Sie gestikulieren beim Reden mit den Händen, stehen auf Goldketten, coole Uhren, elegante Kleidung und gefallen sich in der Rolle des unwiderstehlichen Frauenhelden. Silvio Berlusconi war nicht von ungefähr bei den meisten Russen der beliebteste unter allen ausländischen Politikern. Für viele meiner Freunde war sein Rücktritt eine persönliche Tragödie.
Andrei Kondraschow, Chefreporter des staatlichen russischen Fernsehens RTR im Interview mit Peter Holenstein in der WeWo1.12, Seite 46ff.
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Samstag, 7. Januar 2012
Ähnlichkeit von Russen und Italienern
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Dienstag, 22. Februar 2011
brave Jungs sind die verarschten
Emanzipierte Mütter mögen ihren Söhnen Sensibilität im Umgang mit dem anderen Geschlecht beibringen und sie lehren, Grenzen einzuhalten. In der Peer-Group erlebten diese dann aber oft, dass sie mit ihrem Softie-Getue weniger erfolgreich seien, als die Machos aus patriarchalen Familienverhältnissen – auch was den Erfolg bei Mädchen anbelangt. Das führt zu einer gewissen Frustration.
Vor allem wenn man bedenkt, dass es sexuelle Grenzüberschreitungen ja auch bei Mädchen gibt, wie Wermuth sagt. Diese äussere sich zwar anders, etwa dass Mädchen ihre körperlichen Reize einsetzten, um sich Vorteile zu verschaffen. Leidtragende sind die braven Jungs, die von allen Seiten überflügelt werden.
Michèle Binswanger im Mamablog
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Sonntag, 28. Februar 2010
Homo-Armee?

In den USA wird eine Debatte darüber geführt, ob bekennende Homosexuelle nicht mehr aus der Armee ausgeschlossen werden sollen. Auf den Punkt gebracht:
Verfügt ein schwuler General über genügend Ansehen, Autorität und militärische Strahlkraft?
Die in jüngster Zeit gern verteufelte oder gar verlachte Macho-Kultur gehört zur Armee wie die Gymnastik zu einem Damenturnverein. In der politischen Diskussion warf man Grenadieren und anderen Elitetruppen vor, sie gebärdeten sich als „Rambos“. Aber was, bitte, sollten sie denn sonst sein?
Philipp Gut in der WeWo6.10, Seite 9.
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Donnerstag, 26. November 2009
U 17: schöngefärbte Integration
Man kennt es, das schöngefärbte Geschwafel über die gelungene Integration von jungen, südländischen Männern:
Der Fussball leistet einen wertvollen Beitrag an die Integration junger ausländischer Männer - grossartige Integrationsleistung - Dank den Anstrengungen der Fussballvereine fühlen sich die jungen Immigranten in der Schweiz heimisch - Die Secondos finden dank dem gemeinsamen Spiel einen Weg in die Schweizer Kultur.Auch wenn dies alles stimmen würde, ist es nur ein Teil der Wahrheit. Denn es sind nur sehr wenige, die ihr ganzes Leben ausschliesslich in diesem "System Fussball" verbringen können.
Fussball: Den jungen Sportlern wird etwas abverlangt, es gibt klare Hierarchien, machistische Allüren sind normal
Schule: es wird Anpassung verlangt, es muss Hochdeutsch gesprochen werden, Soziale Kompetenzen werden gefordert, die für Provokationen keinen Raum lassen.
Der Sieg der U 17 vom letzten Sonntag zeigt auch, dass diese jungen Männer sich weniger auf regulärem Weg integrieren. Dass schweizerische Einstiegsszenarien in Beruf und die Gesellschaft ihnen fremd sind.
Allan Guggenbühl in der NZZaS vom 22.11.09, Seite 19.
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Donnerstag, 20. September 2007
Rugby ist besser als Fussball
Ein Rugbyspieler würde nie so tief sinken, dass er sich wie viele gefoulte Fussballstars theatralisch am Boden windet.
Exhibitionismus und Narzissmus, wie sie im Fussball grassieren, sind im Rugby verpönt. Scort ein Spieler, lässt er sich von den Kameraden auf die Schulter klopfen. Keine kollektive Abknutscherei, keine eitlen Tänze, kein Promenieren vor den Fans.
Rugbyspieler sind weise. Sie begreifen, dass ein fast tierisch brutaler Sport durch feste Regeln gezähmt werden muss. Deshalb akzeptieren sie klaglos auch Entscheide des Schiedsrichters, die ihnen falsch scheinen. Im Fussball quittieren Spieler missliebige Pfiffe des Refs mit ungläubigem Augenrollen, verächtlichen Gesten oder abschätzigen Bemerkungen.
Da muss man eigentlich nicht mehr viel anfügen: Die englische Trinkkultur ist der südländischen Macho-Kultur bei weitem überlegen :-P!
Zeitschinden gilt als unwürdig. Dass man sich am Schluss die Hand gibt, ist selbstverständlich. (...) Nachher sitzt man beim Bier zusammen.
Hanspeter Born in der Weltwoche 36.07, Seite 60f.
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