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Donnerstag, 13. Oktober 2011

10 Regeln für institutionelle Anleger


  1. Investieren Sie nur aufgrund von künftigen, langfristigen Dividenden-Strömen.
  2. Schichten Sie jährlich maximal 30 Prozent Ihres Portfolios um.
  3. Verstehen Sie, dass die Theorie der effizienten Märkte heute diskreditiert ist.
  4. Setzen Sie auf stabile Benchmarks wie das Wirtschaftswachstum.
  5. Zahlen Sie Vermögensverwaltern keine Provisionen, deren Höhe von der Performance abhängt.
  6. Investieren Sie nicht in alternative Anlagen wie Hedge-Funds oder Rohstoffe.
  7. Mandatierte Vermögensverwalter müssen ihre Strategie transparent machen.
  8. Investieren Sie nur in Produkte, die an öffentlichen Börsen gehandelt werden.
  9. Stellen Sie sicher, dass Bank- und Transaktionsgebühren offengelegt werden.
  10. Informieren Sie öffentlich darüber, dass Sie diesen Regeln folgen.

 Paul Woolley, Stifter des Instituts zur Erforschung dysfunktionalen Kapitalmärkten an der London School of Economics.
  • Absage an kurzfristige Kursgewinne, langfristiger Anlagehorizont
  • Zurückhaltung bei Derivaten
  • Wenige Umschichtungen bei Kostentransparenz.




Mittwoch, 14. April 2010

kürzere Taggelder und mehr Akademiker

In der EU sind fast 50% der Arbeitslosen im Schnitt ein Jahr ohne Stelle, in der Schweiz sind es nur 10 bis 20%.
Je weniger lang ich [Arbeitslosenversicherungs-]Taggelder beziehen kann, desto intensiver suche ich von Beginn weg eine Stelle. Was viele übersehen: Wer länger als ein Jahr arbeitslos ist, wird unattraktiv, die Arbeitgeber fragen: Wieso ist diese Person so lange arbeitslos? Da muss was faul sein.
Am finanziell effektivsten sind verstärkte Vermittlungsanstrengungen gleich am Anfang. Da bekommen sie für den Franken die grösste Wirkung. Die Zwischenverdienste, die man eingeführt hat, sind deshalb klug. Es ist viel einfacher, eine neue Stelle zu finden, wenn man im Arbeitsmarkt bleibt.
Während 12% der Schweizer Erwerbsbevölkerung Akademiker sind, ist ihr Anteil unter den Zuwanderern seit 2000 über 50%! Wir betreiben einen riesigen Humankapital-Import.
Wir sollten aufhören, die Berufslehre vergolden zu wollen. Denn die Zahlen zeigen, dass es hierzulande seit Mitte der 90er Jahre vor allem an Akademikern gefehlt hat und nicht an Handwerkern, wie uns die Verbände glaubhaft machen wollen.
George Sheldon im Interview mit alotte Jacquemart in der NZZaS vom 14.2.10, Seite 37f.

Montag, 14. September 2009

künftige Unternehmensführung

Sicher ist die Finanzkrise zu einem guten Teil auf die Philosophie vieler Manager, rücksichtslos und mit allen Mitteln maximale Gewinne zugunsten des eigenen Prestiges und eines hohen Bonus zu erarbeiten, zurückzuführen.

Die Zeiten einer Unternehmungsführung, die nur auf kurzfristige Gewinnmaximierung ausgerichtet ist, sind endgültig vorbei. Anzustreben ist ein langfristiger Gewinn unter Nebenbedingungen, das heisst, man ist bei allen Tätigkeiten immer wieder bestrebt, den vielseitigen Ansprüchen aller Anspruchsgruppen zu genügen und alle Tätigkeiten in der Öffentlichkeit zu legitimieren.

Rolf Dubs in der NZZaS vom 06.09.09, Seite 23.

Donnerstag, 20. August 2009

Keynes langfristige Lähmung

Die Gefahr besteht, dass sich die Finanzkrise nun auf die Staaten ausdehnt. Ein abschreckendes Beispiel ist Japan. Das Land hatte im Jahr 1990, als die Krise ausbrach, eine Schuldenquote von 60 Prozent im Verhältnis zum Bruttoinlandprodukt (BIP). Dann legte die Regierung ein keynesianisches Programm nach dem andern auf, mit der Folge, dass die Quote heute gegen 180 Prozent strebt. Gleichwohl kam Japan nie aus der Krise heraus. Solche Programme wirken kurzfristig, aber lähmen langfristig.
Hans-Werner Sinn im Interview von Markus Somm in der WW26.09, Seite 34f.