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Donnerstag, 13. Oktober 2011

70% autonom gehandelt

Computer entscheiden autonom über 70% aller Transaktionen an US-Börsen – das Rezept für den nächsten Crash. 
Andreas Hirstein in der NZZaS vom 21.11.10

10 Regeln für institutionelle Anleger


  1. Investieren Sie nur aufgrund von künftigen, langfristigen Dividenden-Strömen.
  2. Schichten Sie jährlich maximal 30 Prozent Ihres Portfolios um.
  3. Verstehen Sie, dass die Theorie der effizienten Märkte heute diskreditiert ist.
  4. Setzen Sie auf stabile Benchmarks wie das Wirtschaftswachstum.
  5. Zahlen Sie Vermögensverwaltern keine Provisionen, deren Höhe von der Performance abhängt.
  6. Investieren Sie nicht in alternative Anlagen wie Hedge-Funds oder Rohstoffe.
  7. Mandatierte Vermögensverwalter müssen ihre Strategie transparent machen.
  8. Investieren Sie nur in Produkte, die an öffentlichen Börsen gehandelt werden.
  9. Stellen Sie sicher, dass Bank- und Transaktionsgebühren offengelegt werden.
  10. Informieren Sie öffentlich darüber, dass Sie diesen Regeln folgen.

 Paul Woolley, Stifter des Instituts zur Erforschung dysfunktionalen Kapitalmärkten an der London School of Economics.
  • Absage an kurzfristige Kursgewinne, langfristiger Anlagehorizont
  • Zurückhaltung bei Derivaten
  • Wenige Umschichtungen bei Kostentransparenz.




Dienstag, 27. September 2011

10 Zukunftsprognosen für die UBS


  1. weitere Skandale
  2. neue Imagekampagne
  3. Rochaden im Group Executive Board
  4. Neue Leute nicht von der CS
  5. Lohngefälle IB zu PB wird abnehmen
  6. An der regulatorischen Leine von Bern
  7. Kulturwandel und neuer Stolz
  8. Ende der integrierten Bank, UBS ist Vermögensverwalter
  9. Aktienkurs bald wieder 20 CHF
  10. Kein Formel-1-Sponsor mehr

Montag, 13. April 2009

effizienteres Verfahren bei Verstössen gegen die Meldepflicht

  • Sulzer: Vekselberg könnte die börsenrechtlichen Meldepflichten verletzt haben.
  • Converium: Ebener und Scor haben kooperiert und hätten sich als Gruppe eintragen lassen müssen. Ebenfalls ein Verstoss gegen Meldepflichten.
Doch das ändert nichts an der wirtschaftlichen Realität und am Führungswechsel.
Der dreistufige Instanzenweg von Börse über Finanzmarktaufsicht zum Finanzdepartement ist absurd und unnötig lang. Die auf jeder Stufe anfallenden Rechtsmittel für die "Angeklagten" führen dazu, dass die Verfa Jahre dauern. Abhilfe ist erst in Sicht, wenn die Börse oder die Finanzmarktaufsicht selbsSanktionen verhängen könnten.
Charlotte Jacquemart in der NZZaS vom 12. April 2009, Seite 21.

Dienstag, 3. März 2009

Novartis sinkt


Die Gründe:
  • starker Dollar, und Novartis eicht alles darauf
  • Obama gegen überteuerte Medikamente
  • Verluste auf Beteiligungen

Mittwoch, 25. Februar 2009

upps UBS


Ich mag mich noch an Stimmen erinnern, die sagten, bei 30 solle man kaufen "tiefer kanns nicht mehr gehen"...
Niklaus Senn, Ehrenpräsident der UBS, meinte gestern, dass er nun kaufe - in der Überzeugung, dass jetzt der Tiefpunkt erreicht ist...
Nachtrag: ...und nun muss der CSler der UBS helfen gehen. Auch bei seinem Erfolgsausweis: Ich glaube nicht daran, dass er es schaffen wird. Der politische und wirtschaftliche Druck aus USA und EU ist zu gross. Grübel macht sich mit diesem Engagement einfach unsterblich, er wird in die Bankengeschichte der Schweiz eingehen, deshalb hat er den Job übernommen. Jedoch wird auch er ein schnelles und enttäuschendes Ende bei der UBS finden.

