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Dienstag, 6. September 2011

Heilige oder Hure

Der altbekannte Dualismus zwischen Hure und Heiliger müsse überwunden werden, sagen sie, ein Stereotyp, der einen Konflikt in der weiblichen Sexualität konstatiert und dazu geführt hat, dass man Frauen traditionell nur eine der beiden Identitäten zugestand, nämlich entweder die als sexuelles Wesen oder diejenige als asexuell und selbstlos gedachte Mutter.
Michèle Binswanger auf dem Mamablog

Samstag, 13. August 2011

Lohndiskriminierung gegenüber Männern

Existieren krisensichere Frauenberufe? Ausser dem der Beamtin scheint es genau drei zu geben, die jedem Finanzdesaster trotzen: Pornodarstellerin, Prostituierte und Model. Sie verdienen in jungen Jahren nicht nur gut, wenn sie einmal im Geschäft sind, sondern auch weitaus besser als männliche Kollegen, die den gleichen Beruf ausüben. Was besonders bei Pornostars erstaunlich ist, wo der Mann viel mehr Stress hat als die Frau, auf Kommando zu funktionieren. Dieser ungerechte Umstand erklärt sich über die Nachfrage.
Beatrice Schlag in der WeWo32.11, Seite 15.

Mittwoch, 20. Juli 2011

Sex als Bonus: 83tEUR Hamburg-Mannheimer

Die siebzig fleissigsten Vertreter der Hamburg-Mannheimer-Versicherung (heute Ergo) erhielten 2007 eine besondere Belohnung: Sie wurden nach Budapest in ein historisches Thermalbad eingeladen, das zu einem grossen Freiluftbordell umfunktioniert worden war. Die Prostituierten trugen ein Armbändchen, jene mit einem roten Bändchen standen allen anwesenden Mitarbeitern zur Verfügung, jene mit den weissen Bändchen blieben den besten Verkäufern und den Chefs vorbehalten. Nach jedem Treffen erhielten die Damen einen Stempel auf ihren Unterarm, das vereinfachte die spätere Abrechnung.

…ein ganzes Team wie bei der Hamburg-Mannheimer für eine Sexparty ins Ausland…

Aus Diskretionsgründen ist dies durchaus sinnvoll. Den Reiz eines solchen Firmenausflugs liegt nicht bloss im sexuellen Abenteuer. Man teilt ein Geheimnis, wird zu einem verschworenen Grüppchen, das hat eine verbindende Wirkung. Mir kommt das vor wie ein Pfadiausflug für Erwachsene.

Valentin Landmann, Zürcher Milieuanwalt

Rico Bandle in der WeWo22.11, Seite 42.

Sonntag, 17. Juli 2011

Obedient Wives Clubs

In Jordanien, Indonesien oder Malaysia müsste man leben. Da nämlich soll es bald schon gar keine sozialen Missstände mehr geben. Nur noch Frieden, Glückseligkeit, ja Ekstase gar. Wie in Tausendundeiner Nacht. Dank Frauen, die immer willig sind. Und in muslimischen «Obedient Wives Clubs» lernen, wie das mit dem Bedienen männlicher Bedürfnisse richtig geht. Also wie sie «eine gute Hure für den Ehemann» sein können, so die internationale Vizepräsidentin Rohaya Mohamad. Ein Beispiel: Hat er Lust, sie aber keine? Nicht einfach hinhalten! Sondern rein in die Spitze, vielleicht eine Bauchtanz-Nummer hinlegen, nett mit dem Po wackeln, weg mit dem Fummel, und hopp. So ähnlich meinen die Klub-Frauen, nicht nur die eigene Ehe, nein, Gesellschaften als Ganzes gar in ein Idyll verwandeln zu können. Weil, so die Logik, nichts anderes als weiblicher Ungehorsam der Ursprung allen Übels sei. Wo aber die Frau dem Mann alles recht mache, seien Probleme wie häusliche Gewalt, Prostitution oder Menschenhandel, schwupps, gelöst. Wie in einem Märchen, in dem am Ende alle glücklich sind. Also alle Männer, auf Erden und im Himmel oben.
Carole Koch in der NZZaS vom 17.7.2011, Seite 63.

Montag, 27. Juni 2011

Macht eine Waffenausbildung Pfadfinder zu Gewaltverbrechern?

