Die Geschichte zeigt, dass die Monetarisierung der Staatsschulden in die Inflation führt. Inflation ist wie Doping. Die Zentralbanken haben seit 20 Jahren eine Blase nach der anderen unterfüttert. Dadurch haben sich die Produktionsstrukturen verzerrt, weil ein negativer Realzins dazu führt, dass Investitionen getätigt werden, die nicht rentabel sind. Die Wirkung der Arznei der Zentralbanken lässt jetzt nach, und sie erhöhen verzweifelt die Dosis. Die Zentralbanken tun so, als ob es darum ginge, eine massive Konsumschwäche mit der Geldpolitik auszugleichen, und merken nicht, dass sie dadurch eine erneute Fehlallokation der Ressourcen und neue Blasen befördern. Die neuste Blase ist die Staatsanleihenblase.Joachim Strabatty im Interview von Pierre Heumann und Florian Schwab in der WeWo38.11, Seite 30.
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Donnerstag, 13. Oktober 2011
Konsumschwäche mit Geldpolitik beheben führt zu Staatsanleihenblase
Sonntag, 19. Juni 2011
falsche Anlagestrategie der Zentralbanken bedroht Finanzsystem
- Die Schulden der Staaten
- Die schlechten Papiere der illiquiden Banken
Die Schweizerische Nationalbank hat für etwa 200 Mrd. Fr. Papiere aufgekauft, die auf Dollars und Euro lauten - und deren grösster Posten offenbar deutsche Staatsanleihen sind. Aber die Transparenz darüber ist weit entfernt von dem, was man von Grossbanken fordert.Das Eigenkapital der US-Notenbank beträgt 1.96% der Bilanzsumme - weniger als jede Grossbank in der Finanzkrise. Ein kleiner Wertverlust, und sie hat kein Kapital mehr.
Studie der Euro Pacific Capital
Man stellt in Fachkreisen entsetzt fest, dass nicht die privaten Grossbanken, sondern die Zentralbanken «too big to fail» geworden sind. Auch die Schweizerische Nationalbank hat mit heute 16% Eigenkapital an der aufgeblasenen Bilanzsumme weniger, als sie mit warnendem Zeigfinger für private Grossbanken fordert.
Imperien verlieren zuerst die Selbstdisziplin, dann die Finanzen, später den Rest.
Beat Kappeler in der NZZaS vom 12.05.2011, Seite 33.
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Sonntag, 7. Dezember 2008
Geldflut --> Depression/Inlation
- USD-Notenbank: 8000 Milliarden US-Dollars
- Regierungen von Frankreich, Deutschland und Grossbritannien: rund USD 2200 Milliarden
- Schweiz: USD 68 Mia.
- EZB: USD 756 Mia., total gut 3000 Milliarden.
- Konjunkturprogramm Obama: USD bis zu 860 Mia. versprochen,
- die grossen europäischen Staaten zusammen rund: USD 120 Mia.
Die Zweifel sind mit recht gross, dass dies etwas bewirkt. Warum? Der jetzt ausgelöste Geld-Tsunami verschwindet entweder in einer globalen Depression, welche die Armutsquote nach oben treiben wird, oder wir dürfen eine Inflation erwarten, wie sie sonst nur in der Dritten Welt auftritt.
Klaus J. Stöhlker
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