Nun muss man sich auch fragen, wie man in einer Demokratie zu einer «Grand Strategy» kommt. Ein britischer Historiker fragte vor hundert Jahren: Kann eine Demokratie strategisch denken und handeln, ausser wenn sie in einen grossen Krieg gezogen wird? Ich glaube, Demokratien vermögen das im Normalfall nicht zu leisten, da sie intern zu gespalten sind. Es geht allenfalls, wenn ein Land eine kluge, nachhaltige Wirtschaftspolitik verfolgt.
Paul Kennedy, Historiker, im Interview von Felix E. Müller in der NZZaS vom 11.09.2011, Seite 24f.
Mittwoch, 14. September 2011
Demokratie verhindert globalpolitische Strategie
Montag, 21. Februar 2011
Warum eine Offiziersschule eine brauchbarere Qualifikation ist als ein Doktortitel
Ausgangslage: Der allseits beliebte und erfolgreiche Verteidigungsminister Deutschlands Karl-Theodor zu Guttenberg hat Teile seiner Dissertation aus nicht zitierten Quellen. Damit verstösst er gegen eines der höchsten Gesetze der Wissenschaftlichkeit.
Einwand von dzi:
- Sowie Karrieren in der Armee... Solange die Besten danach streben, sind sie ein Indikator der Fähigkeiten.
- Armee, vor 40 Jahren - die Besten; jetzt - eine bessere Arbeitslosenversicherung
- Doktorate, vor 10-20 Jahren - Joe Ackermann und Co; jetzt - immer noch viele Gute...
Einspruch: Die zentrale Frage ist, woher kommen mehr brauchbare Leute?
Dr-Titel werden zu einem grossen Teil an Mediziner vergeben. Deren Mehrwert ist oft gering. Der Versorgungsstand in der Schweiz erfüllt bei weitem auch ohne den Diss-Aufwand den medizinischen Minimalstandard. Was darrüber hinausgeht führt in seltenen Fällen zur Verbesserung der Menschheit im sichersten Fall jedoch zu Mehrkosten im Gesundheitswesen.
Es gibt auch Naturwissenschaftler, welche doktorieren. Das sind wesentlich weniger und deren Aussicht auf bahnbrechende Innovationen / Quantensprünge ist massiv höher.
Und dann gibt es da noch die Sozial- und Geisteswissenschaften: Hier werden auch viele Doktortitel vergeben. Jedoch handelt es sich nicht um eine binäre, wahr-falsch, 1-0 Wissenschaft. Es werden keine neuen Tatsachen geschaffen sondern lediglich Thesen erzählt. Und genauso kann man das Gegenteil behaupten, umfangreich umschreiben und dafür die "höchsten akademischen Würden" ernten. Diese sind deshalb fragwürdig.
Im Gegensatz zu einer Offiziersschule: Auch hier muss man allerdings die verschiedenen Schulen unterscheiden: Versörgeler, Teliphönler oder Sanitüten: Klar hebt sich dort der Offiziersstand auch vom Fussvolk ab, jedoch nicht gleich und auf einem tieferen Niveau wie bei anderen Waffengattungen wie Infantrie, MLT, Fliegertruppen oder Artillerie - den Hauptkampfmitteln der Armee.
Man lernt zu strukturieren und planen, ist fähig vor ein paar Leuten eine Idee klar zum Ausdruck zu bringen und hat ein systematisches Vorgehen. Es ist mir immer wieder eine Freude, mit Offizieren zusammenzuarbeiten. Die fail-rate ist wesentlich geringer als bei Doktoren, insb. von "irgendwelchen" Sozialwissenschaften...
Samstag, 24. Juli 2010
UBS wird zur CS Nr. 2
Doch seit dem falschen Vertrauen in den amerikanischen Immobilienmarkt und deren vermeintlicher Rechtssicherheit ist alles anders. Die CS entpuppt sich als jene Bank mit dem längeren Atem, der nachhaltigeren Strategie. Nachdem die CS aussergewöhnlich schnell von den UBS-Fehlern gelernt hat, sich unmittelbar von US-Amerikanischer Kundschaft distanzierte und sofort Subprime-Papiere abstiess, lernt nun die UBS von der CS.
