Quelle: Charlotte Jaquemart in der NZZaS vom 20.05.2012
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Montag, 21. Mai 2012
Dienstag, 6. Dezember 2011
Warum prostituieren sich nicht alle Frauen?
„Es war phantastisch“, schwärmt sie. „Ich verkehrte in den schicksten Bars und Hotels, die Rechnung für ein Abendessen belief sich kaum je auf weniger als 500 Franken, ich wurde mit Schmuck-Geschenken überhäuft, die Männer verwöhnten mich, darüber hinaus verdiente ich tausend Franken pro Tag. Warum machen das nicht alle Frauen, fragte ich mich. Allerdings, räumt sie ein, hatte das Paradies schon auch seine Schattenseiten. „Sex mit fremden Männern?“ „Nein, Auto fahren!“
Sie begann in einem Escort-Service zu arbeiten, nachdem ihre eigene Firma bankrott ging. (…) Neben einem alten Millionär, der ihr 7000 pro Monat plus Miete bezahlt (und sie in seinem Testament gebührend berücksichtigen wird), hat sie noch drei langjährige „Liebhaber“. Damit kommt sie gut über die Runden.
„Girlfriend Experiencde“ (GFE) verbindet die Vorteile der Prostitution (Unverbindlichkeit, Diskretion) mit denen einer Liebesbeziehung (vorgebliche Exklusivität), ohne dass man sich wie bei einer gewöhnlichen Hure abgefertigt fühlen muss und ohne dass man die Risiken einer heimlichen Geliebten (Ansprüche, organisatorische Komplikationen, Gefahr des Auffliegens bei Verheirateten) eingeht. Nicht zuletzt muss sich der Kunde weniger verstellen als bei einer richtigen Freundin. Er muss beispielsweise nicht vorgeben, treu zu sein.
In Westafrika gibt es unter Frauen die Redensart „chic, chèque, choc“, womit gemeint ist, dass man im Idealfall über drei Männer verfügt: einen schicken, einen wohlhabenden und einen fürs Bett. In vielen Ländern Südamerikas, Afrikas oder Asiens ist der Übergang von Gelegenheitsprostituierter zu Geliebter oft fliessend.
Was ist Authentizität, Rollenspiel, Anpassung, Käuflichkeit, wo verläuft die Trennung zwischen (unverstelltem) Privatleben und (verstellter) Professionalität, was ist Identität, Persönlichkeit, gibt es ein Ich oder Liebe jenseits der Masken?
Alles ist heute käuflich, und auf die eine oder andere Art spielen wir fast immer Theater (oder zumindest eine Rolle). Ein Kindermädchen verkauft seine Kinderliebe, ein Psychologe seine Empathie ein Pfarrer Seelsorge, eine Masseuse Zärtlichkeit. Sind die angebotenen Dienste deswegen falsch, verlogen, geheuchelt? Nicht unbedingt. Und umgekehrt: Ist es zwangsläufig schä(n)dlicher, seine Genitalien oder seine Freundschaft zu vermieten, als sich sein Mitgefühl (Therapeuten), seinen Verstand (Anwälte) oder die Gefährdung des Lebens selbst (Soldaten) bezahlen zu lassen?
David Signer in der NZZaS vom 4.12.11, Seite 79
Mittwoch, 19. Oktober 2011
Erotisches Kapital
Anna verlor ihren Job als Analystin einer Bank und musste hart an sich arbeiten, um eine neue Stelle zu finden. Sie ass weniger, trainierte, verlor Gewicht und sah bald zehn Jahre jünger aus. Sie ging zum Coiffeur, tönte sich ihre Haare und legte sich einen neuen Kurzhaarschnitt zu, mit dem sie viel lebendiger aussah. Sie kaufte sich einen teuren Anzug, der ihre Figur betonte und der sie in den Bewerbungsgesprächen attrativ und selbstbewusst machte. Drei Monate später hatte sie einen Job gefunden, in dem sie fünfzig Prozent mehr verdiente als im alten.
Cathrine Hakim, London School of Economics, "Honey Money – The Power of Erotic Capital" zitiert von Andreas Kunz in der WeWo40.11, Seite 48.
