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Mittwoch, 11. April 2012

Ideologische, lachhafte Hochschulen für soziale Arbeit

Nach 2 Jahren erleben sie eine Reduktion ehemaliger Berufswünsche.
Ob dies ein normaler jugendlicher Reifeprozess und unter Schweizern auch so ist, wurde von den beiden Autorinnen der Luzerner Hochschule (für soziale Arbeit?) in ihrer qualitativen Umfrage unter 50 Ausländerkindern für das Bundesamt für Migration nicht abgeklärt.

Sie versuchten "die Thematik sozialer Ungleichheit konsequent zu integrieren". Dies gelang ihnen auch: Der Ausgangspunkt ist dann auch das Ergebnis: Ungleichheit, Opferstatus, soziales Kapital, unten- oben.

In Anlehnung an Beat Kappeler in der NZZaS vom 29.1.12, Seite 36

Donnerstag, 12. Januar 2012

Haredim

Haredisierung, also die Ausbreitung von ultraorthodoxen jüdischen Vorstellungen entdeckt zu haben.

Etwa zehn Prozent der Israelis rechnen sich selbst zu den Haredim, die striktere religiöse Vorstellungen als alle andere Juden befolgen. Einige von ihnen erkennen den jüdischen Staat überhaupt nicht an. Dennoch geniessen sie Privilegien wie etwa die Befreiung vom Wehrdienst für Studenten einiger Tora-Schulen. In ihren Stadtteilen regeln sie das Leben nach ihren eigenen Vorstellungen: Männer und Frauen werden in der Öffentlichkeit weitgehend getrennt. Werbung für und der Verkauf von unkoscheren Produkten ist verboten. Durchgesetzt werden diese Regeln teilweise durch extremistische Schlägertrupps.

Die Ultraorthodoxen sehen sich selbst als Opfer, denen eine säkulare Lebensweise aufgezwungen werden solle. Bei einer Demonstration in Jerusalem trugen Demonstranten kürzlich gelbe Judensterne auf ihren traditionellen schwarzen Mänteln und verglichen ihre Lage in Israel mit der Verfolgung der Juden durch die Nazis.

Max Borowski in der NZZaS vom 08.01.2012, Seite 7.

Sonntag, 11. September 2011

Mythos: Frauen in der Opferrolle

Frauen sind in der Mehrheit
  • als Tagesschausprecherinnen
  • unter den Lehrern
  • bei den Medizinern
  • im Bundesrat
  • an den Universitäten
Lohndiskriminierung?
Studie des Büros BASS, 2008
  • absoluter Lohnunterschied beträgt knapp 20%
  • Unter Berücksichtigung der Qualifikation, Branche, etc. weniger als 10%
  • Oft fehlen den Frauen wegen der Kinderpause einige Jahre Berufserfahrung.
  • Würden Frauen tatsächlich bei gleicher Leistung billiger arbeiten, würden gewinnstrebende Firmen längst mehr Männer durch Frauen ersetzen.
instrumentalisierte Opferrolle bringt moralische Macht
Die französische Philosophin Elisabeth Badinter resümierte bereits 2004: «Der Feminismus hat die ideologische Schlacht gewonnen. Er verfügt heute über eine beträchtliche moralische Macht und die Fähigkeit, Schuldgefühle zu erzeugen.» Die Professorin an der Pariser Eliteuniversität Ecole polytechnique zählt notabene selbst zu den Feministinnen, ihr Buch «Mutterliebe», in dem sie den an­geborenen mütterlichen Instinkt in Abrede stellt, löste 1980 eine breite Kontroverse aus. Heute kritisiert sie die einseitige Opferhaltung der Frauen – obwohl sich diese politisch ausgezahlt habe: «Diese systematische Viktimisierung hat natürlich auch ihre Vorteile. Zunächst einmal fühlt man sich sofort auf der richtigen Seite der Barrikade. Nicht nur, weil das Opfer immer recht hat, sondern auch, weil es im selben Masse Mitleid erweckt, wie der Täter gnadenlosen Hass auf sich zieht.»

