Seit vier Jahren erhalten abgewiesene Asylbewerber in der Schweiz keine Sozialhilfe mehr. Wer im Land bleiben will, muss mit der Nothilfe von 8.50 Franken pro Tag auskommen. Ziel dieser Verschärfung des Asylgesetzes war es, dass Abgewiesene schneller ausreisen müssen. Doch Recherchen der ZEIT zeigen: Ausreisen tun die wenigsten – bis zu 70 Prozent tauchen unter, leben und arbeiten illegal in der Schweiz. Unter teilweise prekären Bedingungen und in ständiger Angst, kontrolliert und ausgewiesen zu werden.
Dies widerspricht den offiziellen Zahlen des Bundesamts für Migration, wonach nur ein Viertel aller abgewiesenen Asylbewerber untertauche. Die ZEIT-Recherchen stützen sich auf eine detaillierte Analyse diverser Bundesberichte und Statistiken und geben Aufschluss über das wahre Ausmaß des Problems. So verschwinden bereits im ersten Jahr nach dem negativen Asylentscheid mehr als die Hälfte der Abgewiesenen aus dem staatlichen Blickfeld.
Zeit Online vom 22.02.2012
Posts mit dem Label untertauchen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label untertauchen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Donnerstag, 23. Februar 2012
Bis zu 70 Prozent der abgewiesenen Asylbewerber tauchen unter
Samstag, 20. August 2011
"vorläufig" aufgenommene Asylanten bleiben für immer
- 38'489 Asylbewerber wurden zwischen 2002 und 2010 "vorläufig aufgenommen"
Obwohl ihr Gesuch abgewiesen wurde, erhielten sie einen F-Ausweis und durften im Land bleiben. - Bei 1'754 "vorläufig Aufgenommenen" wurde zwischen 2002 und 2010 dieser Status wieder aufgehoben, weil sich die Situation im Heimatland verbessert hat.
- Davon haben weniger als die Hälfte - 860 Asylanten - die Schweiz auch tatsächlich verlassen. Die andere Hälfte ist untergetaucht.
zwischen 2002 und 2009:
- 33'693 Asylbewerber wurden "vorläufig aufgenommen".
- 33'203 "vorläufig Aufgenommene" erhielten eine B- oder C-Bewilligung.
Jährlich erhalten über 4'000 "vorläufig Aufgenommene" eine Aufenthaltsbewilligung.
Anerkennungsquote von Asylgesuchen:
- 17%, offiziell
- fast 50%, inkl. der "vorläufigen Aufnahmen"
Heute:
24'000 "vorläufig ausgenommene" Asylanten in der Schweiz
mehr als 5'000 davon sind länger als zehn Jahre im Land.
"vorläufig Aufgenommene" dürfen einen Job annehmen. 65% dieser sind arbeitslos. Sie erhalten, Sozialhilfe, Miete, Krankenkasse, Zahnarztkosten und Extras. Damit kommen sie auf ein Mehrfaches, was sie zu Hause verdienen würden.
Auslandreisen von "verfolgten" Asylanten:
- 2009: 300 Visa durch das BfM ausgestellt
- 2010: 2600.
Der Bund bezahlt in den Wochen dieser Abwesenheit die Wohnung der Asylanten weiter.
Nicht selten führt die Reise ins Heimatland, wo sie angeblich "bedroht" werden.
Diese Zahlen legte der Bundesrat offen, allerdings erst auf eine Interpellation von Philipp Müller, FDP AG. Andreas Kunz in der WeWo28.11, Seite 25.
Abonnieren
Posts (Atom)