Oswald Grübel besetzte einige Schlüsselpositionen bei der UBS mit CS-Leuten. 80% der vakanten Stellen sollen aber mit internen Leuten besetzt werden, so die Beruhigung des Schweiz-Chefs.
4 Parallelen:
- Einführung der Funktion des Schweiz-Chefs. 40% des Vorsteuergewinns stammen aus der Schweiz. Eine solche Funktion gibt es bei der CS deshalb schon länger, bei der UBS erst seit letztem Jahr – besetzt durch Lukas Gähwiler, ex-CS.
- Corporate Identity: „Egal wo, wenn ein Kunde eine UBS betritt, soll er dies merken, ohne auch nur ein Logo oder ein Schriftzug gesehen zu haben.“ Die UBS investiert XXX Mio. CHF in die 300 Geschäftsstellen, in einheitliche Möbel, Materialien, Farben, etc. Die CS hat vor ein, zwei Jahren damit begonnen.
- „Kundenmanager:“ Nach dem Betreten der Bank, soll der Kunde nicht in einer Schlange stehen, sondern proaktiv von einem Mitarbeiter angesprochen werden. Die CS kennt dieses Konzept des „Floormanagers“ schon seit zwei, drei Jahren.
- Integrierte Bank: Die fünf „Silos“ Privatkundengeschäft, Private Banking, Investment Banking, Firmenkundengeschäft, Asset Management sollen zu einer wirklich integrierten Bank werden. Bei der CS nennt sich dies „OneBank“ und wurde ebenfalls unter Grübel lanciert, allerdings bereits vor ungefähr fünf Jahren.
CS: Client Focus, Teamwork, best People.
UBS: Wahrheit, Klarheit, Leistung.
Die Grübel-Strategie hat für die CS funktioniert. Die Chancen stehen gut, dass es auch für die UBS passt. Doch gibt es heutzutage keine Alternative, eine Bank erfolgreich zu managen?
In Anlehnung an Markus Städeli in der NZZaS vom 4. Juli 2010, Seite 23.
Sonntag, 24. Januar 2010
"Doktor Sudaro"
Ich hatte drei Ziele im Leben.Wie konnte es geschehen, dass der Blender und Fälscher sich jahrelang in sensibelsten Bereichen der Verwaltung bewegen konnte und dort eine glänzende Karriere hinlegte?Ich habe alles erreicht.
- Generalstabsoffizier
- eine Führungsposition
- ein Doktorat.
Tiziano Sudaro
Dr., Executive MBA, Oberst i Gst, Chef Strategieplanung Verteidigung, Armeestab.
Zuvor in der Privatwirtschaft, langjährige Erfahrung im Strategiemanagement.
Zum Autor von "Der Strategie Check" in Military Power Review vom 2/2009, Seite 3ff.
Die akademischen Titel und militärischen Auszeichnungen, mit denen der grossgewachsene Tessiner Tiziano Sudaro, demnächst 44 Jahre alt, sich schmückte, sind ebenso zahlreich wie dubios. Er firmierte als Dr. rer. pol., gab vor, in Oxford einen Master of Business Administration (MBA) sowie an der Universität Harvard einen Master-Abschluss erworben zu haben, tapezierte seine Büros mit Oxford- und Cambridge-Wimpeln und einer Hisbollah-Fahne, belegte den Tisch mit CIA-Mäppchen und schmückte schliesslich seinen massigen US-Geländewagen des Typs «Hummer» mit Insignien der Elite-Fallschirmgrenadiere des Aufklärungsbataillons 17.
Philipp Gut und Andreas Kunz in der WeWo2.10, Seite 30f.
Das Institut für Politikwissenschaft der Uni St. Gallen pries ihn auf der Website als "Experten" für das Center for Security Economics und Technology an.
Philipp Gut und Andreas Kunz in der WeWo2.10, Seite 30f.