Samstag, 3. September 2011
Beruf der Nationalratskandidaten
Welchen Beruf üben die Nationalratskandidaten aus?
- Viele Bauern in der SVP.
- Am meisten Arbeitslose in der SP.
- Viele Anwälte überall.
- Mehr Unternehmer bei der SVP als bei der FDP.
- Funktionäre und Staatsangestellte bei den Linken.
Quelle WeWo35.11, Seite 26.
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Samstag, 13. August 2011
Lohndiskriminierung gegenüber Männern
Existieren krisensichere Frauenberufe? Ausser dem der Beamtin scheint es genau drei zu geben, die jedem Finanzdesaster trotzen: Pornodarstellerin, Prostituierte und Model. Sie verdienen in jungen Jahren nicht nur gut, wenn sie einmal im Geschäft sind, sondern auch weitaus besser als männliche Kollegen, die den gleichen Beruf ausüben. Was besonders bei Pornostars erstaunlich ist, wo der Mann viel mehr Stress hat als die Frau, auf Kommando zu funktionieren. Dieser ungerechte Umstand erklärt sich über die Nachfrage.Beatrice Schlag in der WeWo32.11, Seite 15.
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Sonntag, 3. April 2011
Karriere: Frauen haben die Wahl - Männer nicht
Kein Wunder, kommen viele dr „Top 50“ aus Ländern wie Indien oder China, in denen Frauen aufwärtsstreben, sobald sich ihnen einen Chance bietet. Jede Inderin ergreift die Möglichkeit zu studieren, weil das ein besseres Leben bedeutet. Sie haben gar keine Wahl. Viele westliche Frauen haben den Luxus, wählen zu können. Sie entscheiden sich gegen eine Karriere und für ein bisschen arbeiten und einen Mann, der das Geld nach Hause bringt. Man mag darin ein Dekadenzphänomen sehen: wirklich die bequeme Wahl. Während Frauen vor vierzig Jahren für Chancengleichheit kämpfen mussten, können sie sich heute wieder dem widmen, worin sie mehr Erfüllung finden, was für sie im Moment wichtiger ist. Kinder, Haus und Pilates.
Eigentlich kann man sich die ideologischen Debatten sparen bei der ewigen Frage, ob Frauen wollen und nicht können oder können und nicht wollen. Frauen müssten, ob sie wollen oder nicht. Volkswirtschaftlich ist es absurd, das Potenzial der vielen Hochschulabsolventinnen brachliegen und verkümmern zu lassen. Sie müssten: Vollzeit in hoch produktiven Berufen arbeiten, auch mal ein Wochenende im Büro verbringen, sich mit mühsamen Mitarbeitern herumschlagen, andere momentane Bedürfnisse hin oder her.
Doch Frauen entscheiden sich lieber für das gute Leben.
Birgit Schmid im Tagi-Magi 6/2011, Seite 12ff.
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Mittwoch, 16. Februar 2011
feige Frauen flüchten in traditionelle Rolle
Hormongebeutelte Wohlfühlwesen seien wir Frauen, zu bequem, um für sich selber zu sorgen, zu faul, um berufliche Ziele zu verwirklichen. Statt uns im Arbeitsleben, in freier Wildbahn gegen die Männer durchzusetzen, machten wir es uns lieber in der traditionellen Rolle gemütlich. Dass so wenig Frauen in wirtschaftlichen Spitzenpositionen zu finden sind, liegt also nicht an der berühmten gläsernen Decke, sondern daran, dass die Frauen gar nicht erst unter der gemütlichen Bettdecke hervorkriechen, um sich die Hände im wirtschaftlichen Wettbewerb schmutzig zu machen. Nach dem Studium wird eine Familie gegründet, schnappt die Mutterfalle zu, taumeln die Frauen auf einer Latte-Machiato-Rampe ins Nichts. Weil sie zu feige sind.