For those that don't know Major General Peter Cosgrove, this gentleman is an Australian.

General Cosgrove was interviewed on the radio recently. Please follow his reply to the lady who interviewed him concerning guns and children. Regardless of how you feel about gun laws you have to love this! This is one of the best comeback lines of all time.

In a portion of an ABC radio interview between a female broadcaster and General Cosgrove who was about to sponsor a Boy Scout Troop visiting his military Headquarters.

FEMALE INTERVIEWER:
So, General Cosgrove, what things are you going to teach these young boys when they visit your base?

GENERAL COSGROVE:!
We're going to teach them climbing, canoeing, archery and shooting.

FEMALE INTERVIEWER:
Shooting! That's a bit irresponsible, isn't it?

GENERAL COSGROVE:
I don't see why, they'll be properly supervised on the rifle range.

FEMALE INTERVIEWER:
Don't you admit that this is a terribly dangerous activity to be teaching children?

GENERAL COSGROVE:
I don't see how. We will be teaching them proper rifle discipline before they even touch a firearm.

FEMALE INTERVIEWER:
But you're equipping them to become violent killers.

GENERAL COSGROVE:
Well, Ma'am, you're equipped to be a prostitute, but you're not one, are you?

The radiocast went silent for 46 seconds and when it returned, this interview was over.

Montag, 20. Juni 2011

Slut-Walks

Weltweit demonstrieren Frauen an sogenannten «Slutwalks» für das Recht, sich möglichst freizügig zu kleiden, ohne dabei sexuell belästigt zu werden.
Hetero-Männer sind anfällig auf Weiblichkeit - wen erstaunts?
Das männliche Geschlecht aber ist ob so viel Fraulichkeit nicht immer Herr seiner Sinne. Es fängt an zu phantasieren, es redet blöd, es grapscht. Manchmal vergewaltigt es auch. Schuld daran? Sollen Frauen sein.

...das Gieren, das Glotzen, das Pfeifen, das Grapschen, überhaupt alles, was man in die Kategorie sexuelle Belästigung einordnen kann...

Frauen haben sie satt, die Sexisten und anderen Gestörten, die meinen, das weibliche Geschlecht sei ein Selbstbedienungsladen, zu ihrer Befriedigung gemacht. Wer Minirock sieht, Freipass meint und überhaupt gar nicht denkt, kann einfach nur erbärmlich sein.

Sie demonstrieren für das Recht, herumzulaufen, wie sie wollen, wann sie wollen, wo sie wollen. Angezogen, als möchten sie in einem Pornofilm oder einer Lingerie-Modenschau auftreten.
Sexy sein wollen als Selbstzweck ist unglaubwürdig
Frauen verkleiden sich heutzutage so. Weil sie sexy sein wollen. Für wen eigentlich? Sich selbst, sagen sie.

«Ob du es glaubst oder nicht: Mein kurzer Rock hat nichts mit dir zu tun», dann ist das entweder Naivität, Selbstbetrug oder Lüge. Hätte es nicht mit dem Spiel der Verführung zu tun, könnten sie, weil es so schön ist, den Sonntagabend-Krimi auch im Miniröckchen gucken oder die Wohnung auf Zehn-Zentimeter-Absätzen staubsaugen.
Macht der Erotik
Sex-Appeal ist viel wert in der enttabuisierten Gesellschaft. Zuweilen so viel wie ein gescheiter Kopf, der Glauben an sich oder das Glück, in ein bequemes Milieu hineingeboren worden zu sein. Das sagt etwa Catherine Hakim von der London School of Economics. Zur Erklärung von sozialem Aufstieg hat die Ökonomin den Begriff «erotisches Kapital» erfunden. Wer viel davon hat, also gut aussieht, charmant ist und sexy, kommt geschmeidiger durchs Leben, dank attraktiveren Partnern oder besseren Jobs. Frauen im Besonderen, weil sie ihr erotisches Kapital ausgiebiger und cleverer managen. Und: Die Nachfrage danach ist grösser, da der männliche Sexualtrieb, so Hakim, «zwei- bis zehnmal» stärker ist als der weibliche.

Frauen sind sich ihres erotischen Kapitals meist sehr bewusst. Und sie wären ja blöd, würden sie es nicht für das Marketing in eigener Sache nutzen. Was sie auch ausgiebig tun.

