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Mittwoch, 16. Februar 2011

feige Frauen flüchten in traditionelle Rolle

Hormongebeutelte Wohlfühlwesen seien wir Frauen, zu bequem, um für sich selber zu sorgen, zu faul, um berufliche Ziele zu verwirklichen. Statt uns im Arbeitsleben, in freier Wildbahn gegen die Männer durchzusetzen, machten wir es uns lieber in der traditionellen Rolle gemütlich. Dass so wenig Frauen in wirtschaftlichen Spitzenpositionen zu finden sind, liegt also nicht an der berühmten gläsernen Decke, sondern daran, dass die Frauen gar nicht erst unter der gemütlichen Bettdecke hervorkriechen, um sich die Hände im wirtschaftlichen Wettbewerb schmutzig zu machen. Nach dem Studium wird eine Familie gegründet, schnappt die Mutterfalle zu, taumeln die Frauen auf einer Latte-Machiato-Rampe ins Nichts. Weil sie zu feige sind.

Die These, dass die Frauen sich selber im Weg stehen ist nicht ganz neu und hat natürlich einen wahren Kern. Wir wissen, dass Frauen nicht nur keine Karriere machen können, weil es ungünstige Strukturen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie gibt. Sondern dass sie es vielfach auch einfach nicht wollen. Oder nicht genug wollen. Allerdings ist daran nicht nur die «Mutterfalle» schuld, sondern auch andere Dinge. Vielen Frauen ist ein gepflegtes Sozialleben und persönlicher Freiraum wichtiger als Status und Geld, weshalb sie vor dem Opfer an privater Zeit, das jede Karriere einfordert, zurückschrecken.

Ideologisch gesehen ist es natürlich ganz schlecht, wenn die Frauen, die so lange dafür gekämpft haben, nicht an den Herd verbannt zu werden, nun freiwillig seinen Trost suchen. Das zementiert die Geschlechterrollen,

Volkswirtschaftlich macht es wenig Sinn, Frauen durchs kostenintensive Bildungssystem zu schleusen, nur damit sie dann jahrelang auf Spielplätzen herumhängen.

Michèle Binswanger im Mamablog, sinniert über das Buch von Bascha Mika: «Die Feigheit der Frauen: Rollenfallen und Geiselmentalität. Eine Streitschrift wider den Selbstbetrug», C. Bertelsmann Verlag, 256 Seiten

Mittwoch, 3. Februar 2010

lähmende Juristen

Rekurse und Anwälte die Leitplanken fest. Nicht bestandene Examen an Schulen und Hochschulen werden mit Anwälten durchgefochten. Bezüger von Sozialhilfe erscheinen mit Anwalt am Schalter. Trölerische Baurekurse verhindern viel wirtschaftliches Wachstum, so etwa den Bau von 4000 Wohnungen allein in Zürich.

Wie in der EU und in den USA gilt ihnen der Buchstabe, nicht das Augenmass. (...) Miliztauglich sind solche Gesetze überhaupt nicht mehr, der Bürger kann sich nur mit Juristen behelfen. Ein Jurist im Supergericht beschäftigt fünf Juristen bei Firmen, Bürgern und anderen Behörden.

Als Alternative, und wie früher, muss die Verwaltung mehr Ermessen pflegen dürfen. Sie kann dann unbürokratisch handeln, sie wird auch intern schlanker, braucht weniger Prozesse, Belege, Sitzungen, Koordinationen.
Beat Kappeler in der NZZaS vom 31.01.10, Seite 38

Donnerstag, 31. Dezember 2009

so arm oder so bequem?

Es sind bereits zwischen 700'000 900'000 Menschen so arm, dass sie Hilfe vom Sozialstaat beanspruchen.
Désirée Pomper zitiert eine aktuelle Schätzung des Hilfswerks Caitas in 20min vom 30.12.09, Seite 6.

Freitag, 4. Januar 2008

Verwaltungsstadt

In Städten aber, die hauptsächlich davon leben, dass der Herrscher ständig oder gelegentlich dort residiert, und in denen die unteren Schichten weitgehend darauf angewiesen sind, dass andere ihr Einkommen ausgeben, sind die Leute meist träge, liederlich und arm.
Adam Smith - oder Zürich über Bern :-)