche verteilt Kondome


Aktion der Katholischen Kirche Luzern:
Vergessen ist ansteckend. Schütze deinen Nächsten wie dich selbst.
Auf eine hunderprozentige Treue zu vertrauen, ist keine realistische Position.
Florian Glohr, Sprecher der Katholischen Kirche Luzern
Basiert nicht auch die religiöse Vorstellung (oder sogar auch noch die rechtliche?!) auf der Illusion der "100%-igen Treue" (gemäss Kirchensprecher) bis ans Ende der Tage?!

Mittwoch, 26. Mai 2010

Burka und Religionen überwinden

Die Burka steht für eine rückständige Mentalität. Die Trägerin sagt damit: „Ich lebe in meiner eigenen Welt. Mich verbindet mit euch nichts, nicht einmal ein Blick.“

Wie wurde das Christentum aufgeklärt? Die katholische Kirche hat nicht freiwillig die Macht abgegeben, sie wurde entmachtet, weil die Menschen frei sein und selber denken wollten. (…) Wir müssen die Unantastbarkeit der Religion brechen. Der Islam ist nicht dazu gemacht, in der modernen Welt eine politische oder juristische Rolle zu spielen.
Hamed Abdel-Samad im Interview mit Daniel Glaus in der WeWo19.10, Seite 32.

Mittwoch, 7. April 2010

Priester: abnormale Sexualität

Verdrängung und Dämonisierung von Sexualität war über Jahrhunderte hinweg die Aufgabe der Kirche.

Aus der psychotherapeutischen Praxis ist längst bekannt, dass es sich bei der Mehrheit der Täter - die einen sprechen von 60, andere gar von 90 Prozent - nicht um echte Pädosexuelle, sondern um «Ersatzobjekttäter» handelt, um Männer also, die mit ihrer Sexualität nicht klarkommen oder sie, warum auch immer, mit Erwachsenen nicht ausleben können.

Klara Obermüller in der NZZaS vom 04.04.10, Seite 17.

Samstag, 27. März 2010

Sexualität katholischer Priester

Es ist nicht zölibatär bedingter Triebstau, der aus normalen Männern Pädosexuelle macht. Aber die zölibatäre Lebensform eines katholischen Priesters wirkt (oder wirkte) wohl für Pädosexuelle äusserst anziehend: Es ist eine Stellung mit Autorität und Kontakt zu Kindern, in der fehlendes erotisches Interesse an Erwachsenen nicht sonderbar, sondern vorbildlich erscheint.
tis. in der NZZaS vom 14.03.10, Seite 19

Samstag, 7. Februar 2009

Die Gedanken sind nicht frei

Ich glaube, es gab keine Gaskammern, ja.
Richard Williamson, Bischof in der Piusbruderschaft, in einem Interview im schwedischen Fernsehen.
Welch' Ironie, dass man in einer Glaubensgemeinschaft nicht glauben darf, was man will, sondern nur "die bewiesene Wahrheit". Tragisch, dass man in der Gegenwart der individuellen Selbstdarstellung, auch nicht mehr sagen und denken darf, was man will. Im Gegenteil - eigene Meinungen können einen Straftatbestand darstellen!

Klar, wäre es mal interessant zu erfahren, wie man auf die Anzahl getöteter Juden während des Zweiten Weltkrieges gekommen ist - das steht nicht im ordentlichen Lernplan, obwohl es eine unanfechtbare Wahrheit auch in der Rechtssprechung darstellt.

Auch klar: Dumm, den Holocaust zu leugnen. Ich wüsste auch nicht, was das bringen sollte. Das ist abgeschlossene Geschichte und heute von geringer Relevanz. Doch es ist sehr stossend, dass man heute nicht mehr eigene Gedanken haben darf. Die Initiative der Schweizer Demokraten für die freie Meinungsäusserung (aka Abschaffung des Antirassismusgesetzes) kam mit gegen 80'000 Unterschriften leider zum Stillstand.

Dienstag, 9. Dezember 2008

Abschaffung der Kirchensteuer

Das Evangelium lehrt uns, dass Jesus das Priesterwesen als Vermittlung zwischen Mensch und Gott aufgehoben hat. Er proklamiert, jeder Mensch könne selber vor Gott treten.
Peter Ruch, sinngemäss, in der NZZaS vom 7.12.08, Seite 21.
Damit verliert die Kirche jegliche Legitimation, sogar für Gläubige. Sehr stossend ist weiterhin, dass juristische Personen in der Schweiz zu über 1 Mrd. CHF jährlich an Kirchensteuern verdammt sind. Das muss sofort ändern!