Justiz - Rechtssprechung:

  • Milde bei Bestrafungen
  • Im Vorteil bei Scheidungen und Sorgerechten

Ausbildung

  • weibliche Eigenschaften wie brav zuhören und auswendig lernen werden gefördert
  • männliche Eigenschaften wie Initiative werden medizinisch unterdrückt (Ritalin)
  • Mädchen  entsprechen dem Anforderungsprofil
  • Buben werden zu Mädchen gemacht

Darstellung des Mannes als Mangelwesen
Das traditionelle Männerbild wird überall kritisiert; Männer werden als Defizitwesen hingestellt, die schon mit grossen Defekten auf die Welt gekommen sind und eigentlich alles nur falsch machen.
Walter Hollstein, Sozialwissenschaftler

Wieso sind denn Frauen in Top-Kaderpositionen immer noch in der Unterzahl?
Frauen wollen solche Top-Jobs gar nicht (...) Immer wieder bin ich in den vergangenen Jahren Frauen begegnet, die mich irritiert haben. Klug und gut ausgebildet waren sie, traten selbstbewusst und eigenständig auf [. . .]. Und plötzlich scherten sie aus – verabschiedeten sich von ihren früheren Wünschen und Ambitionen und wählten ein klassisch weibliches Lebensprogramm. (...) Die Frauen würden aus Bequemlichkeit ihre Mutterrolle überhöhen und sich mit Teilzeitjobs, die unter ihren Möglichkeiten liegen, zufriedengeben. Dafür seien weder die Männer noch die Gesellschaft verantwortlich, sondern die Frauen selbst.
Bascha Mika, Feministin und frühere Chefredaktorin der linken Tageszeitung in ihrem kürzlich erschienenen Buch «Die Feigheit der Frauen»

Indirekt bestätigen Wirtschaftsvertreter Mikas These. Headhunter betonen immer wieder, dass Frauen sehr gefragt seien, dass die Firmen noch so gerne mehr Frauen im Verwaltungsrat oder in der Geschäftsleitung sähen, sich aber kaum welche finden liessen – trotz unzähliger Mentor- und Förderprogramme.

Alle Indikatoren weisen darauf hin: Die Benachteiligung der Frau ist nur noch ein Mythos. Gleichstellungsbüros und Frauenprotesttage dienen dazu, diesen aufrechtzuerhalten. Und das gelingt höchst erfolgreich.
Rico Bandle in der WeWo24.11, Seite 44ff.

Dienstag, 26. April 2011

öffentliche Zelebrierung des jämmerlichen Mannes

Ganz zu schweigen vom jämmerlichen Männerbild, das seit Jahren in der Öffentlichkeit zelebriert wird. Wenn man schon von Sexismus redet, müsste er eher auf dieser Seite angeprangert werden. Wer erinnert sich nicht an den unsäglichen Werbespot der Migros für Flaschenrückgabe, in dem Frauen gezeigt wurden, die im Einkaufswagen Männer entsorgten? Und all die lustigen Buchtitel: «Männer und andere Katastrophen», «Bedienungsanleitung Mann: So macht Frau ihn funktionstüchtig», «Der Tag, an dem ich beschloss, meinen Mann zu dressieren», «Männer und andere Problemzonen», «Nur ein toter Mann ist ein guter Mann». Litten die Frauen früher an einem Unterlegenheitskomplex, so scheint heute eher ein Überlegenheitskomplex vorzuliegen.

David Signer in der NZZaS vom 24.04.2011, Seite 17.

Montag, 14. Februar 2011

dritte abrahamitische Religion

Wir leiden schon unter der dritten abrahamitischen Religion, deren Vertreter seit Jahrzehnten nur Ansprüche stellen, ohne sich selber nach aussen zu öffnen.

Samstag, 9. Oktober 2010

Opfer der Gene und Hormone?

