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Sonntag, 22. Mai 2011

PHZ verleiht günstigste Bachelors

[Eine Gruppe um Ulrich Schlüer] fordert eine härtere Selektion der Studierenden und die Ausrichtung des Studiengangs zu einer "Führungsausbildung". Der Besuch der Pädagogischen Hochschule habe den Ruf, der günstigste Weg zu einem akademischen Titel zu sein, sagt Schlüer. Sie sei zu einem Auffangbecken für Minderqualifizierte und Minimalisten geworden.
Michael Furger in der NZZaS vom 22.5.11, Seite 13.

Mittwoch, 16. Dezember 2009

ALV-Ansprüche revidieren

Eine erhöhte Arbeitslosigkeit haben wir bei den Unqualifizierten, das betrifft vor allem Leute aus dem Balkan. (...) Es wäre wohl sinnvoll, künftig auch die Höhe der einbezahlten Beiträge, die zwischen den Ländern stark variiert, in die Anspruchsberechtigung [der Arbeitslosenentschädigung] einzubeziehen.
Doris Leuthard im Interview von Stefan Bühler in der NZZaS vom 29.11.09, Seite 12.

Montag, 19. Januar 2009

beruhigend

Rumänien boomt: 2 bis 3 Prozent Arbeitslose, Wirtschaftswachstum 2007: 6 Prozent. Lediglich auf dem Land macht sich das Problem der unqualifizierten Arbeitskräften breit: unterdurchschnittliche Löhne und 7 bis 10 Prozent Arbeitslosigkeit. Diese sind es leider eher, welche auswandern.

Jedoch: 57% aller rumänischen Auswanderer leben in Spanien, 26% in Italien. Die Schweiz dürfte nicht zu einem Auswanderungsmagneten werden. Bei lediglich 890 Einwanderer im Jahr 2008 und 4500 Rumänen gesamthaft, scheint das Problem sowieso verhältnismässig klein zu sein.

Das Kriminalitätsproblem in Italien, welche die Roma mit sich bringen, gehen v.a. auf die Illegal Eingewanderten zurück. Schon seit 2004 dürfen Rumänen ohne Visum für drei Monate in die Schweiz einreisen, doch das Kriminalitätsprobelm in der Schweiz ist folglich nur gering den Rumänen zuzurechnen.

Ein Ja zur Ausdehnung der Personenfreizügigkeit auf Rumänien und Bulgarien dürfte nicht dramatisch sein.

In Anlehnung an Yvonne Staat, Lukas Häupli und Pascal Hollenstein in der NZZaS vom 18.1.09, Seite 10.

Freitag, 16. Januar 2009

Migration wäre etwas gutes

Deutschland hat offiziell acht Millionen Ausländer. Hat die Zuwanderung dem Land wirtschaftlich geschadet oder genützt?
Fiskalisch fällt die Bilanz negativ aus. Deutschland zahlt mehr Sozialtransfers an Ausländer, als die Ausländer selber ins Steuer- und Sozialsystem einzahlen.
  • Zuwanderer, die weniger als 10 Jahre in Deutschland sind kosten den Staat 2300 EUR pro Kopf und Jahr
  • zugewandert vor 10 bis 25 Jahren, kosten 1300 EUR pro Kopf und Jahr
  • erst ab 25 Jahren fällt die Bilanz positiv aus: 800 EUR pro Kopf und Jahr
  • Im Durchschnitt kostet ein Ausländer in Deutschland den Staat 700 EUR pro Jahr.
basierend auf der Nutzen-Kosten-Bilanz der Migration des Ifo-Institut und das Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Sozialrecht, dabei nicht eingerechnet sind die Gefängniskosten mit 70% Ausländern :-)
Grund: ungenügende Qualifikationen ausländischer Arbeiter für den heimischen Arbeitsmarkt:
Sie werden zweimal so häufig arbeitslos wie Deutsche und leben dreimal so häufig von Sozialhilfe.


Ich bin ein grosser Fan der Personenfreizügigkeit und Migration. Die Schweiz jedoch hat den wohl schlechtesten aller Wege eingeschlagen:
Alle richtigen Einwanderungsländer wie die USA, Kanada oder Australien steuern die Migration, nehmen gezielt Ausländer auf.
Die Schweiz nimmt wahllos alle auf. Die kulturelle Vielfalt endet mit einer Dominanz türkischer, jugoslawischer und vielleicht noch eritraeischer Kulturen Das Asylrecht wird oft zur Einreise mitssbraucht (nur 10% der Gesuche sind begründet) und die Ausschaffung jener mit einem Nichteintretensentscheid wird nicht konsequent verfolgt.
Durch die Zuwanderung meist gering qualifizierter Arbeitskräfte sinkt das durchschnittliche Pro-Kopf-Einkommen. Die ungesteuerte Migration verursacht Wohlstandsverluste, die Wachstumsrate des Volkseinkommens wird geringer. Hätte Deutschland eine gezielte Zuwanderung wie die USA, würden Wohlstandsgewinne resultieren.
In Anlehnung an Herwig Birg im Interview mit Roger Köppel in der WW3.09, Seite 14f

Dienstag, 18. Dezember 2007

Geheimplan zur Abwahl Blochers


Was heute morgen hier im Bundeshaus passiert ist, das war kein Zufall, sondern ein geplanter Überraschungscoup.
Die berühmte Bellevuebar: Hier finden in der Nacht vor den Wahlen letzte Gespräche statt. Am Werk sind Spitzenvertreter der SP und der CVP. Nur wenige sind in den Plan eingeweiht.
Doch wer CVP-Präsident Darbellay am Fernsehen zuhört, vernimmt das Signal. Im 10vor10 nennt ihr ihnen eine Auswahl von Namen, auch jenen der Frau, um die es geht:
Nationalrat Zuppiger, Baader, Regierungsrätin Eveline Widmer-Schlumpf.

Damit die Aktion gelingt, achten die Drahtzieher auf zwei Dinge:
1. Die Person, die gegen Blocher ins Spiel gebracht wird, muss ausgezeichnet qualifiziert sein. Und
2. Die Vorbereitung der Aktion muss spät erfolgen, damit sie überraschend und wirksam ist.
Am Tag der Wahl sind diese Bedingungen erfüllt.

Heute früh um 7 Uhr in diesem Saal: Die ganze CVP-Fraktion wird erstmals in Plan eingeweiht. Die Leitung gibt die Parole aus: Wir wählen Eveline Widmer-Schlumpf.

Zurselben Zeit, zwei Stockwerke höher: Die SP-Leitung gibt die selbe Parole raus. Auch die Fraktionsmitglieder der SP wissen jetzt, wer die Alternative zu Blocher sein soll.