Mittwoch, 12. November 2008

Talfahrt

Kaum ist der berühmteste Hedge Fund-Manager der Schweiz in den VR der UBS gewählt worden [Rainer Marc-Frey], fällt ihm nichts besseres ein als alle seine UBS-Aktien mit Verlust zu verkaufen. Begründung: Das ist mein Totalausstieg aus dem Aktienmarkt. Was sollen nun die anderen Aktionäre der UBS denken? Sollen sie dem Beispiel von Rainer-Marc Frey folgen? Immerhin sollte er wissen, weshalb er den UBS-Aktien misstraut. Und er will sogar “aus allen Aktien aussteigen”. Die UBS-Berater sollen aber ihren Kunden den gezielten Einstieg in Aktien empfehlen. Wie ist dieser Widerspruch lösbar?
Klaus J. Stöhlker

  • Deflation: Steuereinnahmen werden um 20 bis 40 Prozent sinken.
  • in den nächsten Monaten: Erholung in der Grössenordnung von 30 bis 50 Prozent: [Wenn man meint, alles sei überwunden und man könne weitermachen wie bisher] wird das Debakel erst beginnen. So war es noch jedes Mal, wie uns die Finanzgeschichte zeigt. Von November 1929 bis April 1930 hat sich der Down Jones nach dem Crash um die Hälfte erholt. Danach hat erst die wirkliche Talfahrt begonnen.
  • Die Krise wird erst 2012 überwunden sein.
  • In Wirklichkeit ist es so, dass man einen Alkoholiker mit Schnapps therapiert. Es hilft, wenn er zittert, aber es heilt nicht den Alkoholismus.
  • Pervertierung der Shareholder-Value-Philosopie, dieser ist Kindergarten, sehr einfach: Man schraubt das Marketing runter, investiert nichts mehr in die Ausbildung, drosselt die Innovationen. Kurzfristig steigt der Gewinn.
  • Eigentlich müssten die Leistungsfähigkeit des Unternehmens, die Wettbewerbsfähigkeit und der Kundennutzen oberstes Gebot sein.
  • Lösung: eine riesige Müllabfuhr, Consultants, die am alten Denken festhalten, rausschmeissen, Organisationsstrukturen wie die Matrixorganisation, die nur eine Behinderung darstellt, das Controlling vergbessern, Finanzkennziffern wie das Ebitda verbannen, dafür das von mir vorgeschlagene EAE, earnings after everything, einführen, Reservern bilden und mit dem Transparenzsput aufhören. Wiso soll ich als Unternehmen meine m Konkurrenten auf einer Roadshow meine Strategie aufdecken? Zudem sollten die Recht der sogenannten Investoren eingeschränkt werden.
Fredmund Malik im Interview mit Carmen Gasser in der WW45.08, Seite 54ff.

Die erfahrensten und erfolgreichsten Wirtschaftler sind pessimistisch. Das bedeutet: Finger weg vom Finanzmarkt für die nächsten 2 bis 4 Jahre und keinen Job in dieser Industrie antreten, der den "geringen" Fixlohnanteil mit Boniaussichten zu kompensieren versucht ;-).

Freitag, 31. Oktober 2008

Militärtaktik bei unfriendly takeovers

Überraschung, Tempo, Courage
  • Ausglätten der Entscheidungsgewalt
  • Schaffen von Allianzen
  • Schwächen des Feindes
  • kombinierter Waffeneinsatz
Guy Wyser-Pratte, Investor und ehemaliger Offizier des USMC in der Rundschau

Sonntag, 25. November 2007

Swiss Re - neuster Prügelknabe

Die Swiss Re dürfte insgesamt Positionen von 15 Milliarden Franken in den Büchern haben, deren Wert von der Entwicklung am amerikanischen Immobilienmarkt abhängt. (SZ)
Der Kurs sinkt dramatisch. Nach anfänglichen Dementi, nicht von der Immobilienkrise betroffen zu sein, wird die Swiss Re nun krass von der Realität eingeholt. Schade, schade, meine zwei Lieblings-MNE (inkl. UBS) kommen in letzter Zeit gerade gar nicht gut weg.

