Im Verzicht auf Black-Power-Rhetorik gründet Obamas Erfolg. "Es gibt kein gelbes, kein schwarzes, kein weisses Amerika, es gibt nur die Vereinigten Staaten von Amerika", ruft er in jeden Saal. Und weiss, dass es nicht stimmt. Noch herrscht in den USA Chancenungleichheit. (...) Das ist Marketing-Jargon (...)
Bänz Friedli in der NZZaS vom 2.3.08, Seite 61
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Mittwoch, 5. März 2008
US Chancenungleichheit
Montag, 19. November 2007
Meinungsterror
Man erinnert sich: Der Abdruck der Mohammed-Karikaturen wurde in England als untolerierbarer Anschlag auf das friedliche Zusammenleben der Völker empfunden. Ersautnlich unbehelligt kommen dagegen die Äusserungen des islamischen Gelehrten Jussuf al-Karadawi weg, der Selbstmordattentäter rechtfertigt und die Beschneidung des weiblichen Geschlechtsorgans. Der Zufall will es, dass dieser Tage der DNA-Entdecker und Nobelpreisträger James Watson in London mit Schimpf und Schande davongejagt wurde, weil er sich die Frechheit erlaubt hatte, auf den empirisch offenbar beweisbaren Tatbestand hinzuweisen, dass schwarze Afrikaner im Durchschnitt über weniger Verständniskraft und Intelligenz verfügen als Angehörige der westlichen Zivilisation. Watson berief sich auf Untersuchungen, doch das Urteil fiel, bevor sich der Wissenschaftler überhaupt erklären konnte. Entrüstet lud man ihn aus, weil seine Auffassungen "auf unannehmbare Weise provokativ" seien; die "annehmbaren Grenzen der Diskussion" würden durch den Molekularbiologen überschritten. Gesetzt, Watson hat recht: "Weshalb die Empörung? Gesetzt, er hat nicht recht: Weshalb widerlegt man ihn nicht einfach? Der Gleicheitsfanatismus zerstört die freie Rede.
Roger Köppel in der WW43.07, Seite 82.
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