Um Karriere zu machen, die zu einer solchen Machtposition führt, bedarf es einer starken Persönlichkeit, die zielstrebig, durchhaltefähig und in einem hohen Masse kontrolliert ist. Ja es gehört eine geradezu monomane, alles andere im Leben ausblendende Besessenheit dazu, sich ausschliesslich auf das Ziel der Topposition auszurichten. Am Ende dreht sich alles nur noch um die Fragen: Wie komme ich voran? Und wie schalte ich Konkurrenten aus?
Eine solche alles auf die Karte «Macht» setzende Einstellung hat allerdings ihren Preis. Der Weg in die Topposition gelingt umso leichter, je weniger sich die betreffende Person von ihren Gefühlen und von der Rücksicht auf andere Menschen leiten lässt. Es mag sein, dass dies Menschen sind, die von jeher wenig Gefühle zugelassen haben und machtbesessen waren. Aber es ist auch eine Folge der Umstände, dass ihnen auf dem Weg nach oben mit der Zeit ihre Gefühlswelt verloren geht. Wenn sie merken, dass ihnen dies bei ihrem Streben nach ihren ehrgeizigen Zielen sogar noch hilft, hat dies einen grossen Einfluss auf sie, indem sie Gefühle und Einfühlung in andere Menschen zunehmend als etwas Lästiges empfinden und konsequent abstellen.
Diese Entwicklung kann zu einer masslosen Selbstüberschätzung führen, bei der nur noch die eigene Person und die eigenen Ziele gesehen werden und andere Menschen lediglich als Unterstützung oder Behinderung auf dem Karriereweg wahrgenommen werden. Die Konsequenz ist eine immer weitergehende Abkopplung der betreffenden Person von der sozialen Umwelt, eine Verkümmerung der Gefühlswelt, eine immer stärker werdende Selbstbezogenheit und ein gefährlicher Verlust des Realitätsbezugs.
Udo Rauchfleisch in der NZZaS vom 22.05.2011, Seite 20f.
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Dienstag, 24. Mai 2011
Wieso Macht korrumpiert
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Freitag, 3. April 2009
anmassende Politiker
Der Wirschaftsgipfel in London steht für die gigantische Anmassung, die Weltwirtschaftskrise politisch wegplanen zu wollen. Auf den Grössenwahn der Bankiers folgt der Grössenwahn der Politik.
Roger Köppel in der WW14.09, Seite 5.
Freitag, 14. Dezember 2007
5000 neue SVPler?
Nach dem Debakel bei den Bundesratswahlen kann die SVP Schweiz über 5000 Neumitglieder verzeichnen. Der Trend bestätigt sich auch in St.Gallen. (stadt24)Andere Quellen sprechen von 2500 neuen Mitgliedern, allerdings an einem Tag! Soviel wie die SVP normalerweise in einem Jahr macht. Dies unterstreicht den Unmut in der Bevölkerung, welchen das Parlament provoziert hat.
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Mittwoch, 24. Oktober 2007
Alien Tort Claims Act (ATCA)
Die Klagen von Opfern der Apartheid in Südafrika können vor dem amerikanischen Gericht weitergezogen werden. Das Berufungsgericht hob den Entscheid der ersten Instanz auf.
Zwei Richter des Berufungsgerichtes in New York sprachen sich für die Anwendung des Alien Tort Claims aus. Unter diesem Artikel können Unternehmen, die in den USA tätig sind, für internationale Vergehen behaftet werden. (baz)

Das ist absolut unhaltbar! Klar, die Apartheid war etwas schreckliches und soll vor Gericht thematisiert werden. Doch die miserable Gerichtspraxis der USA hat überhaupt nicht globale Klasse. Hauptanwalt der Kläger ist Michael Hausfeld, so wie es scheint der neue Ed Fagan, welcher hoffentlich endlich Privatkonkurs anmelden und das Anwaltspatent abgeben musste. Diese Geldgier (ansonsten würden sie in Südafrika prozessieren) und der amerikanische Grössenwahn sind ekelhaft.
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