Die These, dass die Frauen sich selber im Weg stehen ist nicht ganz neu und hat natürlich einen wahren Kern. Wir wissen, dass Frauen nicht nur keine Karriere machen können, weil es ungünstige Strukturen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie gibt. Sondern dass sie es vielfach auch einfach nicht wollen. Oder nicht genug wollen. Allerdings ist daran nicht nur die «Mutterfalle» schuld, sondern auch andere Dinge. Vielen Frauen ist ein gepflegtes Sozialleben und persönlicher Freiraum wichtiger als Status und Geld, weshalb sie vor dem Opfer an privater Zeit, das jede Karriere einfordert, zurückschrecken.
Ideologisch gesehen ist es natürlich ganz schlecht, wenn die Frauen, die so lange dafür gekämpft haben, nicht an den Herd verbannt zu werden, nun freiwillig seinen Trost suchen. Das zementiert die Geschlechterrollen,
Volkswirtschaftlich macht es wenig Sinn, Frauen durchs kostenintensive Bildungssystem zu schleusen, nur damit sie dann jahrelang auf Spielplätzen herumhängen.
Michèle Binswanger im Mamablog, sinniert über das Buch von Bascha Mika: «Die Feigheit der Frauen: Rollenfallen und Geiselmentalität. Eine Streitschrift wider den Selbstbetrug», C. Bertelsmann Verlag, 256 Seiten
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Mittwoch, 10. März 2010
Jugendarbeitslosigkeit
5.2% Jugendarbeitslosigkeit, während tausende Stellen unbesetzt sind, 16% davon explizit für Berufseinsteiger.
Handwerker, Maurer, Strassenbauer, Spengler, Köche, Polybauer
Handwerker, Maurer, Strassenbauer, Spengler, Köche, Polybauer
Unregelmässige Arbeitszeiten sowie Berufe, in denen man sich die Hände dreckig machen und im Freien arbeiten muss, sind oft unbeliebt.Folglich: Das Problem liegt nicht beim Arbeitsmarkt oder den Rahmenbedingungen sondern bei der untauglichen Jugend.
Jean-Daniel Zufferey, Geschäftsführer der Schweizerischen Berufsbildungskonferenz in 20min
Freitag, 28. August 2009
Donnerstag, 13. August 2009
Pro Tagesschulen
Es braucht Strukturen, die es Müttern ermöglichen, von acht bis sechs zu arbeiten. Dazu sind Kindergärten tagsüber nötig, und zwar ab frühem Alter, zudem Tagesschulen mit Mittagstisch.
Antoinette Hunziker-Ebneter im Interview von Pierre Heumann und Roger Köppel in der WW30.09, Seite 14f.
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Samstag, 2. Februar 2008
Berufsverbot für Fagan
Hoffentlich ist es bald soweit: Ed Fagan wird das Anwaltspatent entzogen. In New Jersey wird ihm vorgeworfen, er habe die Gelder von Estelle Sapir und Gizella Weisshaus, zwei prominente Mandantinenn aus seiner Klage gegen die Schweizer Banken, unterschlagen. Fagen habe sich überdies eine Reihe von Lügen und Falschaussagen bei den zahlreichen mündlichen Verhandlungen zuschulde kommen lassen. Entschieden wird in den nächsten Wochen, beim Obersten Gericht von New Jersey. Hoffen wir das beste.
Samstag, 17. November 2007
Journalisten
Ein Journalist ist jemand, der anderen einleuchtend Dinge erklärt, die er selber nicht versteht.
Leo Longanesi
Journalisten sind Leute, die ein Leben lang darüber nachdenken, welchen Beruf sie eigentlich verfehlt haben.
Mark Twain
Dienstag, 13. November 2007
Der "richtige" Beruf
Bad News für Alice Schwarzer :-P
Für 69 Prozent aller Frauen spielt der Beruf des künftigen Lebenspartners eine entscheidende Rolle. Dagegen legen nur 36 Prozent der Männer grossen Wert auf den Beruf der neuen Partnerin.Die - aus der Sicht der Frauen - richtigen Berufe für Männer:
- 78% der Frauen wollen Ärzte
- 75% wollen Ingenieure
- 73% wollen Banker
- 72% wollen Rechtsanwälte
aus 20min vom 12.11.07, Seite 12, basierend auf einer Umfrage von RTL mit 3500 Teilnehmern.
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