...die Gehirne beider Geschlechter passen sich nach neuerer Forschung jeder neuen Erfahrung an und sind sehr viel veränderbarer, als noch vor einem Jahrzehnt angenommen. Dennoch werden Männer in ihrem neuen Buch vorwiegend als Opfer ihrer Gene und Hormonausschüttungen dargestellt.
Menschliche Entscheidungen gegen die biologischen Impulse des Gehirns sind nicht nur möglich, sondern alltäglich. Man nennt es Zivilisierung, und man muss es tun. Ich glaube, es hilft, wenn man weiss, welches die Impulse sind, die man niederzuhalten versucht. Aber Tiger Woods kann sich damit nicht entschuldigen. Wenn ein Mann Frau und Kinder hat, ist es völlig egal, ob er ein mehr oder weniger langes Rezeptoren-Gen für Vasopressin hat. Er trägt ihnen gegenüber Verantwortung. Aber möglicherweise ist es nützlich, zu wissen, dass man ein kurzes Gen hat und deswegen härter arbeiten muss, um treu zu sein. Genau so, wie es nützlich ist, zu wissen, dass man gefährdeter ist als andere, Diabetes oder einen Schlaganfall zu bekommen.»
Beatrice Schlag in der WeWo16.10, Seite 30ff, bezieht sich auf Louann Brizendine: The Male Brain, Random House, 2009, 304 Seiten.

Freitag, 20. August 2010

Holocausterinnerung und Israelrechtfertigung

[Tony Judt] setzt sich für einen binationalen israelisch-palästinensischen Staat ein.
Israel benennt seine Bürger aufgrund ethnischer und religiöser Kriterien, während wir aber in einer Welt leben, in der Staaten und Völker immer enger miteinander verflochten sind.

Die Erinnerungen an den Holocaust garantieren die Humanität des heutigen Europa.
Dennoch rissen die Proteste nicht ab. (...) die Bremer jüdische Gemeinde sprach sich in einem Brief scharf gegen [Judt] aus. Judt konterte mit einer Rede, in der er nochmals auf die Wichtigkeit der Erinnerung an den Holocaust hinwies, gleichzeitig aber darlegte, dass Israel eben diese Erinnerung "pervertiere".
Katharina Blansjaar in der NZZaS vom 15. August 2010, Seite 14.

Dienstag, 15. Juni 2010

Vergewaltigungen in der Schweiz

  • jährlich 1'200 Bitten um Hilfe bei einer Beratungsstelle nach einem Sexualdelikt
  • 600 Anzeigen
  • 120 Verurteilungen.
  • 80% der Opfer und Täter kennen sich
  • über 40 % der vergewaltigten Frauen sind Opfer ihres (Ex-)Partners
  • Falsche Anschuldigungen: 6-10% aller Vergewaltigungsvorwürfe (gemäss verschiedenen Studien).
Dass es nach Vergewaltigungen Gedächtnislücken gibt, ist keine Seltenheit. «Manche Frauen verfügen nach der Tat nur noch über fragmentierte Erinnerungen», sagt Bea Rüegg, Sozialarbeiterin bei der Beratungsstelle für Frauen gegen sexuelle Gewalt. (...) «Da ist es sehr schwierig, die Geschichte im Nachhinein exakt zu erzählen. Es kommt vor, dass ganze Sequenzen weg sind, nicht erinnerbar.»

Selbst wenn die Polizei dabei beispielsweise Sperma des Täters, Hautpartikel, Haare, sein DNA-Profil sicherstellen kann, sind diese Spuren manchmal nur Indizien, nicht Beweise. «Wenn sich die Frau nicht heftig zur Wehr setzt, was durchaus ein kluges Verhalten sein kann, kommt es nicht immer zu Verletzungen, die als Beweise hinzugezogen werden können», sagt der Basler Rechtsmediziner und forensische Psychiater Volker Dittmann. Da die Täter oft zugäben, mit dem Opfer Geschlechtsverkehr gehabt zu haben, sei es selbst mit Spuren schwierig zu beweisen, dass das Opfer nicht freiwillig mitgemacht habe.
Christine Brand in der NZZaS vom 13.06.2010, Seite 22f