Nach mehreren Assessments und Personensicherheitstests hat es für mich keinen Anlass gegeben, an der Echtheit der angegebenen wissenschaftlichen Qualifikationen zu zweifeln. Man hätte den Schwindel vielleicht früher entdeckt, wenn Herr Sudaro einen schlechten Job gemacht hätte. Er hat aber einen guten Job gemacht.Moral von der Geschicht'?
Divisionär Jakob Baumann, Linienvorgesetzter, zitiert von Philipp Gut in der WeWo3.10, Seite 10f.
Die Aussagekraft und Bedeutung akademischer Qualifikationen wird mit zusätzlichen, wirklichen und wichtigen Anforderungen an ein Stellenprofil marginal. Was wirklich zählt: Überzeugungskraft, Auftreten, Identifikation mit dem Arbeitsbereich, Generalstabsoffizier. Auch "Elite-Schulen" wie die UniSG haben das offensichtlich und erwartungsgemäss nicht kapiert.
Freitag, 1. Januar 2010
Entwicklungsländer vs. grüne, europäische Visionen
Die Strategie Chinas und Indiens, sich mit anderen Schwellenländern zu einer strategischen Allianz gegen das grün-protektionistische Europa zusammenzuschliessen, entpuppte sich als erfolgreich.
Die kategorische Ablehnung der Entwicklungsländer, sich verbindlichen Emissionsgrenzen zu verpflichten, ist keine taktische Verhandlungsmasche. Ihr Nein ist absolut und unverhandelbar.
Denn die Entwicklungsländer sind nicht dumm. Sie haben den Westen in einer von grünen Politikern selbst gebastelten Klimafalle erwischt und gefesselt.
Benny Peiser, Direktor der Global Warming Policy Foundation, in der WeWo 52/53.09, Seite 12f.
Mittwoch, 14. Oktober 2009
Ideen für eine neue Schweizer Finanzplatzstrategie
Aus dem Strategiepapier zum Projekt „Rubik“; Markus Städeli in der NZZaS vom 06.09.09, Seite 38f.
- Die finanzielle Privatsphäre des Kunden bleibt nachhaltig garantiert.
- Die internationale Marktposition der Schweiz in der Verwaltung von Privatkunden-Vermögen wird gestärkt.
- Es kann ein freier Zugang zu den Finanzmärkten der Vertragsländer erreicht werden. Das heisst insbesondere, dass die Diskriminierung der Schweizer Banken auf der Basis des nationalen Rechts aufgehoben wird.
- Die steuerliche Erfassung der Kapitalerträge hat Abgeltungs-Charakter. Der Kunde braucht seine Vermögenswerte in der Schweiz nicht in der Steuererklärung aufzuführen.
- Die einzelnen Vertragsländer erhalten sofort den voll geschuldeten Steuerbetrag.
- Die Vermögenswerte gewisser Kunden werden nach Ablauf der Verjährungsfristen entkriminalisiert.
- Es liessen sich allfällige, mit einer Steueramnestie verbundene Strafzinsen erfassen.
- Das Geschäftsmodell „im Einklang mit dem Steuerrecht“ wir ausgebaut, und Bankmitarbeiter werden vor Strafverfolgung geschützt.
Donnerstag, 23. Juli 2009
Stellenwechsel der Vermögensverwalter
Es gibt zwei Gründe, warum Vermögensverwalter eine Bank verlassen:
Entweder, sie bekommen anderswo ein besseres Angebot.
Oder sie haben kein Vertrauen in die Strategie.
Michael Herbst, Morningstar-Analyst in der NZZaS vom 19.05.09, Seite 28.
Mittwoch, 21. Januar 2009
Donnerstag, 13. November 2008
Bedingungen für Schmid Nachfolge?!
Nein, Konkordanz bedeutet, dass die grössten politischen Kräfte entsprechend ihrem Wähleranteil im Bundesrat vertreten sind: 30% SVP --> 2 Sitze. Keine Diskussion.
Doch wie es schon bei der Blocherabwahl oder dem Schnüren des "bilateralen Weg-Personenfreizügigkeit"-Paketes gezeigt hat, ist die gegenwärtige Bundesversammlung sehr anfällig auf Intrigen.