Dienstag, 23. Oktober 2007

Jim Rogers International Commodities

Jim Rogers legte den Grundstein für seinen Ruf und seinen Reichtum in den siebziger Jahren. Damals führte er gemeinsam mit dem Spekulanten George Soros einen Fonds, der in dieser Zeit eine Rendite von 4200 Prozent abwarf, während der Standard&Poors-500-Index nicht mal 50 Prozent schaffte. 1980 ließ Rogers sich auszahlen und ging fortan seinen eigenen Weg. Im Sommer 1998, als die meisten an der Wall Street dem Internethype erlagen, legte er einen Rohstoff-Fonds auf-genau zum richtigen Zeitpunkt, wie man heute weiß.
[aus Der Neue Kalte Krieg von Erich Follath/Alexander Jung(Hg.)] /(wiki)
Jim Rogers ist also DIE Grösse im Rohstoffhandel, vielleicht nebst Marc Rich, doch das wäre dann noch eine andere Geschichte...

Zuerst einmal sind Investitionen in Indizes oft rentabler als in einzelne Titel:
...die wenigsten Leute sind gut darin, den richtigen Rohstoff zur rechten Zeit auszuwählen. Das gilt auch für Aktien. Jahr für Jahr ist gemäss Untersuchungen die Performance von Indizes 70 bis 80% besser als aktives Fondsmanagement.
Zum anderen glaubt er an die grosse Zukunft der Rohstoffe:
Einerseits das unwiderstehliche Wachstum Asiens und anderseits die mangelnden Investitionen in die Rohstoffförderung und die Vernichtung von Anlagewerten. Beides evidente Gründe für steigende Preise.
insbesondere Öl:
Angesichts der Tatsache, dass der Pro-Kopf-Verbrauch von Rohöl in China einen Zehntel und in Indien einen Zwanigstel des Verbrauchs von Japan oder Südkorea ausmacht, liegt ein Ölpreis von 150 $ oder gar 200 $ durchaus im Bereich des Möglichen.
Jim Rogers im Interview mit Daniel Puntas Bernet in der NZZaS vom 21. Oktober 2007, Seite 47.
Also hier der immer aktuelle Investment-Tipp:
Market Access Jim Rogers International Commodity Index® Fund
LU0249326488 / 2503175 / MRIC

Montag, 1. Oktober 2007

UBS Katastrophe

Quelle: SWX

Ok, eine Katastrophe ist es nicht gerade. Doch so wirklich erfreulich auch nicht:

Subprime-Krise
Die Einbussen stünden primär im Zusammenhang mit den verschlechterten Bedingungen auf dem US-Suprime-Markt für Wohnhypotheken. Die UBS ist damit von der US-Hypothekenkrise weit stärker betroffen, als bisher vermutet. (SFDRS)
4 Milliarden Abschreibungen / 1. Verlust seit 9 Jahren!
Die UBS hat im 3. Quartal nach einem Milliardenabschreiber wegen der US-Hypothekenkrise einen Verlust von 600 bis 800 Millionen Franken erlitten.
Entlassungen
Als Folge der geplanten Veränderungen bei der Investment Bank werde die Anzahl Mitarbeiter bis Ende Jahr um rund 1500 reduziert, heisst es weiter.
down rating
Die Ratingagentur Standard & Poor's hat das langfristige Gegenpartei-Kreditrating der UBS AG auf 'AA' nach 'AA+' gesenkt. Gleichzeitig werde das kurfristige Kreditrating mit 'A-1+' bestätigt, heisst es einer S&P-Mitteilung vom Montag. Der Ausblick wird auf 'stabil' angehoben, nach einer im September erfolgten Senkung auf 'negativ'. (SFDRS)
Und trotzdem ist die UBS-Aktie Tagesgewinner :-D. Ab und zu regnet's halt.

Hier noch meine Analyse zur Immobilienkrise aus den Fächern Kredit- und Riskmanagement.

Montag, 27. August 2007

Hedge Funds&Private Equity Crash

"Hedge Funds und Private Equity sind wie die Dotcom-Firmen im Jahr 2000." Es sei so, als gebe es 10'000 Flugzeuge in der Luft, aber nur 100 gute Piloten - ein Unfall sei bloss eine Frage der Zeit.
Marco Zanchi zitiert Ray Dailo, Chef des renommierten US-Geldmanagers Bridgewater in der SonntagsZeitung vom 19.08.2007, Steite 61.