Dass wir mit krassen Lügen konfrontiert werden, ist eher selten. Oft handelt es sich bei falschen Beschuldigungen um eine subjektive Wahrnehmung: Die Frauen glauben wirklich, dass sie vergewaltigt wurden. (...) Oft gibt der Täter zu, dass es zum Geschlechtsverkehr kam - nur sagt er, sie habe freiwillig mitgemacht. Darum ist die Hauptfrage meist nicht, ob es zum Sex gekommen ist, sondern ob Gewalt im Spiel war.
Volker Dittmann im Interview mit Christine Brand in der NZZaS vom 13.06.2010, Seite 22f

Freitag, 11. Juni 2010

"Opfer" des Holocausts

Es ist eine Ironie der Geschichte, dass Opfer des Holocausts vor Jahrzehnten ihre Vermögenswerte auf Schweizer Banken vor einem verbrecherischen Regime in Sicherheit gebracht hatten und nun vom Staat USA für die gleichen Gelder sozusagen als Kriminelle zur Kasse gebeten werden sollen.
Robert U. Vogler, Bankenhistoriker

Samstag, 22. Mai 2010

Prostitution - ein harter Job

Ethnologin Alice Sala arbeitete 6 Monate am Empfang in einem Massagesalon.
Der Arbeitstag einer Prostituierten dauert 8 bis 10 Stunden, doch nur davon sind dem Sex gewidmet. Sie empfängt höchstens fünf Kunden pro Tag, meistens zwischen zwei und vier. Die restliche Zeit verbringt sie am Telefon, um ihre Kunden an sich zu binden.
Jaja, ganz streng, schon wahr...
Es ist ein hartes Leben. Nicht unbedingt, weil die Prostitution zu Opfern abartiger Männerphantasien werden, sondern weil es sich um eine stigmatisierende Tätigkeit handelt, von der man niemandem erzählen kann. Man muss über ein enormes Selbstvertrauen verfügen, um dieses Doppelleben auszuhalten, das zu den belastensten Elementen des Berufs zählt.
20min vom 14.5.10, Seite 6.
Und wie stigmatisierend ist es heute, Banker zu sein? Ohhh, die armen... ts!

Donnerstag, 13. Mai 2010

Frauenbewegung und Feminismus

Frauenbewegung:
  • Gleichberechtigung
  • Befreite Sexualität
  • Gleichberechtigte Beziehungen, Bildung und berufliche Möglichkeiten
  • Frauen wollen aus eigener Kraft selbsständig und eigenständig sein
  • Anpackende, eigenverantwortliche Persönlichkeiten
Feminismus:
  • Verweigerung von Eigenverantwortung und der Zuweisung der Schuld für eigenes Versagen an die Männer
  • Keine Eigenverantwortung
  • Frauen und Männer sind Feinde.
  • Frauen sind die Opfer und zu keinen schlechten Taten fähig und unter dem Strich ein wehrloses Wesen.
  • Der Mann wird als Ursache allen Übels verteufelt.
  • Frauen sind diesen brutalen Geschöpfen wehrlos ausgeliefert und können nichts dagegen ausrichten.
Der Emanzenkult ist denkfaul und heimtückisch.
Doris Lessing zur modernen Frauenbewegung
Nach einem langen Siechtum an intellektueller Verödung und gesellschaftlicher Irrelevanz wird der Feminismus sterben.
Gerhard Amendt im Interview mit Franziska K. Müller und Peter Rigaud in der WeWo15.10, Seite 48ff.

Samstag, 27. März 2010

Fälle von Kindesentführungen

1980: 66% durch Männer begangen
2010: 75% durch Frauen begangen
NZZaS vom 14.03.10, Seite 83

Sonntag, 28. Februar 2010

9 Mitnahmesuizide mit der Armeewaffe in 23 Jahren

Eine Nationalfondsstudie betrachtete Mitnahmesuizide zwischen 1984 und 2004:
  • Anzahl: 75
  • Schusswaffen im Einsatz: 57 (3/4)
  • Armeewaffe im Einsatz: 14 Fälle (19, bzw. 25%), und hier dürften sich die Autoren verzählt haben. Richtig wären 13 Fälle
In 3 Fällen richtete der Täter nur sich selbst, nicht aber die Opfer mit der Armeewaffe.