Der SVP wirds inoffiziell recht sein: Sie stellt Blocher, fällt damit durch, bleibt die nächsten Jahre während der Rezession in der Opposition, die importierten Arbeitskräfte fallen zu Hauf dem Schweizer Sozialsystem zur Last und die SVP kann sich damit gegenüber der Regierung profilieren. Dann kommt eine neue Wahl, der Wirtschaft geht es wieder besser, die SVP ist 2011 wieder im Bundesrat und beweist, "dass sie die Lösungen schon lange gekannt und bereit gehabt hätte." Das Lob für den Aufschwung streicht sie ebenso ein wie die Zustimmung über die "verfehlte Amtsführung" der Regierung in der Rezession.
Freitag, 31. Oktober 2008
Militärtaktik bei unfriendly takeovers
Überraschung, Tempo, CourageGuy Wyser-Pratte, Investor und ehemaliger Offizier des USMC in der Rundschau
- Ausglätten der Entscheidungsgewalt
- Schaffen von Allianzen
- Schwächen des Feindes
- kombinierter Waffeneinsatz
Mittwoch, 1. Oktober 2008
politische Einschaltquoten-Maximierung
[Die SVP] konzentrierte sich auf sicherheitspolitische Gassenhauer wie Kriminalität, öffentliche Ordnung oder illegale Einwanderung.
Martin A. Senn in der NZZaS vom 28.9.08, Seite 29.
Dienstag, 22. Januar 2008
Sprachzerfall
Wer nichts zu sagen hat, sagt es auf Englisch.Einem Wirtschaftler ist das sehr bekannt, v.a. einem Strategieberater oder einem Marketingkonzeptionisten... Das erinnert mich an den Bullshit Generator.
Professor Walter Krämer, Verteidiger der deutschen Sprache in der SonntagsZeitung vom 20.1.08.
Mittwoch, 26. Dezember 2007
Meine Theorie zur Basis des heutigen Erfolgs der SVP
Um eine Partei auf Kurs zu bringen, braucht es wenige, aber starke Leute.
Christoph Blocher interviewt von Roger Köppel und Markus Somm in der WW51/52.07, Seite 14ff.
Da waren ein paar Zürcher in der Zeit nach den direkten Auswirkungen der 68er. Ende der 70er-, anfangs der 80er-Jahre wollten diese fähigen Intellektuellen ihre bürgerlichen Ideale politisch verwirklichen. Sie standen nun vor folgender Entscheidung:
- Entweder formieren sie sich mit dem rechten Flügel der FDP, was einen Bruch mit dem linken Flügel mit sich gebracht hätte
- oder sie definieren die SVP neu und mobilisieren diese.
Die erste Variante hätte unendliche Diskussionen in der Mitte des politischen Vernünftigen zur Folge gehabt. Da der linke Flügel der FDP grösstenteils auch 1 und 1 zusammenzählen kann, wären gute Argumente gekommen, andere Ansichten wären quasi unwiderlegbar gewesen, eine Trennung wäre aber wegen der Schwächung keine Option gewesen. Ein kräfteraubendes Unterfangen ohne grosse Erfolgsaussichten.
Deshalb entschloss sich diese „bürgerliche Zürcher-Elite“, die SVP anzugehen. Dort waren grösstensteils dumpfe Bauern anzutreffen (BGB). Ein paar vernünftige Ideen unter Zusicherung bäuerlicher Privilegien und schon hat man diese auf seiner Seite. Mit simplen und in der Neuzeit erfolgreichen Kampagnen lassen sich diese auch gut mobilisieren und das zählt letzenendes in der Demokratie: Wie viele Stimmen erzielen wir? Wobei auch dumme Bauern eine Stimme haben. Unkomplizierter Aufwand und eine grosse mobilisierte Wählerschaft sind das Resultat dieser Strategie.