Carole Koch in der NZZaS vom 19.06.2011, Seite 67f.

Samstag, 22. Mai 2010

Prostitution - ein harter Job

Ethnologin Alice Sala arbeitete 6 Monate am Empfang in einem Massagesalon.
Der Arbeitstag einer Prostituierten dauert 8 bis 10 Stunden, doch nur davon sind dem Sex gewidmet. Sie empfängt höchstens fünf Kunden pro Tag, meistens zwischen zwei und vier. Die restliche Zeit verbringt sie am Telefon, um ihre Kunden an sich zu binden.
Jaja, ganz streng, schon wahr...
Es ist ein hartes Leben. Nicht unbedingt, weil die Prostitution zu Opfern abartiger Männerphantasien werden, sondern weil es sich um eine stigmatisierende Tätigkeit handelt, von der man niemandem erzählen kann. Man muss über ein enormes Selbstvertrauen verfügen, um dieses Doppelleben auszuhalten, das zu den belastensten Elementen des Berufs zählt.
20min vom 14.5.10, Seite 6.
Und wie stigmatisierend ist es heute, Banker zu sein? Ohhh, die armen... ts!

Dienstag, 1. Dezember 2009

Prostitutionsrealität

  • 20 Prozent aller Frauen in der Schweiz haben mindestens schon einmal sexuelle Gefälligkeiten gegen Geld angeboten
  • 11 Prozent geben an, sich gelegentlich für Geld hinzugeben
  • 5.5 Prozent geben zu, sich auf diese Weise regelmässig ein Zubrot zu verdienen.
  • Über die Hälfte aller Frauen mit einschlägigen Erfahrungen im horizontalen Gewerbe hat dies aus Spass getan.
Ergebnis einer nicht repräsentativen Umfrage unter 11'300 Usern von 20 Minuten Online
  • 40 Prozent aller Männer in der Schweiz haben schon einmal für Sex bezahlt.
  • 25 Prozent sogar schon mehrmals
  • Laut Aids-Hilfe Schweiz nehmen in der Schweiz jährlich 350'000 Männer die Dienste einer Prostituierten in Anspruch.
Dies ist alles nicht verwerflich, im Gegensatz zu den hehren Motiven der Moralisten, welche damit die Realität verleugnen, sich selbst und andere verwirren und zu einer Verzerrung und Tabuisierung des Rumpimperns führen. Disclaimer: Es ist nicht ausgeschlossen, dass diese beiden Pole auch vereinbar sind – doch wohl eher selten als häufig.

Mittwoch, 14. Oktober 2009

"Dienstleistungs-Erbringerinnen"

...so, die korrekte ausländerrechtliche Bezeichnung für die meist ungarischen Roma-Nutten.
Das Abkommen mit acht osteuropäischen EU-Staaten über die Personenfreizügigkeit erlaubt es ihnen, für 90 Tage in die Schweiz zu kommen und hier anzuschaffen. Tendenz zunehmend...

Donnerstag, 30. April 2009

Bewährter Sex-Boykott in Afrika

Von Lysistrata lernen heißt befrieden lernen: Wie die Heldin der berühmten Komödie wollen Frauengruppen in Kenia männliche Politiker durch Sex-Entzug zu einer pazifistischen Politik bewegen. Auch Prostituierte sollen sich dem Boykott anschließen - und den Verdienstausfall bezahlt bekommen.

Die weibliche Taktik, Männer durch Sex-Entzug zu pazifistischer Politik zu zwingen, dokumentierte der griechische Dichter Aristophanes 411v. Chr. in seiner Komödie Lysistrata. Darin verschwören sich die Frauen Spartas und Athens zu einem Liebesboykott, um den Frieden zu erzwingen - was ihnen schließlich gelingt. (Spiegel)
In Afrika sehr wirkungsvoll, adäquat, effektiv und popular (zumindest bei den Frauen :-).

Freitag, 4. April 2008

weibliche Optionen im 16. Jahrhundert

Ging es nach der Obrigkeit und den Sittenwächtern, sollten Frauen nur die Wahl haben, ins Kloster zu gehen, zu heiraten oder als Prostituierte zu gelten und schlimmstenfalls als Hexe zu enden.
Julian Schütt in der WW14.08, Seite 60f.