Alex Baur in der WeWo7.10, Seite 37 zitiert die Nationalfondsstudie Silke Grabherr et al.: Homicide-Suicide Cases in Switzerland and Their Impact on the Swiss Weapon Law. American Journal of Forensic Medicine and Pathology. Volume 31, Nummer 1, 2010

Mittwoch, 27. Januar 2010

Holocaustgedenktag

Der Holocaust als solcher ist eine jüdische Erfindung. Man könnte genauso gut einen Gedenktag schaffen für die zahlreichen Opfer des Kommunismus, unter dem Katholiken und Christen verfolgt worden sind.
Bischof Tadeusz Pieronek auf pontifex.roma.it
Das Thema ist seit jeher dermassen emotionalisiert und überwacht, dass man gar nicht erst versucht zu verstehen, was er gemeint haben könnte. Dabei ist es offensichtlich, dass er von einem Gedenktag spricht.
Der Holocaust werde von Israel häufig als «Propaganda-Waffe» eingesetzt, wird Pieronek weiter zitiert: «Die Juden haben eine gute Presse, weil sie von mächtigen Geldgebern in den Vereinigten Staaten unterstützt werden.» Dies führe zu «einer Art Arroganz», die er nicht hinnehmen könne, so der Bischof weiter. Scharf kritisierte er die Politik Israels gegenüber den Palästinensern, «die wie Tiere behandelt werden». Man solle auch für sie einen Gedenktag schaffen, forderte Tadeusz Pieronek weiter.
Sein Demento:
Er habe keinesfalls den Holocaust leugnen wollen. Die Bezeichnung Schoah für diese Tragödie sei von den Juden erfunden worden, versuchte Pieronek klarzustellen. Ohne Zweifel seien in den Konzentrationslagern mehrheitlich Juden ermordet worden. Auf der Liste habe es aber auch Zigeuner, Polen, Italiener und Katholiken gegeben. Also solle man diese Tragödie «nicht im Namen der Propaganda stehlen», meinte der Bischof.
pbl auf 20min
Wäre diese ganze Aufregung auch eingetroffen, wenn er explizit immer von "Holocaust-Gedenktag" und nicht nur von "Holocaust" gesprochen hätte? Wahrscheinlich ja. Verstösst es folglich gegen die Antirassismusstrafnorm, wenn man der Meinung ist, dass die penetrante Inszenierung des jährlichen Gedenktags zum Holocaust einer Minderheit dient, sich u.a. abermals als ewige Opfer ins Ramenlicht zu stellen und uneingeschränktes Mitleid zu fordern?

PS: Die Worte der geladenen israelischen Gäste (nie vergessen, nie wiederholen, Humanität über alles, etc.) sind für Millionen von Palästinenser im Gazastreifen blanker Hohn.

Dienstag, 1. Dezember 2009

Abschaffung des Täterschutzes

Im Datenschutz wie auch im Strafgesetz:
SVP-Nationalrätin Andrea Geissbühler hat eine parlamentarische Initiative zur Streichung der „täterfreundlichen“ Artikel 19 und 20 im Strafgesetzbuch erreicht. Darin geht es um Straferlass und –reduktion bei verminderter Schuldfähigkeit und um die Anordnung von Gebutachtungen. Rückmeldungen aus ihrem Alltag als Polizistin haben sie dazu bewegt: „Es kommt in der Praxis oft vor, dass unter Drogen und Alkohol stehende Täter für Gewaltdelikte milder oder gar nicht bestraft werden. Die Richter verstecken sich dabei hinter Gutachten und betreiben Täterschutz.“
20min vom 01.12.09, Seite 10.

Mittwoch, 18. November 2009

Sackgasse Opferhaltung

Wenn eine Frau sagt, sie finde keine Liebeserfüllung, weil sie vor 40 Jahren missbraucht worden sei, versuche ich, ihr klarzumachen, dass Opferhaltungen nicht der Hauptgewinn im Leben sind.
Eleonore Höfner im Interview mit Martin Helg in der NZZaS vom 15.11.09, Seite 77.