Mittwoch, 5. Dezember 2007
Anti-Guerilla-Strategie im Irak
Nicht so unter dem Kommando von General Petraeus. Er versetzte die Soldaten wieder unter die Leute, in sogenannte Combat Outposts, wo sie
mehrmals täglich auf Patroullie gehen, um den Bewohnern das Gefühl von Sicherheit zu vermitteln und die belagerten Quartiere von Aufständischen zu säubern. (…) Die Gefahr, getötet zu werden, stieg signifikant, besonders zu Beginn (…)Combat Outposts bringen erhebliche Entbehrungen mit sich:
Ausserhalb Bagdads, in den Dörfern und Städten des Sunnitengürtels, frisst sich der mehlstaubfeine Sand bis in den untersten Saum des Schlafsacks, nicht selten teilen sich hundert Gis ein funktionierendes WC und eine Dusche. Während des 15-monatigen Frontdienstes beschränkt sich das Leben auf Einsatz und Unterkunft, Telefon und E-Mail gibt es nicht, die Privatsphäre reduziert sich auf einen portablen DVD-Player oder iPod, Alkohol ist wie überall im Irak strikt verboten, wer Entspannung sucht, greift zur Zigarette.Die zugrunde liegenden Überlegungen für eine erfolgreiche Anti-Guerilla-Strategie:
Die Folgen:
- Der Kampf sei noch lange nicht vorbei. „Anti-Guerilla-Kriege“ sind lang und schmutzig“, sagt er. Ein Blick in die Geschichte zeige, dass es im Durchschnitt zehn Jahre daure, um Aufstände niederzuschlagen. (…) 80 Prozent aller Anti-Guerilla-Kriege seien gewonnen worden.
- Doch erstens seien sie langwierig, und zweitens falle der Entscheid über Sieg oder Niederlage meistens nicht im Kampf, sondern in der Politik.
- "Du musst das Volk für dich gewinnen."
- "Behandle alle Einheimischen mit Respekt. Denn jedes Mal, wenn du einen Iraker schlecht behandelst, arbeitest du dem Feind in die Hände."
- "Es geht nur zum Teil ums Täten, die Hauptarbeit ist gesellschaftliches Netzwerken.“ Oberstes Gebot sei, Vertrauen zu schaffen. „Nur wenn sich die Bevölkerung sicher fühlt, wird sie einen Terroristen verraten.“ Es reiche nicht, sie militärisch zu schützen, die lokalen Sitten müssten geachtet werden. Vor allem aber brauche es regen Kontakt zur Bevölkerung.
(…) sie erkannten, dass von den Amerikanern auf Dauer weniger Gefahr und mehr Hoffnung ausgehen könnte als von den fanatischen Gotteskämpfern aus nah und fern.
Die Väter schickten nun ihre Söhne zur neuen irakischen Polizei und in die neue irakische Armee. Bürger liessen sich wählen in Stadt- und Dorfräte. Sie begannen, mit den US-Militärs zu kooperieren, sie lieferten Bombenleger aus, verrieten Waffenverstecke, sie gingen wieder ihren Geschäften nach, ihrer alltäglichen Arbeit, sie dienten sich an als Handlanger, Bauuternehmer, Spediteure. Lehrer gaben wieder Unterricht, Ärzte pflegten wieder Kranke, Händler verkauften wieder Ware. Die Stacheldrahtverhaue um Bagdad, errichtet, um Attentäter von Anschlägen abzuhalten, sie wurden jetzt von Irakern gebaut. Die Kontrollpunkte werden zunehmende von Irakern bemannt. Und die Amerikaner, die einstigen Feinde, wachten fortan im Hintergrund über den Neustart.
Urs Gehriger in der WW48.07, Seite 32ff.
Sonntag, 26. August 2007
Coop und Carrefour, bzw. die Weko
Coop-Chef Loosli soll zur Bedingung gemacht haben, dass diese Übernahmeentscheidung gefällt wird, bevor die Weko über den Kauf von Denner durch die Migros befindet. Coop wird mit Carrefour zum dominierenden Verkäufer von Markenartikeln. Diese faktische Monopolstellung darf die Weko nicht zulassen. Loosli hofft, dass damit auch die Denner-Übernahme durch die Migros scheitert. Mal kucken ob seine Strategie aufgeht...
Markus Gisler in der SonntagsZeitung vom 26. August 2007, Seite 57.
