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Donnerstag, 13. Oktober 2011

10 Regeln für institutionelle Anleger


  1. Investieren Sie nur aufgrund von künftigen, langfristigen Dividenden-Strömen.
  2. Schichten Sie jährlich maximal 30 Prozent Ihres Portfolios um.
  3. Verstehen Sie, dass die Theorie der effizienten Märkte heute diskreditiert ist.
  4. Setzen Sie auf stabile Benchmarks wie das Wirtschaftswachstum.
  5. Zahlen Sie Vermögensverwaltern keine Provisionen, deren Höhe von der Performance abhängt.
  6. Investieren Sie nicht in alternative Anlagen wie Hedge-Funds oder Rohstoffe.
  7. Mandatierte Vermögensverwalter müssen ihre Strategie transparent machen.
  8. Investieren Sie nur in Produkte, die an öffentlichen Börsen gehandelt werden.
  9. Stellen Sie sicher, dass Bank- und Transaktionsgebühren offengelegt werden.
  10. Informieren Sie öffentlich darüber, dass Sie diesen Regeln folgen.

 Paul Woolley, Stifter des Instituts zur Erforschung dysfunktionalen Kapitalmärkten an der London School of Economics.
  • Absage an kurzfristige Kursgewinne, langfristiger Anlagehorizont
  • Zurückhaltung bei Derivaten
  • Wenige Umschichtungen bei Kostentransparenz.




Sonntag, 19. Juni 2011

falsche Anlagestrategie der Zentralbanken bedroht Finanzsystem

  • Die Schulden der Staaten
  • Die schlechten Papiere der illiquiden Banken
Das alles liegt nun in den Kellern der zwei Notenbanken Amerikas und Europas.
Die Schweizerische Nationalbank hat für etwa 200 Mrd. Fr. Papiere aufgekauft, die auf Dollars und Euro lauten - und deren grösster Posten offenbar deutsche Staatsanleihen sind. Aber die Transparenz darüber ist weit entfernt von dem, was man von Grossbanken fordert.
Das Eigenkapital der US-Notenbank beträgt 1.96% der Bilanzsumme - weniger als jede Grossbank in der Finanzkrise. Ein kleiner Wertverlust, und sie hat kein Kapital mehr.
Studie der Euro Pacific Capital
Man stellt in Fachkreisen entsetzt fest, dass nicht die privaten Grossbanken, sondern die Zentralbanken «too big to fail» geworden sind. Auch die Schweizerische Nationalbank hat mit heute 16% Eigenkapital an der aufgeblasenen Bilanzsumme weniger, als sie mit warnendem Zeigfinger für private Grossbanken fordert.

Imperien verlieren zuerst die Selbstdisziplin, dann die Finanzen, später den Rest.

Beat Kappeler in der NZZaS vom 12.05.2011, Seite 33.