Samstag, 24. Oktober 2009

übereifrige Opferhelfer und Claudio Rossi

Am 20. September 2004 wurde Rossi verhaftet, am 25. März 2009 hat ihn das Luzerner Kriminalgericht von Schuld und Strafe freigesprochen.

Profil Rossi: 38 Jahre alt, Kleinklassenlehrer im Emmener Schulhaus Rüeggisingen, Einzelgänger, schwere Herzkrankheit seit Geburt, "Wenn für andere das Leben nach Feierabend erst richtig beginnt, ist er geschafft, geht früh zu Bett." und Mitglied einer evangelischen Freikirche.

Ein unsympathisches Bild: Kein Mitleid mir asozialen Gläubigen. Es geht mir auch weniger um ihn, als um die "übereifrigen Opferhelfer"

Die entscheidensten Aussagen über die sexuelle Belästigung stammen von zwei Mädchen, Zwillingen, Töchtern einer alleinerziehenden Dominikanerin, welche seit Jahren vom Frauenhaus betreut wird, und von einem Jungen.

Gemeinsam ist allen vier Kindern, dass sie wegen psychischer oder schulischer Probleme einer Kleinklasse zugeteilt wurden. Sie schrieben in einem Aufsatz, wie schrecklich Rossi sei. Die Aufsätze gelangten an die Schulleitung und diese wendet sich an die Rechtsauskunft und der Kinder

Mittwoch, 2. September 2009

Schläger sehen sich als Opfer

...und unsere Gesellschaft akzeptiert das so.
Interessant ist, dass sich alle Befragten primär als Opfer sehen. Sie seien vorgängig provoziert worden und hätten sich lediglich gewehrt, gaben die Schläger zu Protokoll. «Die Einsicht, etwas Unrechtes getan zu haben, fehlt bei den Befragten», sagt der Jugendpsychologe Allan Guggenbühl, der die Umfrage ausgewertet hat. Er glaubt, dass bei vielen jungen, gewalttätigen Personen «das Bewusstsein fehlt, dass man auch Täter werden kann».
Ruedi Kunz am 31.08.09 im Bund
"Opfer" ist mein "most hated word" - habe ich schon ein paar mal geschrieben. Durch den Respekt vor Opfern wird unser Rechtssystem immer lächerlicher, nachdem die Aussenpolitik mit der Israelfreundschaft schon einen inakzeptablen Krieg akzeptiert - entstanden ebenfalls aus der "Opferrolle" - kotz.

Mittwoch, 19. August 2009

Islamic world victimized by the West

Not all versions of this ideology - variously called Islamism or radical Islam - are violent. But at the core of even the peaceful ones, such as that espoused by Egypt’s Muslim Brotherhood, is the idea that the Islamic world has been victimized by the West and must defend itself.

Even before the United States invaded Iraq, stoking rage, polls in Muslim countries revealed support for Osama bin Laden and for al-Qaeda’s aims, if not its methods. If such thinking were to triumph in major Muslim countries beyond Iran - say, Pakistan, Egypt and Saudi Arabia - violent extremists would command vast new stores of personnel, explosives and funds.
Joshua Muravchik in JakartaGlobe vom 30. Juni 2009, ursprünglich in The Washington Post

Dienstag, 14. Juli 2009

Israels Klagen

Sie glauben israelischen Drohungen nicht, gegen die iranische Bombe vorzugehen?
Falls die Strategen in Jerusalem wirklich die Absicht hätten, den Iran respektive dessen Nuklearprojekt anzugreifen, würden sie nicht darüber sprechen. Das ist nicht die Art der Israelis. Ich könnte mir vorstellen, dass mit den ständigen Drohungen eine andere Absicht verfolgt wird.

Welche denn?
Es könnte ja auch eine Botschaft vermittelt werden: «Wir armen Juden sind schon wieder von der Auslöschung bedroht – wir brauchen Waffen und Geld.» Und es wirkt. Die Amerikaner zahlen ja kräftig, drei Milliarden Dollar im Jahr. Weshalb sollte Israel also aufhören zu klagen?

Martin von Creveld im Interview mit Pierre Heumann in der WW27.09, Seite 48ff.