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Dienstag, 2. August 2011

Warum sich Sluts aufreizend kleiden

Klar hat jeder das Recht, sich so zu bekleiden, wie er(m/w) es will. Meine Frage war: WARUM will man sich sexuell aufreizend bekleiden, ohne dass man dabei mit aufgereizten Männern Sex haben will? Was ist der Sinn? Was steht hinter dieser Haltung „Ich reize Dich auf, Du darfst mich aber nicht anfassen, und wie Du mit Deiner Aufregung klar kommst, ist eben Dein Problem“?

Nun, in meinen Augen sind es ganz banale Machtspielchen. "Ich habe die Macht (nicht nur körperliche, sondern auch gesetzlich und sittlich anerkannte), Dich zu aufreizen, und ich habe die Macht, Dich zuverweisen. ICH habe DEINE Gefühle im Griff und entscheide darüber, wie die Situation sich entwickelt."

Geht es bei der Emanzipation um die SELBSTBESTIMMUNG der Frau oder um ihre Fähigkeit, den Mann zu manipulieren und die Macht über ihn zu ausüben?
Fahrenheit 451 auf der Freitag

Freitag, 1. Mai 2009

Parrhesie

Über die letzte Vorlesung von Michel Foucault zu «Der Mut zur Wahrheit» (Le courage de la vérité):

Die Vorlesung behandelt die antike Auffassung der sogenannten Parrhesie, das heisst des Vorrechtes, alles sagen zu dürfen — auch die unangenehmen Wahrheiten, die den Mitbürgern missfallen und welche die Mächtigen herausfordern. Die Parrhesie war das Fundament der athenischen Demokratie. Bis heute ist die freie Meinungsäusserung die unverzichtbare Voraussetzung eines demokratischen Staatswesens. Nur wenn Wahrheit zumutbar ist, können öffentliche Entscheidungsprozesse funktionieren.

Athen war die Wiege sowohl der abendländischen Philosophie als auch des westlichen Demokratie-Ideals, doch es bestand zwischen den beiden Zivilisationsleistungen von Anbeginn ein Gegensatz: Die klassische Philosophie stand der Volksherrschaft mit äusserster Skepsis gegenüber. Plato verurteilt in seinem «Staat» die Demokratie als Pöbelherrschaft, in der die Demagogen stets den Sieg über die Vertreter der Vernunft davontragen. Aristoteles ist der Mehrheitsregierung gegenüber aufgeschlossener, aber auch er erblickt in der Aristokratie die ideale Staatsform. Weshalb wurden die Philosophen zu Verächtern des demokratischen Staates? Foucault führt das Zerwürfnis zurück auf eine Krise der Parrhesie.

Denn das Recht, alles sagen zu dürfen, kann auf zweierlei Weise verstanden werden. Einerseits kann es die Notwendigkeit benennen, ohne Rücksicht auf die Machtverhältnisse, die Wahrheit auszusprechen. Es entspringt einem Ethos der Wahrhaftigkeit. Andererseits besteht das Recht, alles sagen zu dürfen, auch darin, dass man jeden Unsinn erzählen darf. Es erteilt eine Lizenz zur Beliebigkeit. Foucault zeichnet in seiner Vorlesung nach, wie das Ideal der Parrhesie im klassischen Athen in eine Krise geriet: Ursprünglich war damit der Mut zur Wahrheit gemeint, doch mehr und mehr bezeichnete es nur noch die frivole Unsinnigkeit der öffentlichen Demagogie. Die klassische Philosophie wurde antidemokratisch, weil die athenische Demokratie ihr Wahrheitsethos verlor.

Daniel Binswanger im TagiMagi vom 1.5.09

Dienstag, 29. April 2008

Kirche --> Moschee

Muslimische Gemeinden in der Schweiz haben gewaltige Platzprobleme. Gleichzeitig stehen immer mehr Kirchen leer.
Basel, die Stadt mit dem höchsten Anteil konfessionsloser Einwohner und dem stärksten Rückgang von Kirchenmitgliedern (...). Gleichzeitig mit Kleinbasel ein Quartier mit einem Ausländeranteil von über 50% hat - hier läge eine Umnutzung auf der Hand.

Wieso machen das sowohl christliche wie auch muslimische Kreise nicht?
Um den Schein zu wahren!

Die Kirchen haben teilweise auch eine symbolische Wirkung. "Aus politischen Überlegungen" schreckt man vor einer Umnutzung zurück. Diese könnte als Signal missverstanden werden, dass das untere Kleinbasel zu einem "muslimischen Stadtteil" geworden sei.

Das ist es doch auch! Diese gläubigen Kreise verleugnen die Realität. Geschichtlich lässt sich rekonstruieren, dass immer, wenn eine Kirche niedergerissen wurde und dort eine Moschee aufgestellt wurde (oder umgekehrt), dies einher mit der Errichtung neuer Herrschaftsverhältnissen gegangen ist. Diese findet in der Schweiz auch statt, doch werden von ideologischen Schönrednern vertuscht.
In Anlehnung an Beat Stauffer in der NZZaS vom 27.4.08, Seite 30f.
Also, spart bei den Kirchen (welche übrigens in der sekularen Schweiz immer noch mit knapp 1,5 Mrd. Steuerngeldern finanziert werden), vermietet die Lokalitäten den Muslimen (vielleicht erreicht man eine interreligiöse Kostendeckung :-) und der Öffentlichkeit wird das Ausmass des gläubigen, unterentwickelten Bevölkerungsanteils bewusst. Auch hier wieder einmal: Die Migration ist überbordet. Hoffen wir, dass die Schweiz nicht kentert.