Dienstag, 29. April 2008

Kirche --> Moschee

Muslimische Gemeinden in der Schweiz haben gewaltige Platzprobleme. Gleichzeitig stehen immer mehr Kirchen leer.
Basel, die Stadt mit dem höchsten Anteil konfessionsloser Einwohner und dem stärksten Rückgang von Kirchenmitgliedern (...). Gleichzeitig mit Kleinbasel ein Quartier mit einem Ausländeranteil von über 50% hat - hier läge eine Umnutzung auf der Hand.

Wieso machen das sowohl christliche wie auch muslimische Kreise nicht?
Um den Schein zu wahren!

Die Kirchen haben teilweise auch eine symbolische Wirkung. "Aus politischen Überlegungen" schreckt man vor einer Umnutzung zurück. Diese könnte als Signal missverstanden werden, dass das untere Kleinbasel zu einem "muslimischen Stadtteil" geworden sei.

Das ist es doch auch! Diese gläubigen Kreise verleugnen die Realität. Geschichtlich lässt sich rekonstruieren, dass immer, wenn eine Kirche niedergerissen wurde und dort eine Moschee aufgestellt wurde (oder umgekehrt), dies einher mit der Errichtung neuer Herrschaftsverhältnissen gegangen ist. Diese findet in der Schweiz auch statt, doch werden von ideologischen Schönrednern vertuscht.
In Anlehnung an Beat Stauffer in der NZZaS vom 27.4.08, Seite 30f.
Also, spart bei den Kirchen (welche übrigens in der sekularen Schweiz immer noch mit knapp 1,5 Mrd. Steuerngeldern finanziert werden), vermietet die Lokalitäten den Muslimen (vielleicht erreicht man eine interreligiöse Kostendeckung :-) und der Öffentlichkeit wird das Ausmass des gläubigen, unterentwickelten Bevölkerungsanteils bewusst. Auch hier wieder einmal: Die Migration ist überbordet. Hoffen wir, dass die Schweiz nicht kentert.

Samstag, 17. November 2007

Links und gläubig

Ich möchte Lucrezia Meier-Schatz nicht persönlich kritisieren. Ihre Fähigkeiten und ihren Hang zu Intrigen, gekoppelt mit ihrer schlechten Meinung gegenüber Blocher möchte ich nicht thematisieren. Es geht mir um das politische Segment, welches sie repräsentiert:

Weiblich, Romand (folglich links) und gläubig, die wohl destruktivsten Kräfte in einer modernen und effizienten Demokratie.

Sie wuchs in Le Locle (NE) auf und spricht auch heute noch lieber Französisch als deutsch. Sie studierte in Neuenburg Politologie und schrieb ihre Dissertation mit dem Titel „Die Kirche, die christliche Demokratie und die Menschenrechte der Arbeitsmigranten.“ Sie engagiert sich stark in der Kriche. Lediglich 3 CVPler (alle aus der lateinischen Schweiz) stimmen noch linker als sie (Philipp Gut in der WW46.07, Seite 36).

Montag, 10. September 2007

Sabo und das Ende des Katholizismus

Hoffentlich! Sabo bekam Recht, ihm wurde vor seiner Entlassung kein rechtliches Gehör gewährt. Trotzdem gehört er nicht in die katholische Kriche.
Die römisch-katholische Kirche ist eine absolutistische Monarchie. Die Punkte, die Sabo kritisiert, sind Teil ihres Selbstverständnisses: Unfehlbarkeit des Papstes, klare Hierarchiestrukturen, Priesterzölibat. (…) Wer ist mit der katholischen Lehre und katholischen Prinzipien nicht identifizieren kann, soll aus der Kirche austreten. Auch als Priester.
Jean François Tanda in der SonntagsZeitung vom 9. September 2007. Seite 23.

Das sehe ich auch die einzige Lösung im Umgang mit institutionalisiertem Glauben: Der Austritt. Nur „dumme“, nicht aufgeklärte und nicht säkulare Menschen glauben! Bei Muslimen, die mit ihrer Zeitrechnung 622 Jahre hinterher hinken ist eine solche Geisteshaltung noch eher erklärbar, wenn auch nicht entschuldbar. Doch hier in der modernen Welt… !?

Also, wer noch nicht aus der Kirche ausgetreten ist, soll dies tun.