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Donnerstag, 13. Oktober 2011

Griechenland: Staats- nicht Marktversagen


Griechenland wurde vor 10 Jahren wider besseres ökonomischen Wissens, aber politisch korrekt im Euro-Land aufgenommen. Damit sanken die Risikoaufschläge für griechische Staatsschulden auf das viel tiefere Euro-Niveau, was es der griechischen Regierung ermöglichte, sich grenzenlos zu verschulden und die Bevölkerung zu Lasten der konservativen Euro-Länder über ihre Verhältnisse leben zu lassen. Hier ist von Marktversagen nun keine Spur auszumachen. Im Gegenteil, erst die Märkte haben mit der Zeit unmissverständliche Signale ausgesandt, dass diese griechische Politik nicht nachhaltig sein kann.Silvio Borner in der WeWo25.11, Seite 15.

Montag, 5. September 2011

Massiv zunehmende Verschuldung auf allen Kanälen

Daniel Hug in der NZZaS vom 04.09.2011, Seite 33 zitiert S. G. Cecchetti, M. S. Mohanty, F. Zampolli: The real effects of debt. August 2011.

Donnerstag, 13. Mai 2010

Griechenlands Schulden

  • Am 19. Mai 2010 werden Schulden in der Höhe on 8.5 Milliarden Euro fällig.
  • Ende 2012 werden Anleihen in der Höhe von 86 Milliarden Euro fällig.
    Dazu kommt die Neuverschuldung der nächsten drei Jahre, die auf 40 Milliarden geschätzt wird.
  • Daniel Gros vom Center for European Policy Study sieht den Kapitalbedarf Griechenlands bei 150 Milliarden Euro.
Vorschlag der deutschen Grünen und der SPD: Restrukturierung der Schulden:
Die Privaten müssten entweder einen Teil der Schulden ans Bein streichen oder einer Verlängerung der Laufzeiten ausstehender Obligationen zustimmen.

Eine solche Restrukturierung der Schulden würde Griechenland ohne Zweifel mehr helfen als nur Kredite zu rund 5 Prozent. Die Geschichte zeigt nämlich, dass 36 Länder, die zwischen 1952 und 2008 vom IMF Hilfe erhalten hatten, ihre Schulden ein bis zwei Jahre danach trotzdem nicht mehr bedienten. Dies deshalb, weil überschuldete Länder oft strukturelle Probleme haben.
Charlotte Jacquemart in der NZZaS vom 25. April 2010, Seite 9.